Anorganische Chemie
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Anorganische Chemie Anorganik ist mehr als nur Salze; hier gibt es Antworten auf Fragen rund um die "unbelebte Chemie" der Elemente und ihrer Verbindungen.

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Alt 06.03.2013, 12:23   #1   Druckbare Version zeigen
Neon_ Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
Mineralwasser - Zubereitung von Babynahrung

Hallo an alle Chemiker,

Ich brauche im Zuge, der Vorbereitung, auf eine NWT Arbeit, Hilfe.

Das Zentrale Thema ist, wie mein Chemie-Lehrer zusagen pflegt, Dihydrogenmonoxid, Wasser akzeptiert er aber auch

Nun zu meiner Frage:
Die Aufgabe:
Erörtere, weshalb Ensinger Sport Mineralwasser für die Zubereitung von Babynahrung ungeeignet ist. Berechne die Menge destillierten Wassers, die zur Verdünnung nötig ist, bis zur Eignung des Wassers für Babys.

Wir haben dazu die Kationen und Anionen Massen auf einem Liter Ensinger Sport bekommen & ein Infoblatt über die verschiedenen Kat- und Anionen mit entsprechendem Tagesbedarfen von Babys:
Analysenauszug (mg/Liter)
Calcium 528,0 mg/l
Magnesium 124,0 mg/l
Natrium 28,8 mg/l
Kalium 6,9 mg/l
Fluorid 0,4 mg/l
Chlorid 28,9 mg/l
Sulfat 1463,0 mg/l
Hydrogencarbonat 403,0 mg/l

Ich hab jetzt nur die, mMn, relevanten Tagesbedarfe für Babys abgetippt:
0-12 Monate Calcium: 220-400 mg/Tag
0-12 Monate Magnesium: 24-60 mg/Tag
Babys/Kleinkind Sulfat: max. 240 mg/Tag(/Liter)

Bei Natrium, Kalium, Chlorid und Fluorid ist pro Liter alles noch im Grenzbereich oder weit darunter.

Meine Überlegungen bisher:
Mineralwasser ist für Babys allgemein ungeeignet, da dieses nicht so streng kontrolliert wird, wie z.B Leitungswasser & da die Mineralien den Körper "austrocknen" bzw. schädigen können, da Sie bei einem Überschuss, abführend wirken können.
Stimmt das soweit? Fehlt noch was? Würde das, in eurer Arbeit, volle Punktzahl geben?
Jetzt zum rechnerischen Teil:
Ich hab jetzt erstmal alle überschüssige Massen berechnet:
Magnesium: 64 mg/L "zu viel"
Calcium: 128 mg/L "zu viel"
Sulfat: 1223 mg/L "zu viel"

Sulfat ist somit viel zu viel enthalten:

Ich will jetzt ausrechnen, wie viel destilliertes Wasser ich dazugeben muss, dass Sulfat nur noch eine Konzentration von 240 mg/L hat.
Stimmt diese Vorüberlegung?
Wie rechne ich das aus? Ich wills selber berechnen, also bitte nur einen Tipp oder Impuls .
Neon_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2013, 13:08   #2   Druckbare Version zeigen
Neon_ Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Mineralwasser - Zubereitung von Babynahrung

ich habs jetzt doch geschafft!
Hab den Dreisatz nicht mehr ganz drauf gehabt bzw. etwas vertauscht gehabt und dann kommt natürlich Mist raus:
{\begin{array}{l}\frac{{240mg}}{L} = \frac{{1463mg}}{x}\\x = \frac{{1463mg}}{{240mg}}L\\x = 6,096L\end{array}}
Ich hab ja schon einen Liter mit 1463 mg Sulfat d.h. ich muss noch 5,1 Liter hinzugeben, damit ein Liter von dem Wasser für das Baby geeignet ist?
Neon_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2013, 13:10   #3   Druckbare Version zeigen
GeorgL Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.404
AW: Mineralwasser - Zubereitung von Babynahrung

Einen einfachen Dreisatz (in Ö. Schlussrechnung) genannt ( bzw. grafisch über die Ähnlichkeitsbeziehung - Vergrößerung ähnlicher dreiecke)
GeorgL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2013, 13:12   #4   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 11.952
AW: Mineralwasser - Zubereitung von Babynahrung

Zitat:
Zitat von Neon_ Beitrag anzeigen
d.h. ich muss noch 5,1 Liter hinzugeben, damit ein Liter von dem Wasser für das Baby geeignet ist?
ja, das stimmt.
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
chemiewolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2013, 15:10   #5   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 4.855
AW: Mineralwasser - Zubereitung von Babynahrung

Wieviel trinkt denn so ein Baby pro Tag? Ansonsten vergleichst Du Äpfel mit Birnen, wenn ich mir die Einheiten so ansehe.


Dihydrogenmonoxid? Dein Lehrer kennt wohl folgende Studie: Apfelbaum Marian,1998: Risques et peurs alimentaires. Paris: Èdition Odile Jacob
__________________
Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. (2013 Regierungssprecher Seibert)
Tiefflieger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2013, 22:24   #6   Druckbare Version zeigen
Neon_ Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Mineralwasser - Zubereitung von Babynahrung

Zitat:
Zitat von Tiefflieger Beitrag anzeigen
Wieviel trinkt denn so ein Baby pro Tag? Ansonsten vergleichst Du Äpfel mit Birnen, wenn ich mir die Einheiten so ansehe.


Dihydrogenmonoxid? Dein Lehrer kennt wohl folgende Studie: Apfelbaum Marian,1998: Risques et peurs alimentaires. Paris: Èdition Odile Jacob

Klar, Realitätsnah sind solche Aufgaben selten.
Ich bin 16, ich hoffe das das noch normal ist, sich mich nicht außerschulisch mit dem Thema "Baby" auseinandersetzen - ist trotzdem gut zu wissen, das man Mineralwasser verdünnen muss, damit es einem Baby nicht schadet - oder einfach beim Kauf darauf achtet, dass das Wasser für die Zubereitung von Babynahrung geeignet ist

Mein Lehrer ist so nen spaßvogel der gerne mal aus dem Internet kopiert - geht schnell und ist sicher richtig... DHMO ist zwar die korkte chemisch Bezeichnung - wird aber nur auf solchen Flyern benutzt, die "uns" klarmachen sollen wie schlimm wir mit unserem (süß)Wasser umgehen.
Neon_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2013, 07:46   #7   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 4.855
AW: Mineralwasser - Zubereitung von Babynahrung

Zitat:
Zitat von Neon_ Beitrag anzeigen
...ist trotzdem gut zu wissen, das man Mineralwasser verdünnen muss, damit es einem Baby nicht schadet ...
Muss man das? Ich würde niemals auf die Idee kommen, Babynahrung aus Mineralwasser, verdünnt mit destilliertem Wasser herzustellen.
Die Trinkmenge ist relevant, denn ohne diese kann man mit den gegebenen Zahlen nichts anfangen. Weiterhin ist relevant, was mit den Stoffen passiert, die über der empfohlenen Tagesdosis liegen. Sind sie schädlich oder werden sie "unbenutzt" ausgeschieden?
Gruß an den Lehrer, so wie die Aufgabe gestellt ist (wenn das was wir hier lesen können alle gegebenen Parameter sind), ist sie unsinnig und führt zu keinem vernünftigen Ergebnis. Er kann sich ja mal mit dem Umweltbeauftragten der Firma Ensinger in Verbindung setzen, vielleicht kommt dann eine vernünftige Aufgabe heraus. Bei Bedarf kann ich gerne den Kontakt herstellen, das dann aber per PN.
__________________
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Tiefflieger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2013, 08:51   #8   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 877
AW: Mineralwasser - Zubereitung von Babynahrung

Zitat:
Zitat von Neon_ Beitrag anzeigen
Meine Überlegungen bisher:
Mineralwasser ist für Babys allgemein ungeeignet, da dieses nicht so streng kontrolliert wird, wie z.B Leitungswasser & da die Mineralien den Körper "austrocknen" bzw. schädigen können, da Sie bei einem Überschuss, abführend wirken können.
Stimmt das soweit? Fehlt noch was? Würde das, in eurer Arbeit, volle Punktzahl geben?
Volle Punktzahl gibt es erst, wenn du die o.g. Behauptungen auch mit einem Verweis auf entsprechende Literaturstellen oder sogar mit Zitaten belegen kannst. Auch wenn ich den Umfang einer/s NWT (was auch immer das ist) nicht kenne, sollte das doch zum Minimum gehören.
__________________
Wissen ist gefährlich, Unwissen die Gefahr!

"Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, dass meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken."
(J.W.Goethe: Die Leiden des jungen Werther)
Kalomel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2013, 16:20   #9   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 16.124
AW: Mineralwasser - Zubereitung von Babynahrung

Zitat:
Muss man das? Ich würde niemals auf die Idee kommen, Babynahrung aus Mineralwasser, verdünnt mit destilliertem Wasser herzustellen.
Alleine schon aufgrund der zu erwartenden Mikrobiologie in käuflichem dest. Wasser würde ich doch sehr davon abraten. Dest. Wasser ist nun mal kein Trinkwasser!

Außerdem sind die Salz-Angaben bestenfalls Richtwerte. 241 mg Sulfat bringen kein Kind um, und 239 mg sind keine Garantie für ein gesundes Baby. Also bitte hier nichts auf die Goldwaage legen.
Weiterhin sind Salze ja nicht nur in Mineralwasser enthalten, sondern auch in der Nahrung. Es wäre also reichlich blödsinnig, die Mittelwerte für die Salzgehalte auf einer Mineralwasserflasche (die Werte stammen aus Monat x, Jahr y; logischerweise wird nicht jede Flasche bzw. Abfüllung auf dem Etikett spezifiziert) und ansonsten beliebige Salzgehalte zuzufüttern.

Man kann sich da natürlich das ein oder andere berechnen, der Realitätsbezug ist aus meiner Sicht allerdings nicht gegeben.
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2013, 18:42   #10   Druckbare Version zeigen
Neon_ Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Mineralwasser - Zubereitung von Babynahrung

Zitat:
Zitat von kaliumcyanid Beitrag anzeigen
Alleine schon aufgrund der zu erwartenden Mikrobiologie in käuflichem dest. Wasser würde ich doch sehr davon abraten. Dest. Wasser ist nun mal kein Trinkwasser!

Außerdem sind die Salz-Angaben bestenfalls Richtwerte. 241 mg Sulfat bringen kein Kind um, und 239 mg sind keine Garantie für ein gesundes Baby. Also bitte hier nichts auf die Goldwaage legen.
Weiterhin sind Salze ja nicht nur in Mineralwasser enthalten, sondern auch in der Nahrung. Es wäre also reichlich blödsinnig, die Mittelwerte für die Salzgehalte auf einer Mineralwasserflasche (die Werte stammen aus Monat x, Jahr y; logischerweise wird nicht jede Flasche bzw. Abfüllung auf dem Etikett spezifiziert) und ansonsten beliebige Salzgehalte zuzufüttern.

Man kann sich da natürlich das ein oder andere berechnen, der Realitätsbezug ist aus meiner Sicht allerdings nicht gegeben.
Das ist eine Schulaufgabe und soll keine Doktorarbeit sein!

Ich danke euch allen für eure Unterstützung, mein Lehrer nimmt die Beantwortung der Fragen (noch) nicht so ernst, solange man am Ende, das Zeil erreicht oder zumindest verstanden hat, um was es geht.
Inwiefern "zu viele" Mineralien schädlich sind hängt von vielen Faktoren, wie der Menge, dem Baby, der Nahrung & vom Mineralwasser selbst, ab, deswegen sollte an dieser stelle nur eine kurze Aussage der Wirkung und/oder anzutreffende Probleme aufgriffen werden.

Realitätsbezug ist in der Schule, finde ich, allgemein ein großes Problem, mr ist aber bewusst das ich Babynahrung mit Leitungswasser, sofern die Rohre nicht sehr neu oder alte Bleirohre sind herstellen kann. Sollte ich mal Vater werden, setzte ich mit damit auseinander.
Ich geh aber noch in die 10. Klasse Gym da kann mir das noch ein paar Jahre gestohlen bleiben, wenn ich Abi und Studium absolvieren werde.

Vielen Dank an alle!
Neon_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.03.2013, 08:27   #11   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 4.855
AW: Mineralwasser - Zubereitung von Babynahrung

Das Problem bei Deiner Aufgabe ist, dass Du Konzentrationsangaben [mg/l] mit Tagesdosen [mg/Tag] vergleichst. Dies ist aber ohne die Aufnahmemenge [l/Tag] nicht zulässig. Somit sind auch Deine Berechnungen nicht zulässig. Man kann viel berechnen, nur sinnvoll sollte es auch sein.
Weiterhin ist relevant, ob die genannten Inhaltsstoffe schädlich sind, oder nicht verstoffwechselt werden.
Die übliche Trinkmenge ist zwischen 500 und 800 ml/Tag. Das könnte man somit als Richtwert verwenden, wenn man unbedingt etwas berechnen möchte.
__________________
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Tiefflieger ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 08.03.2013, 09:36   #12   Druckbare Version zeigen
GeorgL Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.404
AW: Mineralwasser - Zubereitung von Babynahrung

Eine fehlende Verstoffwechslung ist auf die Dauer schädlich, weil damit ein Ionenballast angehäuft wird, der in die Gesamtbilanz der gelösten Substanzen eingeht (greift in das osmotische Gleichgewicht zwischen Zellinnengehalt und interstitieller Flüssigkeit und damit in den Blutdruck ein) und damit die Toleranzbreite für andere gelöste Substanzen (Zucker - wichtig für Energieversorgung und Aminosäuren) verringert.
GeorgL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.03.2013, 16:27   #13   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 877
AW: Mineralwasser - Zubereitung von Babynahrung

Zitat:
Zitat von kaliumcyanid Beitrag anzeigen
Man kann sich da natürlich das ein oder andere berechnen, der Realitätsbezug ist aus meiner Sicht allerdings nicht gegeben.
Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich es in der Schule gehasst habe, wenn eine Aufgabe keinen Realitätsbezug hatte. Mittlerweile kann ich jedoch einen Sinn darin erkennen, nämlich die kritischste Auseinandersetzung mit der Materie. Der Lehrer kann das ruhig locker sehen, denn diese Arbeit entwickelt sich in die richtige Richtung.

Was Du hier an Antworten, Aussagen, Kritiken etc. erhalten hast, ist eine wunderbare Grundlage dafür, das berechnete Ergebnis ausgiebig zu diskutieren, von ziemlich vielen Seiten zu beleuchten und abschließend zu beurteilen. Das ist auch der eigentliche Kern jeder wissenschaftlichen Arbeit und nicht das bloße Ermitteln eines Ergebnisses und die Feststellung, dass es über oder unter einem Grenzwert liegt.
__________________
Wissen ist gefährlich, Unwissen die Gefahr!

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(J.W.Goethe: Die Leiden des jungen Werther)
Kalomel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.03.2013, 17:29   #14   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.507
AW: Mineralwasser - Zubereitung von Babynahrung

Ich möchte eindringlich davor warnen, Mineralwasser mit "destilliertem" Wasser zu verdünnen, und dann auch noch Babynahrung daraus zu bereiten. Das "destillierte" Wasser aus dem Supermarkt ist nur entmineralisiertes Wasser, und es besteht die Gefahr einer Verkeimung (durch den Ionenaustauscher). Sterilfiltriert ist dieses Wasser nicht, es taugt nur fürs Bügeleisen oder die Autobatterie. Gerade für Säuglinge, deren Immunsystem erst noch "lernen" muss, ist eine solche Verkeimung mit riskant. Das Mineralwasser ist wahrscheinlich viel weniger verkeimt als das entionisierte Wasser aus dem Laden...Am besten ist es, gleich ein Mineralwasser mit entsprechend geringer Mineralisierung zu kaufen (das französische Evian ist gut geeignet, da auch der Nitratgehalt sehr gering ist) (Die Nahrung für meine eigenen Kinder habe ich übrigens mit Leitungswasser hergestellt).
__________________
Mein Weg hatte große Stunden,
Stöße und Schmerzen.
Mein Weg hat Gipfel und Wellentäler,
Sand und den Himmel.
Der meine oder der deine.

Mon chemin a eu ses grandes heures,
ses heurts et ses douleurs.
Mon chemin a ses sommets et ses lames de fond,
son sable et son ciel.
Mon chemin ou le tien.

Edmond Jabès, Le Livre des Questions / Das Buch der Fragen.
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.03.2013, 11:11   #15   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 16.124
AW: Mineralwasser - Zubereitung von Babynahrung

Gut, dass die mikrobiologische Problematik nochmal ausführlicher erwähnt wurde. Damit ist nicht zu spaßen...

Um meinen Beitrag noch zu ergänzen: Schulaufgaben müssen nicht unbedingt realitätsbezogen sein. Natürlich schön, wenn sie es dennoch sind. Nur sollte niemand solche Dinge dann für bare Münze nehmen.
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
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