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Alt 05.11.2007, 19:49   #1   Druckbare Version zeigen
dastefan  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
S/W-Film belichten und entwickeln

Hallo zusammen!
Wir schreiben morgen einen Test, aber ich habe das noch nicht wirklich verstanden. Ist es ok, wenn ich es so schreibe, wie ich es verstanden habe und ihr verbessert mich dann? Also:
Beim Belichten fällt Licht auf die AgCl-Kristalle in der Gelatine. Dadurch dehnen sich die Silber-Ionen aus und der Kristall kriegt Risse (Jetzt kommt der Teil, den ich am wenigsten verstanden habe), jetzt trennen sich irgendwie Ag und Cl, das Cl löst sich in der Gelatine, auf den Ag-Atomen bilden sich Ag-Keime. Und beim Entwickeln kommt der Entwickler an die Keime und mit der Zeit schwärzt sich dann das Silber, wenn man es rechtzeitig rauszieht, sieht man dann ein Bild (ein Negativ).
Ihr seht, ich blicke nicht wirklich durch. Wie funktioniert das wirklich ( vor allem der Teil, was passiert wenn Licht auf die AgCl-Kristalle fällt)
Viele Grüße
Stefan

edit: achja, fixieren hatte ich vergessen, aber das könnt ihr mal außer Acht lassen)
dastefan ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 05.11.2007, 22:20   #2   Druckbare Version zeigen
Auwi Männlich
Mitglied
Beiträge: 9.766
AW: S/W-Film belichten und entwickeln

Im Prinzip liegst Du schon richtig.
AgCl oder AgI sind lichtempfindlich. Bei Lichteinfall wird aus Ag+ metallisches Ag gebildet.
Beim "Entwickeln" wird ausgehend von diesen Keimen umliegendes Ag+ zu Ag reduziert. Wenn man lange genug entwickeln würde, würde alles Ag+ zu Ag werden.Resultat wäre eine schwarze Platte.
Wenn man aber diese Reduktion zu Ag rechtzeitig stoppt, dann bleiben unbelichtete Stellen noch Silberfrei und teilweise belichtete nur wenig geschwärzt.
Damit dieser Zustand dann ins Negativ gerettet werden kann, muß "Fixiert" werden, d.H. das noch vorhandene intakte AgCl muß herausgelöst werden, damit es nicht mehr zu Ag reduziert werden kann.
Auwi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2007, 22:39   #3   Druckbare Version zeigen
dastefan  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: S/W-Film belichten und entwickeln

Zitat:
Zitat von Auwi Beitrag anzeigen
Im Prinzip liegst Du schon richtig.
AgCl oder AgI sind lichtempfindlich. Bei Lichteinfall wird aus Ag+ metallisches Ag gebildet.
Beim "Entwickeln" wird ausgehend von diesen Keimen umliegendes Ag+ zu Ag reduziert. Wenn man lange genug entwickeln würde, würde alles Ag+ zu Ag werden.Resultat wäre eine schwarze Platte.
Wenn man aber diese Reduktion zu Ag rechtzeitig stoppt, dann bleiben unbelichtete Stellen noch Silberfrei und teilweise belichtete nur wenig geschwärzt.
Damit dieser Zustand dann ins Negativ gerettet werden kann, muß "Fixiert" werden, d.H. das noch vorhandene intakte AgCl muß herausgelöst werden, damit es nicht mehr zu Ag reduziert werden kann.
Vielen Danke schonmal für die Antwort, aber was bei Lichteinfall passiert ist mir noch nicht ganz klar. So wie ich das verstanden habe, bekommt AG+ ein Elektron dazu und wird dadurch zu Ag. Dadurch wird es aber größer und somit kriegt das Ionengitter aus Ag+und Cl-Risse. Löst sich jetzt das komplette Cl-in der Gelatine und auf dem Ag bilden sich Keime? Oder wird im Ionengitter gar nicht das komplette Ag+zu Ag sondern es bilden sich nur Ag-Keime um das eigentliche Ag+ (jetzt alles noch beim Belichten)? Und später wird dann durch den Entwickler das Ag+ zum Teil zu Ag? Und die Keime bringen nur, dass der Entwickler sozusagen "erkennt", welche Ag+ Teile belichtet wurden?
Ich weiß, viele (wahrscheinlich dumme) Fragen, aber ich verstehe das einfach nicht so 100%ig
Wenn sich nochmal jemand Zeit nehmen würde, wäre das sehr, sehr nett!
Viele Grüße
Stefan
dastefan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2007, 15:00   #4   Druckbare Version zeigen
Auwi Männlich
Mitglied
Beiträge: 9.766
AW: S/W-Film belichten und entwickeln

Das mit dem Dickerwerden des Ag-Atoms und den Rissen in der Gelatine kannst Du vergessen.Die freigesetzten Silberatome sind selbst die Keime für weitere Reduktioonsreaktionen.Theoretisch entsteht ja mit jedem Ag Atom auch ein Chloratom. Das findet aber aufgrund seiner Reaktionsfreudigkeit in der Gelatine und weiteren Umgebung was, womit es abreagieren kann. Durch die reine Belichtung entstehen sowenig Ag-Atome, daß man sie mit dem Auge garnicht sehen kann.Man spricht von einem "latenten" (verborgenen) Bild,welches erst durch den Entwickler sichtbar wird,weil von diesen Keimen (Ag-Atomen) die weitere Reduktion sich ausbreitet.
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