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Alt 04.09.2007, 17:23   #1   Druckbare Version zeigen
dwol  
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Beiträge: 37
Achtung Mein Refarat bitte auf richtigkeit überprüfen!

Hallo ich muss ein Refarat über Klopffestigkeit halten und wollte fragen ob ihr mal kurz drüber lesen könnt und nachschauen könnt ob das sachlich richtig ist!
Ich ahbe mir gedacht das ich erst den Ottomotor erklähre und dann die Klopffestigekit und dann was noch dazugehört.
--------------------------------
Ottomotor (4 Takter)

1. Takt, Ansaugen: Das Einlassventil öffnet sich und es wird ein Gemisch aus Benzin und
Sauerstoff in die Brennkammer eingeführt.
2. Takt, Verdichten: Der Kolben verdichtet das Benzin Sauerstoff Gemisch mit einer Aufwärtsbewegung des Kolbens.
3. Takt, Arbeiten: Das verdichtete Gemisch wird mit Hilfe eines Zündfunken aus der Zündkerze zum explodieren gebracht. Der Kolben wird wieder nach unten gedrückt.
4. Takt, Ausstoßen: Die bei der Explosion entstandenen Abgase werden nun durch ein Ventil aus der Brennkammer abgeführt.

Klopffestigkeit

Die Klopffestigkeit ist eine Eigenschaft des Benzins nicht unkontrolliert durch Selbstentzündung zu verbrennen (Klopfen).Je höher die Klopffestigkeit ist umso ruhiger und kontrolliert läuft der Motor. Die Klopffestigkeit wird bei Benzin durch die Octanzahl ermittelt.

Octanzahl
Die Oktanzahl ist ein Maß für die Klopffestigkeit von Benzin. Die Octanzahlen gehen von
0 – 100 wobei 100 die beste Octanzahl ist. Der Octanwert gibt an wie viel Isooctan
(2,2,4-Trimethylpentan, C8H18) prozentual in einem Benzingemisch vorhanden ist.Zum Beispiel wenn die Octanzahl 80 ist dann würde das bedeuten das das Benzingemisch aus 80% Isooctan und z.B. 20% n-Heptan besteht.

Antiklopfmittel

Antiklopfmittel sind Zusätze für Benzin die die Klopfneigung (=Neigung zur unkontrollierter Selbstentzündung) durch Erhöhung der Octanzahl herabsetzen. Früher wurde dazu Blei (Tetraethylblei) benutzt Heute ist das verboten da das Blei den Katalysator unwirksam gemacht hat und die Schadstoffe so in die Luft entweichen konnte. Heutzutage wird Methyl-tert-butylether(MTBE) und Ethyl-tertiär-butylether(ETBE) Verwendet. Nach heutigem stand des Wissens ist MTBE ein Krebserregender Stoff der sich vor allem im Trinkwasser nachweisen lässt. Des weiterem wird auch noch ETBE als Antiklopfmittel verwendet der ähnliche Eigenschaften wie MTBE aufweist.

Antiklopfmittel:
Tetraethylblei (C8H20Pb)
Methyl-tert-butylether (MTBE) (C5H12O)
Ethyl-tertiär-butylether (ETBE) (C6H14O)
dwol ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2007, 17:46   #2   Druckbare Version zeigen
baltic Männlich
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Beiträge: 1.468
AW: Mein Refarat bitte auf richtigkeit überprüfen!

Zitat:
Die Oktanzahl ist ein Maß für die Klopffestigkeit von Benzin. Die Octanzahlen gehen von
0 – 100 wobei 100 die beste Octanzahl ist. Der Octanwert gibt an wie viel Isooctan
(2,2,4-Trimethylpentan, C8H18) prozentual in einem Benzingemisch vorhanden ist.Zum Beispiel wenn die Octanzahl 80 ist dann würde das bedeuten das das Benzingemisch aus 80% Isooctan und z.B. 20% n-Heptan besteht.
Das stimmt nicht! Die Octanzahl sagt nichts über die Zusammensetzung des Benzins aus; es ist ja auch nicht nur Isooctan oder n-Heptan enthalten. Die Octanzahl sagt nur etwas über die Klopffestigkeit aus. Wenn also ein Benzingemisch die Octanzahl 95 hat, heißt das nur, dass es sich (was die Klopffestigkeit angeht) verhält wie ein Gemisch aus 95% Isooctan und 5% n-Heptan!

Zitat:
Heute ist das verboten da das Blei den Katalysator unwirksam gemacht hat und die Schadstoffe so in die Luft entweichen konnte.
Zu der Zeit, wo verbleites Benzin die Regel war, gab es flächendeckend noch keine Katalysatoren.
Heute ist das dennoch ein Problem, weil auch "bleifreies" Benzin noch Blei enthält. Dieses wirkt in der Tat als Katalysatorgift und setzt dem Kat auf längere Sicht durchaus zu.

Lg, baltic

--
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Alt 04.09.2007, 17:57   #3   Druckbare Version zeigen
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AW: Mein Refarat bitte auf richtigkeit überprüfen!

Zitat:
Die Octanzahlen gehen von
0 – 100 wobei 100 die beste Octanzahl ist.
Könnte man meinen, weil es sich ja aus der Definition so ergeben würde. Es gibt aber meines Wissens nach auch Treibstoffe, die noch klopffester sind. In der Formel 1 wird Benzin mit einer Oktanzahl > 100 verwendet.
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Alt 04.09.2007, 18:00   #4   Druckbare Version zeigen
baltic Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.468
AW: Mein Refarat bitte auf richtigkeit überprüfen!

Zitat:
Zitat von deniro990
In der Formel 1 wird Benzin mit einer Oktanzahl > 100 verwendet.
Das überrascht eigentlich... Haben die da nicht 20 bis 30 Prozent Cuban mit drin in ihrem Treibstoff? Dass das nicht zur Selbstzündung führt...

Lg, baltic
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Alt 05.09.2007, 00:33   #5   Druckbare Version zeigen
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AW: Mein Refarat bitte auf richtigkeit überprüfen!

Zitat:
Haben die da nicht 20 bis 30 Prozent Cuban mit drin in ihrem Treibstoff?
Laut http://www.motorsport-total.com/f1/news/2002/10/Das_Lebenselixier_der_Formel_1_02100401.html scheinbar nicht...

Zitat:
Das Rennbenzin - in Verbindung mit dem erforderlichen Setup des Motors für eine gewisse Leistungssteigerung verantwortlich - unterscheidet sich nicht aufgrund chemischer Bestandteile, sondern lediglich durch deren Zusammensetzung. [...] Das verwendete Benzin entspricht weitestgehend üblichem Super-Tankstellensprit, muss bleifrei sein und hat nur wenige leistungsfördernde Zusätze.
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Alt 05.09.2007, 01:41   #6   Druckbare Version zeigen
baltic Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.468
AW: Mein Refarat bitte auf richtigkeit überprüfen!

Ich muss zugeben, dass ich momentan keine belastbare Quelle zur Hand habe, die die Verwendung von Cuban als Zusatz für Treibstoffe in der Formel 1 unterstützt.

Ich kann nur auf drei Punkte verweisen:
1. Dein Zitat widerspricht meiner These nur bedingt:
Zitat:
Zitat von motorsport-total.com
Das verwendete Benzin entspricht weitestgehend üblichem Super-Tankstellensprit
Zitat:
Zitat von motorsport-total.com
hat nur wenige leistungsfördernde Zusätze
2. Im Wikipedia-Artikel zu Wikipedia reference-linkCuban heißt es:
Zitat:
Zitat von Wikipedia
Durch den 90-Grad Winkel speichert Cuban viel Energie in dieser Bindung, daher kann es als hochenergetischer Treibstoff oder Sprengstoff verwendet werden
3. In alten Schulzeiten kam die Verwendung von Cuban als Treibstoffzusatz mal in einer Chemie-Leistungskursklausur vor. Ich weiß nicht, wo mein Lehrer diese Information her hatte. Der Einführungstext vor der eigentlichen Aufgabe lautete:
Zitat:
Zitat von LK-Klausur
Cuban ist ein in der Natur nicht vorkommender Feststoff mit der Summenformel C8H8 und schmilzt bei 130°C. Einer italienischen Arbeitsgruppe der Firma Agip (Italien) ist es in den letzten Jahren gelungen, einen Spezialtreibstoff für Rennwagen zu entwickeln. Die Forscher entdeckten, dass eine Benzinlösung, die ca. 30 Gew.-% Cuban enthielt, einen höheren Brennwert besitzt als herkömmliches Benzin, d.h. ein Motor liefert mit dem neuartigen Sprit rund fünf Prozent mehr Leistung. Vor dem Hintergrund des derzeitigen hohen Ölpreises lässt sich somit der Spritverbrauch bei gleicher Leistung um 5 Prozent senken.
Ich muss zugeben, dass die "Formel 1" nicht explizit erwähnt wird. Andererseits vermute ich nicht, dass solch teure Forschungen für zweit- oder drittklassige Rennen finanziert werden...

Lg, baltic
baltic ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.2007, 09:24   #7   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Mein Refarat bitte auf richtigkeit überprüfen!

Also ich denke mal, 30% Cuban sind wohl etwas viel...dass es zu kleineren Teilen drin ist, kann man natürlich nicht ausschließen. Solche Firmen wie Shell, etc. betreiben da einen hohen Aufwand und werden uns wohl nicht ihre Firmengeheimnisse verraten.

Dennoch lohnt sich ein Blick ins aktuelle, offizielle technische FIA-Regelwerk:

http://argent.fia.com/web/fia-public.nsf/39E391A1F91A7175C125732900338A8C/$FILE/05F1_TECHNICAL_REGULATIONS.pdf?Openelement

(Artikel 19 - ab Seite 52 - ist hierbei von Belang)

btw: Wie ging denn die Aufgabe weiter?
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Alt 11.09.2007, 01:14   #8   Druckbare Version zeigen
baltic Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.468
AW: Mein Refarat bitte auf richtigkeit überprüfen!

Zitat:
btw: Wie ging denn die Aufgabe weiter?
Das war recht unspektakulär:

-- Stellen Sie die Reaktionsgleichung für die vollständige Verbrennung von Cuban auf!
-- Erklären Sie, warum die Forscher eine Lösung von Cuban in Benzin und nicht den Reinstoff Cuban verwendeten! Berücksichtigen Sie auch das Löslichkeitsverhalten der beteiligten Stoffe!
-- Beschreiben Sie die Bindungsverhältnisse im Cuban-Molekül mithilfe des Orbitalmodells. Gehen Sie hierbei insbesondere auf die Hybridisierungszustände der Kohlenstoffatome und Bindungswinkel sowie Bindungslängen ein.
-- Erklären Sie ausführlich die Tatsache, dass Cuban einen deutlich höheren Brennwert besitzt als handelsübliches Benzin! Benutzen Sie hierzu die aus dem Unterricht bekannten Fachtermini!

Zitat:
Dennoch lohnt sich ein Blick ins aktuelle, offizielle technische FIA-Regelwerk
Es gibt natürlich auch noch Rennwagen jenseits der Formel 1, z.B. diese Wüstenvehikel, die mit Wahnsinnsgeschwindigkeiten geradeaus fahren... Mein Wissen darüber ist aber mehr als dürftig
baltic ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2007, 17:45   #9   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Mein Refarat bitte auf richtigkeit überprüfen!

Zitat:
Es gibt natürlich auch noch Rennwagen jenseits der Formel 1, z.B. diese Wüstenvehikel, die mit Wahnsinnsgeschwindigkeiten geradeaus fahren...
Ja, ich kann mir auch vorstellen, dass diese Dragster so'n Zeug drin haben...aber die ursprüngliche Frage - wenn die Formel 1-Autos das drin haben sollten, warum klopft es dann nicht - ist damit nicht beantwortet.
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