Allgemeine Chemie
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Alt 14.10.2002, 11:13   #1   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Frage Farbgebung

Hi, da ich mich grad etwas mehr mit Pigmenten befassen muß (Deko-Entwicklung), wollt ich ma wissen ob ihr wißt wie die farbe bei organischen bzw. anorganischen Pigmenten zustande kommt?
Also das mit Absorption /Refelktion ist mir ja klar, aber wenn dann da was steht von Elektronen-sprüngen von d x- nach s x-Orbital
wie die Aussehen bzw. wo die sind weiß ich ja noch aber was die mit dem Licht machen.... ka

PS: Ich meine Farbpigmente und keine weißpigmente

Geändert von Rufio (14.10.2002 um 11:19 Uhr)
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Alt 14.10.2002, 14:05   #2   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.539
Stichwort: Charge-Transfer-Komplexe, z.B. beim Berliner Blau, diversen Chromaten ...
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Alt 14.10.2002, 16:47   #3   Druckbare Version zeigen
Godwael Männlich
Moderator
Beiträge: 12.173
Blog-Einträge: 12
Naja, im Grunde ist das immer noch das gleiche: Licht einer bestimmten Frequenz wird absorbiert, wenn irgendwelche Elektronen genau diesen Energiebetrag aufwenden müssen, um in einen energetisch höheren Zustand zu gelangen. Die Unterschiede liegen darin, um was für Zustände es sich bei Grund- und angereten Zustand handelt.
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Gruß,
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Alt 14.10.2002, 19:08   #4   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Der Farbstoff/das Pigment absorbiert einen Teil des Lichtspektrums, aus dem Rest bastelt das Gehirn die Farbe zusammen, die wir sehen. Absorbiert das Pigment rotes Licht, sehen wir es grün (Komplementärfarbe) etc..

War hier vor nicht allzulanger Zeit schonmal Thema.

Gruß,
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Alt 14.10.2002, 21:23   #5   Druckbare Version zeigen
Adam Männlich
Moderator
Beiträge: 8.039
@Rufio

Bei Anorganischen Pigmenten Oxide ..etc..führt man wohl die Farbigkeit meistens zurück auf:

1. d->d Übergänge in Komplexen
2. Radikalionen z.B.: S3-
3. intramolekulare Elektronenübergänge.


http://www.chemie.tu-freiberg.de/~boehme/lehre/pigmente/pigmente1.html


Bei Org. Pigmenten...hm..Übergänge von freien oder Pi-Elektronen.

http://www.gymtamsweg.salzburg.at/10_Homepages/Spez2002/schweiger/nat%C3%BCrliche%20organische%20Pigmente.htm


.
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Alt 14.10.2002, 22:24   #6   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
@Rufio

Solltest Du anwendungstechnische Tipps brauchen, kannst Du mich gern fragen - gehört zu meinem täglichen Brot.

Gruß,
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Alt 15.10.2002, 08:31   #7   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
Kann man bei den organischen Pigmenten eigendlich genau sagen was die Farbgebung hervorruft?

Warum haben organische Pigmente fast immer eine sehr intensive Farbgebung?
Und die anorg. einen eher matten/erdigen Ton.

Sehr viel organische Farbstoffe haben ja die
R-N=N-R funktion drin, dazu wurde mal eine Studie durchgeführt die bewiesen haben soll, das diese Gruppe im Körper zu Krebseregenden Stoffen umgewandelt werden...
Hat wer den Link bzw. ein Auszug der Studie?
Was ist an dieser Funktion so besonders?
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Alt 15.10.2002, 09:45   #8   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Zitat:
Originalnachricht erstellt von Rufio
Kann man bei den organischen Pigmenten eigendlich genau sagen was die Farbgebung hervorruft?

Warum haben organische Pigmente fast immer eine sehr intensive Farbgebung?
Und die anorg. einen eher matten/erdigen Ton.

Sehr viel organische Farbstoffe haben ja die
R-N=N-R funktion drin, dazu wurde mal eine Studie durchgeführt die bewiesen haben soll, das diese Gruppe im Körper zu Krebseregenden Stoffen umgewandelt werden...
Hat wer den Link bzw. ein Auszug der Studie?
Was ist an dieser Funktion so besonders?
Die Gründe für die Farbigkeit der organischen Pigmente sind die gleichen wie bei anorganischen Pigmenten, nämlich Elektronenübergänge.

Bei weitem nicht alle anorganischen Pigmente haben einen erdigen Ton. So haben z. B. Bleichromatpigmente oder Cadmiumsulfidpigmente einen sehr brillanten Farbton.

Die Azogruppe wird im Körper in aromatische Amine umgewandelt, die häufig krebserregend sind.

Gruß,
Franz
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Alt 15.10.2002, 11:16   #9   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Zitat:
Originalnachricht erstellt von FK


Bei weitem nicht alle anorganischen Pigmente haben einen erdigen Ton. So haben z. B. Bleichromatpigmente oder Cadmiumsulfidpigmente einen sehr brillanten Farbton.

Gruß,
Franz
Diese Pigmente von denen du redest sind ja in der Kosmetik irrelevat...
Sorry die hab ich überdacht stimmt natürlich.

Es werden ja in der Komsmetik von den Anorg. Pigmenten hauptsächlich Eisenoxide und Schichtsilikate (die haben auch eine starke färbung) eingesetzt....

Kann ich mir das bei den Elektronen so vorstellen wie Flammenfärbung (AES / AAS), nur das eben das ganze Molekül "springt", oder sind das dort bestimmte Gruppen, Funktionen die diese "Sprünge" tun?
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Alt 15.10.2002, 13:00   #10   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Bei der Flammenfärbung haben wir Übergänge in Atomorbitalen, bei Pigmenten in Molekelorbitalen.

Natürlich sind die erwähnten Schwermetallpigmente nicht für Kosmetika geeignet (und auch sonst nicht mehr gern gesehen).
Brillant ist z. B. auch Bismutvanadat (angeblich ungiftig) und Ultramarin.
Es gibt auch Mengen von trüben organischen Pigmenten, aber die nimmt man nicht (mehr), da es Bessere gibt....

Welche Schichtsilicate meinst Du?

Gruß,
Franz
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Alt 15.10.2002, 13:46   #11   Druckbare Version zeigen
Adam Männlich
Moderator
Beiträge: 8.039
Zitat:
Welche Schichtsilicate meinst Du?

Schichtsilikate als Pigmente...hm...


Ich kenne da nur relevante Gerüstsilikate..Franz erwähnte schon Ultramarine..



.
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Adam ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2002, 08:22   #12   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Ich meine Natrium-Aluminium-X Schichtsillikate, sind so kräftig blau, den genauen Frabton-namen weiß ich jetzt net...

werd später mal die Summen bzw. Strukturformel posten
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Alt 16.10.2002, 09:39   #13   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Du meinst Ultramarin. Die Färbung rührt von S2--Ionen und Homologen her. Gibts auch in Grün und violett.

M. W. hat Ultramarinblau eine zeolithartige Struktur, ist also kein Schichtsilicat.

Gruß,
Franz
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Alt 16.10.2002, 14:08   #14   Druckbare Version zeigen
Adam Männlich
Moderator
Beiträge: 8.039
Zitat:
...ist also kein Schichtsilicat.

Sondern ein Gerüst bzw. Tectosilikat.



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