Organische Chemie
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Arbeitsbuch zur Organischen Chemie
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Organische Chemie Fragen und Antworten zur Chemie der Kohlenwasserstoffe. Hier kann alles von funktionellen Gruppen über Reaktionsmechanismen zu Synthesevorschriften, vom Methan zum komplexen Makromolekül diskutiert werden.

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Alt 12.02.2020, 22:10   #1   Druckbare Version zeigen
snuuki Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
Karrierefrage

Hallo erstmal,
da ich hier neu bin, habe ich die thematische Organisation des Forums noch nicht ganz durchdrungen. Arbeitstechnisch bin ich in der OC beheimatet also hoffe ich mal, dass ich die Frage hier stellen kann.
Ich schreibe derzeit meine Masterarbeit im Bereich der Metallorganik und mache mir daher mal so "langsam" Gedanken um meinen weiteren Werdegang. Dass ich eine Promotion anstrebe ist schon mal klar allerdings bin ich mir bei der Art unsicher, wie ich das ganze angehen soll und möchte euch daher mal um Rat fragen und hoffe, dass jemand vielleicht gewisse Erfahrungen hat. Mir stellt sich jetzt nämlich die Frage, ob ich meinen derzeitigen Studienort verlassen soll und zurück in meine Heimatstadt gehen sollte, um da in einem Unternehmen zu promovieren. Die Möglichkeit habe ich, da ich ein paar Leute kenne, inoffiziell schon einmal ausgelotet und es sieht an sich gut aus.
Mir war vor dem Studium eigentlich auch schon klar, dass ich spätestens nach der Promotion wieder zurück in die "Heimat" zu diesem Unternehmen wollte, zumal es sich um einen attraktiven Arbeitgeber handelt, der allerdings aufgrund der ländlichen Lage gewisse Schwierigkeiten hat trotz seines großen Namens wirklich gute Leute anzuziehen. Kann man mehr oder weniger pauschal sagen, dass es eine gute oder schlechte Idee ist, beziehungsweise welche Vor- und Nachteile es vielleicht hat in der Industrie zu promovieren?
Ich hoffe, dass manche von euch da Erfahrungen haben oder vielleicht ein paar Leute kennen. Für Antworten bin ich euch sehr dankbar, Liebe Grüße!
snuuki ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2020, 23:39   #2   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 15.718
AW: Karrierefrage

Die Frage kann man nicht einfach beantworten, da zu wenig Informationen. Man kann auch erst mal die Promotion an der Uni fertig machen und dann später zu dem Unternehmen in der Heimat gehen. Viele Unternehmen holen sich in den oberen Etagen eh die Leute von aussen mittels Headhuntern. Das Hochstrampeln von Innen funktioniert meistens eh nur mit Vitamin B, meine eigene Erfahrung. Und wird aber der Laden verkauft, dann werden die Seilschaften aufgelöst und man wird mit entsorgt. An der Uni hat man ein besseres Fundament.
Karriere heisst die Überschrift, da macht sich doch 2 Jahre Auslandsaufenthalt an einer ausländischen Uni doch ganz gut.
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Vena lausa moris pax drux bis totis
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.02.2020, 02:35   #3   Druckbare Version zeigen
imalipusram Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.375
AW: Karrierefrage

Im Prinzip hast Du mehrere Wege:

- Du schaust, was es an Möglichkeiten an Deiner jetzigen Uni gibt, auch außerhalb der chemischen Fakultät.
- Du suchst Dir auf diesem Planeten eine AG für die Promotion, die etwas macht, was Dich interessiert (geht besonders gut, wenn Du irgendwoher ein Stipendium bekommen kannst)
- Du erkundest, was es an internationalen Programmen gibt. Oft mit Stipendien verbunden.
- Du machst Die Promotion industrienah. zB in Zusammenarbeit mit der Firma zuhause. Auch da brauchst Du eine korrespondierende Uni. Firmen können keine Doktortitel verleihen.

mach das Ganze im nicht im Alleingang, was sagt Deine bessere Hälfte zum Thema?
__________________
I solemnly swear that I'm up to no good!
伍佰 (WuBai - Run run run!) (ein Musikvideo mit dem Bambushaus und dem imalipusram unter den Statisten)
Noch ein nettes Video (nerdy, ein LIHA-Robot)
Und so gehts hier manchmal zu (sowas Ähnliches wie Fronleichnam, hier wird TuDiGong, dem Erdgott, tüchtig eingeheizt!) Oder so (auch ungeeignet für Gefahrstoffphobiker) und so und so.
imalipusram ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.02.2020, 22:11   #4   Druckbare Version zeigen
Okay  
Mitglied
Beiträge: 30
AW: Karrierefrage

Zitat:
Zitat von Nobby Beitrag anzeigen
Karriere heisst die Überschrift, da macht sich doch 2 Jahre Auslandsaufenthalt an einer ausländischen Uni doch ganz gut.
Wieso genau?
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Alt 13.02.2020, 22:36   #5   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 15.718
AW: Karrierefrage

Weil Deutschland verstaubt ist, Auslandserfahrungen sind förderlich, da die Welt doch globalisiert ist. Die meisten Firmen sind international tätig. Wo werden heutzutage die Nobelpreise erzielt. Amiland nicht mehr Deutschland.
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
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Alt 14.02.2020, 00:31   #6   Druckbare Version zeigen
Okay  
Mitglied
Beiträge: 30
AW: Karrierefrage

Demnach zählt Auslandserfahrung (nur als Postdoc?) nur in Amerika. Ich studiere im europäischen Ausland und kann beim besten Willen keinen Unterschied zum deutschen Studium erkennen.
Auch sind nicht alle Arbeitsgruppen in Amerika so innovativ und ich denke, dass wohl die meisten Personaler nur geringe Informationen zu den Arbeitsweisen einer speziellen Arbeitsgruppe hat.

Geändert von Okay (14.02.2020 um 00:37 Uhr)
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Alt 14.02.2020, 15:23   #7   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 15.718
AW: Karrierefrage

Es geht ja nicht darum wie das Studium so ist sondern die Erfahrung und das kulturelle Umfeld.
Wenn Du im Ausland schon studierst, dann kannst Du den Punkt ja abhacken.
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
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Alt 14.02.2020, 15:51   #8   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 23.539
AW: Karrierefrage

Zitat:
Zitat von Nobby Beitrag anzeigen
Wo werden heutzutage die Nobelpreise erzielt. Amiland nicht mehr Deutschland.
das liegt aber nicht an der Qualität der Forschung sondern viel mehr an der Tatsache, dass die Anzahl der dort Forschenden riesig ist im Vergleich zu Deutschland. Bis zur Nazizeit im letzten Jahrhundert waren wir die globale Chemiker-Hochburg, was sich natürlich auch in der Quantität der Nobelpreise wiederspielgelte.
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
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Alt 14.02.2020, 16:31   #9   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 15.718
AW: Karrierefrage

Das hab ich ja auch nicht behauptet. Nur die Tatsache, das es so ist. Woran liegt es, dass in Deutschland nicht mehr so viel geforscht wird?
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.02.2020, 16:48   #10   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 23.539
AW: Karrierefrage

die USA sind für Forscher aus anderen Ländern offensichtlich attraktiver als Deutschland (oder Europa allgemein). In den Forschungsabteilungen vieler großer Firmen und an den Unis sind Namen mit asiatischem Ursprung jedenfalls sehr, sehr zahlreich, während sie hier immer noch ein Nischendasein führen. Die Sache ist aber natürlich sehr komplex und kaum mit ein paar Sätzen zu beschreiben.
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De Moines Tribune, 6 February 1955
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Alt 14.02.2020, 17:03   #11   Druckbare Version zeigen
HNIW Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.759
AW: Karrierefrage

Zitat:
Zitat von snuuki Beitrag anzeigen
... zumal es sich um einen attraktiven Arbeitgeber handelt, der allerdings aufgrund der ländlichen Lage gewisse Schwierigkeiten hat trotz seines großen Namens wirklich gute Leute anzuziehen. ....
Wie "groß" ist der Name denn? Warum nennst Du ihn eigentlich nicht?
Da es zur Zeit arbeitslose (und arbeitssuchende - das ist ja etwas anderes) Chemiker mit und ohne Doktor wie Sand am Meer gibt und auch solche, die sich von einem befristeten Arbeitsvertrag zum nächsten hangeln, kann ich diese Aussage eigentlich nicht nachvollziehen.


Die Frage ist, was Du unter Karriere verstehst, was Du vorhast und vor allem, was ein potentieller Arbeitgeber mit einem "hochexklusiven" Chemiker anfangen soll oder will. Wenn Du in einen Global Player einsteigen willst, ist so etwas für deinen beruflichen Werdegang sicher vorteilhaft oder Voraussetzung.

Aber was zum Teufel will jemand in einer dieser unzähligen 08/15 Buden mit so etwas.
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"Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen."
Kurt Tucholsky

"Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß."
Werner Heisenberg
HNIW ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.02.2020, 17:06   #12   Druckbare Version zeigen
HNIW Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.759
AW: Karrierefrage

Zitat:
Zitat von Nobby Beitrag anzeigen
... Woran liegt es, dass in Deutschland nicht mehr so viel geforscht wird?
Wahrscheinlich daran, dass hier so manches in eine verkehrte Richtung läuft....
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HNIW ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.02.2020, 17:52   #13   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 23.539
AW: Karrierefrage

Zitat:
Zitat von HNIW Beitrag anzeigen
Wahrscheinlich daran, dass hier so manches in eine verkehrte Richtung läuft....
was auch immer so ein sinnbefreiter Rundumschlag soll... .
__________________
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De Moines Tribune, 6 February 1955
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Alt 14.02.2020, 18:40   #14   Druckbare Version zeigen
HNIW Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.759
AW: Karrierefrage

Deine Beiträge mögen weniger provokant und dehnbar sein, brauchbarer sind sie sehr oft aber auch nicht....wollen wir sie suchen?
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Alt 15.02.2020, 01:29   #15   Druckbare Version zeigen
snuuki Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Karrierefrage

Zitat:
Zitat von HNIW Beitrag anzeigen
Wie "groß" ist der Name denn? Warum nennst Du ihn eigentlich nicht?
ich kann den Namen auch nennen
Es handelt sich um Symrise. In der "Aroma-Branche" ist das weltweit einer der größten Namen. Dass sie Leute suchen habe ich von einigen Bekannten gehört, die dort arbeiten. Hier und da habe ich auch schon von Leuten gehört, für die Symrise rein arbeitstechnisch eine gute Alternative war, die sich dann aber eben wegen der ländlichen Lage dagegen entschieden haben.
snuuki ist offline   Mit Zitat antworten
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