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Alt 02.10.2007, 07:13   #1   Druckbare Version zeigen
Carlito022 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
elektrolytisches Vernickeln

Ich habe in einem Versuch einen Messingstab elektrolytisch Vernickelt und danach die Stromausbeute berechnet. Diese lag mit ca. 45% deutlich unter 100%, kann mir jemand sagen warum das so ist?

Danke

mfg Karl
Carlito022 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.10.2007, 07:58   #2   Druckbare Version zeigen
vincent_vega Männlich
Mitglied
Beiträge: 302
AW: elektrolytisches Vernickeln

Hi,

ja kann ich, falsch gerechnet.
Nein im Ernst ich müsste die Zusammensetzung deines Elektrolyten kennen, aber ich kann mir vorstellen das der pH-Wert zu tief ist damit wird das Potential der Wasserstoffabscheidung edler und es wird vermehrt Wasserstoff anstelle von Nickel abgeschieden, ist aber nur ein möglicher Fehler.

mfG
HCN
vincent_vega ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.10.2007, 12:00   #3   Druckbare Version zeigen
Carlito022 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: elektrolytisches Vernickeln

Das Galvanisierbad besteht aus 15g Nickel(II)-sulfat, 3g Nickel(II)-chlorid, 1.8g Borsäure in 50ml Wasser gelöst und mit 5ml 1 mol/l Schwefelsäure versetzt und mit Wasser auf 90ml aufgefüllt.

Es haben sich dann Bläschen gebildet, das könnte der Wasserstoff gewesen sein.

Was kann ich tun um die Stromausbeute zu erhöhen?
Carlito022 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.10.2007, 10:02   #4   Druckbare Version zeigen
Carlito022 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: elektrolytisches Vernickeln

Das Galvanisierbad besteht aus 15g Nickel(II)-sulfat, 3g Nickel(II)-chlorid, 1.8g Borsäure in 50ml Wasser gelöst und mit 5ml 1 mol/l Schwefelsäure versetzt und mit Wasser auf 90ml aufgefüllt.

Es haben sich dann Bläschen gebildet, das könnte der Wasserstoff gewesen sein.

Was kann ich tun um die Stromausbeute zu erhöhen?
Carlito022 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.10.2007, 18:49   #5   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: elektrolytisches Vernickeln

Eine Nickel-Anode verwenden. Dadurch gelangt dauernd neues Ni2+ in Lösung, und der Elektrolyt verarmt weniger schnell an gelöstem Nickel.
Zudem: Die Überspannung zur Wasserstoffabscheidung ist an Nickel-Oberflächen wesentlich kleiner, als an Messing, d.h., je mehr Oberfläche des Messingstabes mit Nickel belegt ist, desto besser wird die Wasserstoffabscheidung ermöglicht.
Weitere mögliche Massnahme: Mit zunehmender Vernickelung die Stromstärke reduzieren. Potentiostatisch (beim Abscheidepotential von Nickel) fahren, statt galvanostatisch (mit konstanter Stromstärke).

Gruss, freechemist
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Alt 16.10.2007, 08:43   #6   Druckbare Version zeigen
donald313 Männlich
Mitglied
Beiträge: 396
AW: elektrolytisches Vernickeln

Hi,

Grundlage Nickelbad (Stichwort Watt´scher Elektroly)

70 g/l Ni aus Nickelsulfat u. -chlorid
10 - 13 g/l Chlorid (gesamt)
40 g/l Borsäure

Anode Nickel (Verhältnis zur beschichteten Oberfläche ca. 2 : 1)

Temp: 55°C

pH 4,2 - 4,5 mit Accusäure einstellen

Stromdichten ca 3 - 4 Ampere / dm² Dezimeter² (10 x 10 cm)

Spannung stellt sich ein zwischen 2 - 8 Volt Gleichstrom (wichtig ist aber der Strom, nicht die Spannung)

Badbewegung durch starkes Rühren oder Lufteinblasung

Läuft wie geschmiert

Wasserstoffentwicklung bei:

zu wenig Bewegung, zu niedrigem pH, zu hohem pH, zu hohem Strom, zu kalt.

Gruß

Donald
donald313 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.01.2009, 15:59   #7   Druckbare Version zeigen
Master Männlich
Mitglied
Beiträge: 12
AW: elektrolytisches Vernickeln

Zitat:
Zitat von donald313 Beitrag anzeigen
Hi,

Grundlage Nickelbad (Stichwort Watt´scher Elektroly)

70 g/l Ni aus Nickelsulfat u. -chlorid
10 - 13 g/l Chlorid (gesamt)
40 g/l Borsäure

Anode Nickel (Verhältnis zur beschichteten Oberfläche ca. 2 : 1)

Temp: 55°C

pH 4,2 - 4,5 mit Accusäure einstellen

Stromdichten ca 3 - 4 Ampere / dm² Dezimeter² (10 x 10 cm)

Spannung stellt sich ein zwischen 2 - 8 Volt Gleichstrom (wichtig ist aber der Strom, nicht die Spannung)

Badbewegung durch starkes Rühren oder Lufteinblasung

Läuft wie geschmiert

Wasserstoffentwicklung bei:

zu wenig Bewegung, zu niedrigem pH, zu hohem pH, zu hohem Strom, zu kalt.

Gruß

Donald
Hi

ich wollte gerne VA Schrauben und eisen Schrauben vernickel wie muss ich die Werkstoffe vorbehandeln.

anschließend wollte ich das ganze noch vergolden.

hast du da ahnung von.
Master ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.01.2009, 16:07   #8   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: elektrolytisches Vernickeln

Ich bin kein Experte in Galvanik, aber ich habe immer eine Schülerübung durchführen lassen, bei der es um die Berechnung der Avogadrokonstante ging nachdem die Masse des abgeschiedenen Ni an der Kathode bestimmt worden ist. Da die Methode ziemlich gute Werte lieferte, muss die Stromausbeute ja ziemlich nahe an 100%gelegen haben.
Der Elektrolyt war wässrige NiSO4 Lösung mit Natriumcitrat als Komplexbildner drin. Die genaue Zusammensetzung müsste ich nachschlagen.
Es wurden immer sehr gut haftende Nickelschichten auf einer Cu Elektrode erhalten.

lg
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2009, 16:48   #9   Druckbare Version zeigen
donald313 Männlich
Mitglied
Beiträge: 396
AW: elektrolytisches Vernickeln

Hi,
jau, ich hab Ahnung.
VA-Teile müssen eien Ni-strike-schicht bekommen, sonst fällt die Glanznickelschicht wieder runter.
Ni-Strike = NiCl2 in Salzsaurer Lösung.
Alle Teile natürlich vorher gut entfetten, spülen, beizen, dekapieren etc.

Näheres im:
www.Galva-Projekt.de
ein Forum für Galvaniker, aber auch für Laien.

Auch dort bin ich unter donald313 zu finden.

Gruß
donald
donald313 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2009, 20:36   #10   Druckbare Version zeigen
Master Männlich
Mitglied
Beiträge: 12
AW: elektrolytisches Vernickeln

Zitat:
Zitat von donald313 Beitrag anzeigen
Hi,
jau, ich hab Ahnung.
VA-Teile müssen eien Ni-strike-schicht bekommen, sonst fällt die Glanznickelschicht wieder runter.
Ni-Strike = NiCl2 in Salzsaurer Lösung.
Alle Teile natürlich vorher gut entfetten, spülen, beizen, dekapieren etc.

Näheres im:
www.Galva-Projekt.de
ein Forum für Galvaniker, aber auch für Laien.

Auch dort bin ich unter donald313 zu finden.

Gruß
donald

danke dir für die kleine hilfe.

was verstehst du unter beizen und dekapieren was muss ich überhaupt machen.

kann ich auch eine Nickelsulfat elektrolyt nehmen.
Master ist offline   Mit Zitat antworten
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