Allgemeine Chemie
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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 30.10.2007, 15:18   #1   Druckbare Version zeigen
8armed  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 291
Orbitale, MO

Ich bin da nicht ganz sicher, ob ich das richtig verstanden habe:

Nehmen wir als Beispiel das Molekül Methan CH4

Das C ist hier sp3 substituiert, sprich, dass das doppelt besetzte
2s-Orbital und das je einfach besetzte Orbital 2px und 2py des C-Atoms (Ordnungszahl = 6) 4sp-Orbitale bilden, sodass die Bindungslängen zwischen dem C und den 4H alle gleich sind!

Nun, wenn ich das richtig verstehe, "verschmilzt" je ein sp-Orbital des C-Atoms mit dem 1S1 Orbtial eines H-Atoms und bilden zusammen ein Sigma-Molekülorbital!

Also kurz: 4sp-Orbitale des C Atoms + 4 mal 1s1 Orbital des H Atoms bilden zusammen 4 Sigma-Molekülorbitale!

Stimmt das so?

Vielen Dank für eure Hilfe!
8armed ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2007, 15:33   #2   Druckbare Version zeigen
miez Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.034
AW: Orbitale, MO

Aus Brown, LeMay, Chemie:
Vielleicht beantwortet das die Frage.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg sp3.jpg (133,4 KB, 17x aufgerufen)
miez ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2007, 15:40   #3   Druckbare Version zeigen
8armed  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 291
AW: Orbitale, MO

OK! Ist es aber richtig, dass diese sp3-Hybridorbitale nun mit den 1s Orbitalen der H-Atome zu Sigma-Molekülorbitalen hybridisieren?

Also sozusagen:

1. Zuerst (nicht zeitlich) hybridisieren die s- und p-Orbitale des C-Atoms zu sp3-Orbitalen.

2. Die sp3 Orbitale hybridisieren wiederum mit den s-Orbitalen der H-Atome zu Sigma-Molekülorbitale.

Stimmt das so?
8armed ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2007, 15:51   #4   Druckbare Version zeigen
Paleiko Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.210
AW: Orbitale, MO

Hybridisieren bezieht sich begrifflich meines Wissens nach eher auf das Mischen von AOs. Das Ausbilden von MOs würde ich nicht so nennen. Aber ob die Begriffe tatsächlich klar getrennt werden, kann ich nicht sagen.
Paleiko ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 30.10.2007, 16:02   #5   Druckbare Version zeigen
8armed  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 291
AW: Orbitale, MO

OK, mag sein... dies wäre dann eine "reine Difinitionssache"...

Es geht mir mehr darum, dass ich damit richtig liege, dass sozusagen 2 Mal eine Hybridisierung, oder eine "Verschnmelzung" (oder wie auch immer...) stattfindet. Obwohl ich mir natürlich bewusst bin, dass die ganze Orbital-Theorie nur ein Modell darstellt...
8armed ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2007, 16:11   #6   Druckbare Version zeigen
miez Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.034
AW: Orbitale, MO

Zitat:
OK! Ist es aber richtig, dass diese sp3-Hybridorbitale nun mit den 1s Orbitalen der H-Atome zu Sigma-Molekülorbitalen hybridisieren?

Also sozusagen:

1. Zuerst (nicht zeitlich) hybridisieren die s- und p-Orbitale des C-Atoms zu sp3-Orbitalen.

2. Die sp3 Orbitale hybridisieren wiederum mit den s-Orbitalen der H-Atome zu Sigma-Molekülorbitale.

Stimmt das so?
Ja. Ich würde aber auch das zweite Hybridisieren weglassen:
2. Die sp3 Orbitale bilden mit den s-Orbitalen der H-Atome Sigma-Molekülorbitale.
miez ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2007, 16:11   #7   Druckbare Version zeigen
Paleiko Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.210
AW: Orbitale, MO

Na ja MOs sind schon ne ganz brauchbare Beschreibung. Was eher als Modell abgetan werden kann sind Hybridorbitale bzw. die Darstellung von MOs durch AOs.
Paleiko ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2007, 17:47   #8   Druckbare Version zeigen
Paleiko Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.210
AW: Orbitale, MO

Kommt jetzt drauf an, wie man MO hier versteht. Ich meinte eher, dass ein MO grundsätzlich ein guter Ansatzpunkt ist - wie man dieses MO dann gestaltet (Berechnung, Darstellung...) ist ja eine ganz andere Frage.

Die Annahme von Molekülorbitalen halte ich deswegen für brauchbarer oder sinnvoller, weil Hybridorbitale ihre Berechtigung soweit ich das sehe ja eher aus dem "es funktioniert" als einer tatsächlichen inhaltlichen Begründung erhalten.
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