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Alt 27.07.2007, 12:35   #1   Druckbare Version zeigen
Juxreal Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 17
Na "freie" Faltenfilter ?

Hi, mal eine gaaaanz andere Frage. Kennt jemand bei VWR Na-freie ( oder extrem arme) Faltenfilter. Ich blicke da noch nicht so ganz durch. Welche denn nun Natrium-frei sind ( Natrium wird mit Bestimmt .

Wäre nett wenn da einer Hilfe drauf weiß. Ich habe schon gestöbert aber dazu so nichts gefunden. Fließverhalten etc. Asche aber nicht Natrium.


Danke
Juxreal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.07.2007, 12:57   #2   Druckbare Version zeigen
Edgar Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
AW: Na "freie" Faltenfilter ?

'Frei' istt immer ein relativer Begriff, denn es kommt darauf an, mit welcher Empfindlichkeit und Präzision du messen willst.
Wnn ein Filter aschefrei ist, enthält er auch keine Na-Verbindungen - im Rahmen dessen, was halt doch noch an Restasche bleibt, das wird angegeben und kann als Anhaltspunkt dienen.
Edgar ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 27.07.2007, 22:23   #3   Druckbare Version zeigen
rettich Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.304
Blog-Einträge: 1
AW: Na "freie" Faltenfilter ?

Ansonsten Blindwert einer ausreichenden Anzahl Filter durchführen.
mfg : rettich
rettich ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.07.2007, 14:15   #4   Druckbare Version zeigen
bahrmann  
Mitglied
Beiträge: 40
AW: Na "freie" Faltenfilter ?

Hi,

Filterpapiere sind nun mal durch den Häcksler gedrehte Bäume oder sonstige Cellulose aus Pflanzen (Baumwolle?) Darum findest Du in cellulosehaltigen Filtern immer das halbe PSE aber mindestens die üblichen Hauptnährstoffe N, P, K, sowie die mehr oder weniger essentiellen Elemente Na, Mg, Ca, Fe, Mn, Cu, Zn, Si, S, ... bis hin zu As und Pb.

Ich habe schon diverse Filterpapiere, Hartfilterpappen, Filterflocken, Glasfaserfilter und auch Membranfilter auf ihre Blindwerte an verschiedenen Elementen und Ionen untersucht. Es gibt kein wirklich "sauberes" Produkt. Leider habe ich bei meinen Recherchen feststellen müssen, dass die Hersteller wie Schleicher & Schuell (jetzt Whatman), Machery Nagel und Whatman selber keine Ahnung haben, was so in ihren Papiere drinnen steckt. Teilweise waren die Bezeichnungen in den Katalogen sogar gegensätzlich zu den gemessenen Gehalten. Ein "säuregewaschenes Filterpaier für die Spurenalaytik" hatte wesentlich höhere Werte als einfache "Blauband-Filter" der selben Marke.

Den Unterschied zwischen qualitativen und quantitativen Filter muss ich ja wohl nicht erklären.
Für Elemente wie Na würde ich in Richtung der Hartfilterpappen (Stichwort Nassfest)suchen. Das sind Filter aus besonders intensiv gebleichter und gereinigter Cellulose, die so fein ist, dass sie eigentlich schon beim Anschauen zerfällt. Darum wird sie durch Polymerzusätze (Bindemittel) verstärkt.

Bei der Bestimmung der Blindwerte des Filterpapiers solltest du unbedingt bedenken, dass du die echten Bedingungen beim Filtrieren der Proben so gut wie möglich simulieren musst. Dein Lösungsmittel sollte die selbe Konzentration haben, wie in der realen Probe nach der Extraktion. Die Laufzeit bzw. Kontaktzeit des Blindwertes sollte mit der der Probe vergleichbar sein. Wenn die Probe zusätzlich zum Lösungsmittel große Mengen an Kationen freisetzt, solltest du das in einem zusätzlichen Versuch ausprobieren (Stichwort Kationenaustauschkapazität, KAK).
Je nach dem, was du untersuchst, solltest Du auch bedenken, dass ein säuregewaschenes Filterpapier beachtlichen Einfluss auf den pH-Wert des Filtrats haben kann.
Um die Verwirrung komplett zu machen, sei noch angemerkt, dass Filterpapiere auch selektiv einzelne Kationen aus dem Lösungsmittel entfernen können, die dort als Blindwert enthalten sind (wieder KAK).

Das perfekte Filterpapier habe ich bisher auch nicht gefunden. Für bodenkundliche Analytik verwenden wir häufig Machery Nagel 1640d (preiswert). Whatman 540 und 542 sind auch relativ sauber aber teurer. Die geringsten Blindwerte haben wir in Acylat-gebundenen Glasfaserfiltern von Sartorius gefunden. Die sind aber richtig teuer und auch nur als Filterplatten zu bekommen.

Wenn Dein Versuch und Dein Budget es zulässt, solltest Du versuchen Deinen Filter vorab mit großen Mengen (einige Liter) Reinstwasser zu waschen. Danach mit dem verwendeten Lösungsmittel 2-3 mal durchspülen und danach das erste Aliquot der Probe filtrieren und verwerfen.
Alternativ kannst Du Deine Filter (nur nassfeste) auch mehrere Stunden bis Tage im verwendeten Lösungsmittel einlegen.


Ich hoffe das hilft Dir weiter,
Peter
bahrmann ist offline   Mit Zitat antworten
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