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Alt 12.08.2017, 10:23   #1   Druckbare Version zeigen
planlos23  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 51
Redoxchemie mit Komplexverbindungen

Hallo

Im Praktikum haben wird zu einer konzentrierten Kupferlösung Ammoniak gegeben entsprechend hat eine Ligandenaustauschreaktion stattgefunden. Ein Ligand verändert doch das Redox-Potential des Zentralions. Was ich mich nun frage ist:

  1. ob bei der Ligandenaustauschreaktion vom Cu-Aquakomplex zum Kupfertetraminokomplex eine Reduktion oder Oxidation am Zentralatom stattfindet. Wie findet man das heraus?
  2. Wie genau kommt die Veränderung des Redoxpotentials zustande? Was ich weiss, ist dass das Redoxpotential konzentrationsabhängig nicht aber mengenabhängig ist. Findet demnach bei der Ligandenaustauschreaktion eine Konzentrationsänderung statt?

Vielen Dank )
planlos23 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.08.2017, 12:33   #2   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 13.690
AW: Redoxchemie mit Komplexverbindungen

Es findet keine Oxidation oder Reduktion am Zentralatom statt. Es ist immer noch Cu2+. Durch die Wechselwirkungen der Liganden mit dem Zentralatom könnte dieses später durch eine Redoxreaktion leichter oder schwerer angreifbar sein. Ammoniak oder Cyanid bindet stärker als Wasser.
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis

Geändert von Nobby (12.08.2017 um 12:58 Uhr)
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.08.2017, 12:55   #3   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 19.854
AW: Redoxchemie mit Komplexverbindungen

Zitat:
Zitat von planlos23 Beitrag anzeigen
Wie genau kommt die Veränderung des Redoxpotentials zustande? Was ich weiss, ist dass das Redoxpotential konzentrationsabhängig nicht aber mengenabhängig ist. Findet demnach bei der Ligandenaustauschreaktion eine Konzentrationsänderung statt?
Zum einen verändern Liganden direkt am Zentralatom durch ihre jeweiligen Donor/
Akzeptoreigenschaften die Elektronendichte,was eine Veränderung des Redoxpotential bewirkt.Daneben gibt es die Veränderung des Redoxpotentials eimes Metalls durch Komplexierung,welche auf der Konzentrationsänderung der redoxrelevanten Spezies beruht,was sich über die Nernstgleichunh auf das Redoxpotential auswirkt(vgl. Cyanidlaugerei:http://www.chemie-biologie.uni-siegen.de/ac/hjd/lehre/bachelor/vortraege_ss07/lauterbach_cyanidlaugerei_zur_silber_und_goldgewinnung_korr.pdf ).

Fulvenus!
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Alt 12.08.2017, 15:16   #4   Druckbare Version zeigen
cg Männlich
Mitglied
Beiträge: 762
AW: Redoxchemie mit Komplexverbindungen

Hi planlos23,

das Redoxpotential ändert sich durch den Ligandentausch genauso wie bei anderen Reaktionen auch. Entscheidend ist, dass die Summe thermodynamischen Potentiale und der Wärmetönung der Reaktion gleich bleibt. Eine Änderung des Redoxpotentials ist aber nicht unbedingt mit einer Änderung der Oxidationszahl des Zentralatoms verbunden. Bei Deinem Beispiel jedenfalls nicht, wie Nobby ganz richtig angemerkt hat.
Die Komplexe verschiedener Oxidationsstufen unterscheiden sich meist gravierend in der Farbe bzw. dem Spektrum. Bei Änderung der Oxidationszahl müssten noch andere Produkte in stöchiometrischen Mengen auftreten. So, wie auch durch andere spektroskopische Methoden, die die Elektronendichte darstellen, kannst Du nachweisen, was geschieht.
Zu 2 hat Fulvenus schon erschöpfend geantwortet.

Freundliche Grüße
cg
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