Allgemeine Chemie
Buchtipp
Sicherer Umgang mit Gefahrstoffen
H.F. Bender
39.90 €

Buchcover

Anzeige
Stichwortwolke
forum

Zurück   ChemieOnline Forum > Naturwissenschaften > Chemie > Allgemeine Chemie

Hinweise

Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

Anzeige

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 14.11.2007, 22:45   #1   Druckbare Version zeigen
Lo  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
Empört Elektrolyse

Hallo erstmal an Alle

Ich wollte hier als Neuling gleich mal eine etwas längere Frage stellen.

Ich habe die Absicht durch Elektrolyse mit wässrigen Lösungen in verschiedene Legierungen Muster hinein zu "ätzen" (nur halt elektrochemisch). Für mich ist also die Hauptsache, dass ich das Metall aus dem Anodenmetallstück herauslöse, ob das Metall dann an der Kathode wieder fest wird ist eher unwichtig.

1. Mit Messing sollte das mit Kupfersulfat als Elektrolyt kein Problem sein. Jedoch frage ich mich welches Material als Kathode geschickt wäre (Kupfer, Edelstahl ?) und ob ich die Spannung beliebig groß einstellen kann.

2. Ist Eisensulfat als Elektrolyt für die Elektrolyse von Stahl geschickt? Welches Material eignet sich hier als Kathode (Edelstahl ?) und welche Regeln gelten für die Einstellung der Spannung?

3.Funktioniert die Elektrolyse von Edelstahl ( Eisen+Chrom+Nickel)überhaupt in wässriger Lösung? Wenn die Elektrolyse von Chrom und Nickel nicht möglich wäre, würde das Chrom und Nickel einfach beim herauslösen von Eisen (welches noch ca. dreiviertel des Edelstahls ausmacht) Edelstahlstück weg fallen oder gäbe es sichtbare Rückstände? Auch hier stellt sich wieder die Frage nach Kathodenmaterial und Spannung.

Zu 2. und 3. wäre eine Anleitung optimal, wobei das zu erwarten vielleicht etwas unverschämt ist

Ich hoffe das mir bei der Angelegenheit jemand weiterhelfen kann (und dass ich das richtige Unterforum getroffen habe ), wäre echt toll!
Lo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.11.2007, 09:11   #2   Druckbare Version zeigen
donald313 Männlich
Mitglied
Beiträge: 395
AW: Elektrolyse

Tach auch,
1) Ms auflösen
Technisch wird aus cyanidischen Lösungen vermessingt. Auflösen geht allerdings auch in Schwefelsaurer Lösung.
Dabei ist zu beachten, der Angriff geht hauptsächlich über die Säurekonzentration. Kupfersulfat dient beim Verkupfern nur als Metallionenspender um eine genügend hohe Metallkonzentration im Elektrolyten zum Verkupfern zu haben.
Aber beim Auflösen von Messing wird mehr Zink als Cu aus der Oberfläche gelöst, das nach dem elekrolytischen Ätzen eine rote Schicht (Tombak) zurückbleibt.
Spannung ca 3 - 5 Volt Stromstärke ca 1 - 3 Ampere / dm²
Kathodenmaterial am besten auch Kupfer oder Messing, zur Not Edelstahl, aber kein Eisen, das es sich sofort mit nicht haftendem Cu belegt (Ladungaustausch)
(möglich ist es aber trotzdem.
2) Eisen / Edelstahl würde ich elektrolytisch in EisenIIIchlorid-Lösung auflösen wollen.
Schwefelsäure greift Edelstahl nur bedingt an, man muß Chloride haben um einen Angriff zu bewerkstelligen, aber Vorsicht es könnte auch punktueller Lochfraß entstehen.
Galvanische Eisenabscheidung ist möglich und wurde in der früheren DDR mal angewandt zur Aufarbeitung von Werkzeugen u.ä., ist aber eigentlich ein nicht gebräuchliches Verfahren.
Da mußt du mal in der Literatur graben, was da für Elektrolyte verwendet worden sind.
Gruß
Donald
donald313 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.11.2007, 22:24   #3   Druckbare Version zeigen
Lo  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
AW: Elektrolyse

Erst mal Danke!

1. Also kann ich mir das gelöste Kupfer sparen. Bei der Säure hab ich jedoch die Befürchtung, dass sie die Tonerschicht, welche für die Mustergebung unentbehrlich ist, angreift und auflöst, so das dann kein teifes Msuter zustande kommt. Die Tonerschicht müsste aus Kunstharz, Pigmenten und Metalloxiden bestehen, da hab ich aber nicht die geringste Ahnung ob das säurebeständig ist.

2. Mit Edelstahl und Eisenchlorid werde ich es wohl einfach ausprobieren müssen, jedoch befürchte ich, dass sich sehr leicht Chlor abscheidet und beim Edelstahl das Chrom und Nickel zurückbleibt und somit das Metallstück nur "zerfressen" wird und sich keine glatte Oberfläche bildet.

Noch eine allgemeine Frage, wrum laufen eigentlich viele Elektrolysen im sauren Milieu schneller ab als im alkalischen? Wegen dem schnelleren Ladungstransport?
Lo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.11.2007, 20:22   #4   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Elektrolyse

Hi,

Alle Metalle, mit denen du arbeiten willst, bilden im Alkalischen praktisch unlösliche Hydroxide und Oxide. Beim Versuch, sie anodisch in Lauge zu lösen bildet sich einfach eine mehr oder weniger kompakte Oxid-, bzw. Hydroxidschicht, die je nach Metall und Beschaffenheit passivierend wirkt und so das darunter liegende Metall sogar vor weiterer Korrosion schützen kann.

Gruss, freechemist
  Mit Zitat antworten
Anzeige
Anzeige


Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Elektrolyse marrude Physikalische Chemie 2 20.07.2011 09:22
Elektrolyse - Warum kann bei Elektrolyse von Natriumchlorid kein Natrium entstehen? robson Schwerpunktforum: Stöchiometrie und Redoxgleichungen 9 03.03.2007 12:31
Darstellung von Ozon durch Elektrolyse, (Elektrolyse von Wasser) Tovan Physikalische Chemie 2 14.08.2006 11:27
Darstellung von Ozon durch Elektrolyse, (Elektrolyse von H2S04) Jady Physikalische Chemie 0 18.12.2005 02:35
Elektrolyse Zek Anorganische Chemie 2 05.06.2004 12:45


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:19 Uhr.



Anzeige