Allgemeine Chemie
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Alt 13.10.2002, 12:35   #1   Druckbare Version zeigen
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ich brauche alles über aluminium

Hi.. da wir in der schule jetzt sowas machen, brauche ich wohl auch sowas! Also, ich muss ein Referat über Aluminium halten wo eben vorkommen muss, wofür es verwendet wird, was daran besonderes ist usw. .. einfach alles.. wäre echt lieb wenn ihr mir weiter helfen würdet.. gar nicht so einfach darüber was zu finden irgendwie! achja, und wenn ihr internet adressen wisst, wo man sowas doch nachlesen kann, bitte auch dazu schreiben! unser pauker ist einbissl alt und hält nichts davon, nichts zu haben!

also, danke im vorraus!

RoMi86
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Alt 13.10.2002, 12:42   #2   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Na, das Web ist sicher voll von Informationen....

Lassen wir mal den Römpp sprechen:

Zitat:

Aluminium

(Symbol Al). Metall. (Erdmetall) chem. Element aus der 3. Gruppe u. der 3. Periode des Periodensystems; Ordnungszahl 13, Wertigkeit 3 (sehr selten 1), Atomgew. 26,98154. Natürliches Al besteht ausschließlich aus dem einzigen stabilen Isotop 27, daneben sind radioakt. Isotope 24Al-31Al mit HWZ im Sekundenbereich (außer 26Al mit 720000a) bekannt. Al ist silberweiß u. krist. kub. flächenzentriert, D. 2,702 (Leichtmetall), Schmp. 660,37°C, Sdp. 2467°C; Al-Pulver (nicht phlegmatisiert) ist an Luft selbstentzündlich; MAK 6mg Feinstaub/m3; WGK0. Al ist ein guter Leiter für Wärme (l=2,1–2,32W/cmK) u. elektr. Strom (ƒ=34–38m/Wmm2); die Höchstwerte gelten jeweils für 99,98%iges Al. Für elektr. Leiter werden neben dem E-Al (>99,5% Al) Sonderleg. verwendet, die aufgrund ihres Gehaltes an Fe (<0,8%) u.a. Zusätzen bei kaum verminderter Leitfähigkeit bessere mechan. Eigenschaften aufweisen.

Obgleich Al ein sehr unedles Metall ist (es steht in der Spannungsreihe zwischen Mangan u. Magnesium), ist es gegen Sauerstoff u. Luftfeuchtigkeit viel unempfindlicher als z.B. Fe. Die Korrosionsbeständigkeit des Al beruht auf einer wenige Mol.-Lagen dicken, harten, zusammenhängenden, durchsichtigen Oxid-Schicht, die sich z.B. auf frisch angeritztem Al an der Luft u. im Wasser schon in wenigen s bildet. Die Schutzschicht ist zunächst nur wenige Zehntel nm dick, wächst in einem Monat auf 5–10nm an u. bleibt dann fast unverändert, selbst wenn man längere Zeit auf 400°C erwärmt. Erst bei 450–500°C wächst die glasartige Oxid-Schicht weiter, ihre Dicke kann z.B. bei zweistündigem Erhitzen auf 550°C von 5 auf über 20nm zunehmen. Al ist weich- u. hartlötbar in Ggw. von Flußmitteln, im Vak. od. unter Schutzgas. Das Verhalten von Al in wäss. Medien ist vom pH-Wert des Elektrolyten abhängig. Die schützende Oxidschicht ist im pH-Bereich zwischen 4,5 u. 8,5 weitgehend unlöslich. Von Blei-Salzen, Bromwasserstoffsäure, Eisenchlorid, Flußsäure, Iod-Tinktur, Kalilauge, Kupfer-Salzen, Natronlauge, Nickel-Salzen, Phosphorsäure, Quecksilber-Salzen, Salzsäure, Schwefelsäure, Silber-Salzen, Soda, Zink-Salzen u. Zinn-Salzen wird Al angegriffen; frisch hergestelltes, schutzschichtfreies Al-Pulver auch von Wasser u. niederen Alkoholen. Dagegen ist es unempfindlich gegen Al-Salze, ether. Öle, Benzin, Benzol, Bier, Fette, Fixiersalz, Glycerin, Harze, Kaliumpermanganat, Lacke, Petroleum, (kalte) Salpetersäure u. die meisten Lebensmittel.

Physiologie: Der menschliche Körper enthält 50–150mg Al; der größte Teil der täglich aufgenommenen Al-Menge (10–40mg) geht unresorbiert in den Kot über. In den menschlichen Geweben liegen die Konz. an Al im allg. zwischen 0,004 u. 0,5mg pro 100g Gewebe. Für die Leber wurden Werte von 0,16mg/100g u. für das Herz 0,056mg/100g gefunden. Al u. im Kontakt mit Lebensmitteln entstehende Al-Verb. gelten generell als toxikolog. unbedenklich, doch sollen hohe Al-Gehalte in der Nahrung (Schweinefleisch enthält 0,07–0,185mg Al u. Rindfleisch 0,1–0,8mg Al/100g) die Arteriosklerose fördern u. den Phosphat-Stoffwechsel stören können. Über mögliche Beeinträchtigungen von Gehirnfunktionen bei Langzeitbehandlung mit Aluminiumhydroxid s. Lit. . Metall. Al ist als kosmet. Färbemittel zugelassen, u. einige seiner Verb. fungieren aufgrund adstringierender u.ä. Effekte als Antihidrotika. Zusätze von Al-Salzen zum Wasser zögern das Welken von Schnittblumen hinaus .

Analytik: Man glüht die Al-Salze flüchtiger Säuren an der Luft (Bildung von Al2O3), befeuchtet das Al2O3 mit wenig Kobaltnitrat-Lsg. u. glüht wieder, wobei sog. Cobaltblau entsteht. Spuren von Al in Lsg. (pH 5–7) erkennt man (selbst neben Beryllium) an der grünen Fluoreszenz, die nach Zusatz einer alkohol. Lsg. von Morin auftritt. In der quant. Analyse wird Al als Oxidhydrat ausgefällt; dieses glüht man u. wiegt das entstandene Al2O3. Mehr od. weniger spezif. wirkende Al-Reagenzien (s. dort) sind Aurintricarbonsäure-Ammoniumsalz, Alizarin, Eriochromcyanin R, 8-Hydroxychinolin, Chloranilsäure, Chinalizarin, Kupferron u.a., vgl. dazu Lit. ; über mikroanalyt. Verf. s. Lit. . Über spektrophotometr. Bestimmungen von Al neben Beryllium s. Lit. , u. zu potentiometr. Bestimmungen von Al mittels Fluorid-Elektroden s. Lit. .

Vork.: Etwa 8,13% der 16km dicken Erdkruste bestehen aus Al. Dieses ist somit das bei weitem häufigste Metall unseres Lebensraumes u. nach Sauerstoff u. Silicium das dritthäufigste Element der Erdkruste vor dem Eisen. Wegen seiner starken Affinität zum Sauerstoff findet man es allerdings nie gediegen, sondern stets in Form seiner Verbindungen. Al ist in vielen Feldspäten (z.B. K[AlSi3O8] = Orthoklas, Na[AlSi3O8] = Albit, Ca[Al2Si2O8] = Anorthit) u. Glimmern (z.B.KAl2[AlSi3O10](OH,F)2 = Muskovit, CaAl2[Al2Si2O10](OH)2 = Margarit) u. ihren Verwitterungsprodukten, den Tonen, in großem Umfang enthalten. Türkis ist bas. Al-Phosphat, das durch Cu-Sulfat blau bis grün gefärbt ist. Korund ist Al2O3; rot durch Cr2O3 als Rubin, blau durch V2O5 (od. TiO2?) als Saphir, in dichter Masse als Schmirgel.

Das für die Al-Gewinnung bei weitem wichtigste Mineral ist der von Eisenoxiden meist rötlich gefärbte Bauxit, der in der Hauptsache aus einem Gemenge aus Aluminiumhydroxid-Mineralen (vorwiegend Böhmit) besteht. Größere Lager von Bauxit (quant. Angaben s. dort) befinden sich in Südosteuropa, Frankreich, Jamaika, Guayana, Surinam, Dominikan. Republik, USA, Brasilien, GUS-Staaten, China, Indien u. Indonesien; über die größten Vorräte verfügen Guinea u. Australien. Die BRD besitzt nur geringe Vorkommen. Von den anderen Al-Mineralen wie Alunit, Anorthit, Nephelin, Kaolin u. den Tonen macht man zur Al-Gewinnung kaum Gebrauch, u. Kryolith, dessen Vorräte auf Grönland weitgehend erschöpft sind, gewinnt man heute synthetisch.

Herst.: Diese erfolgt fast ausschließlich durch Elektrolyse einer Lsg. von Aluminiumoxid in geschmolzenem Kryolith (Na3[AlF6]). Das verwendete Aluminiumoxid muß sehr rein sein, deshalb zerfällt die Herst. des Al in zwei Arbeitsgänge, nämlich die Gewinnung von reinem Aluminiumoxid u. die eigentliche Elektrolyse. Zunächst werden die Bauxit-Brocken nach dem 1892 patentierten Bayer-Verf. (des Österreichers K. J. Bayer) zerkleinert, getrocknet, zu feinem Pulver zermahlen u. in Autoklaven od. als sog. Rohraufschluß im Durchlauf durch Einwirkung konz. Natronlauge in Na-Aluminat umgewandelt, wobei die Oxide des Fe, Si, Ti usw. ungelöst bleiben (sog. Rotschlamm). Aus der Na-Aluminat-Lsg. scheidet sich nach Impfen, Abkühlung unter 90°C u. beim Verdünnen mit Wasser krist. Hydrargillit (vgl. Aluminiumhydroxide) aus. Dieser wird bei 1200–1300°C völlig entwässert (calciniert, s. Calcinieren), wobei man Drehrohröfen od. Wirbelschichtöfen benutzt. Statt Bauxit könnten auch Kaoline u.a. Tone aufgeschlossen werden, doch sind noch keine wirtschaftlich konkurrenzfähigen Verf. entwickelt worden.

Das trockene Al2O3 wird nun mit der ca. 10–20fachen Menge an synthet. Kryolith (wirkt als Lsm. u. erniedrigt den Schmp. von 2050°C auf 950–970°C) vermischt u. in Elektrolysezellen durch Gleichstrom zerlegt (4–5V, 80000–150000A, 950°C). Das flüssige Al (D. 2,34) sammelt sich auf dem Boden der mit Kohle ausgekleideten, als Kathode dienenden Wanne unter der vor Rückoxid. schützenden Schmelze (D. 2,15). Die als Anode wirkenden Kohleelektroden (Blockanoden od. Söderberg-Elektroden) werden allmählich durch den freiwerdenden Sauerstoff zerstört: 2Al2O3+3C ® 4Al+3CO2 u. Al2O3+3C ® 2Al+3CO.

Durch laufenden Ersatz verbrauchten Elektrodenmaterials läßt sich der – nach den unabhängig voneinander arbeitenden Erfindern auch Hall-Heroult-Verf. genannte – Prozeß kontinuierlich gestalten. Zur Gewinnung von 1t Hütten-Al (99,5–99,8%ig) benötigt man 4t Bauxit (gibt 2t Al2O3), 0,5t Elektroden, 0,05t Kryolith, 42GJ (zur Al2O3-Herst.) u. 13,5MWh (zur Elektrolyse). Demgegenüber wurden zur Zeit der ersten elektrolyt. Verf. mit Elektrolyseöfen von ca. 10000A Stromaufnahme (1890) noch ca. 40MWh verbraucht. Inzwischen sind Elektrolysezellen mit 250000A entwickelt, u. auch durch bessere Meth. des Bauxit-Aufschlusses, z.B. im Rohr statt im Autoklaven (VAW-Verf. s. Lit. ), läßt sich die Al-Herst. rationeller gestalten.

Eine erhebliche Belastung des Bayer-Verf. ist der zwangsweise Anfall des Rotschlamms, dessen Zusammensetzung im Trockenzustand lautet: 10% Glühverlust, 15–28% Al2O3, 24–25% Fe2O3, 3–11% TiO2, 5–20% SiO2, 5–12% Na2O, 1–3% CaO. Rotschlamm fällt in Mengen von 0,5–1,5t/t Al2O3 an. Trotz neuerer Nutzungsmöglichkeiten als Mauerziegel, Gasreinigungsmassen, Flockungsmittel, Bodenverbesserungsmittel, Flußmittel für die Stahlherst. od. Füllstoff für bituminöse Straßenbaumaterialien wird der weitaus größte Teil dieses Abfallproduktes nach wie vor deponiert. Die bei der Kryolith-Elektrolyse nachteilige Emission des pflanzentox. Fluors wurde durch verbesserte Verf. der Abgasreinigung beträchtlich vermindert; gleichzeitig werden damit Al-Fluorid u. Kryolith für den Prozeß zurückgewonnen. Für eine energiegünstigere u. umweltfreundlichere Al-Produktion wurden in den 70er Jahren das Alcoa-Verf. der Elektrolyse von AlCl3 (aus Al2O3 u. Cl2, das wiedergewonnen werden kann) u. das Toth-Verf. der Red. von AlCl3 mit Mn (entstehendes MnCl2 wird in MnO2 u. Cl2 umgewandelt, u. beide wandern in den Prozeß zurück) entwickelt. Gegenüber dem Hall-Héroult-Verf. haben sie jedoch bisher keine prakt. Bedeutung erlangt.

Für manche Zwecke reicht die Reinheit des Hütten-Al von 99,5–99,8% nicht aus. Es muß deshalb einer weiteren elektrolyt. Raffination unterworfen werden. Durch Zonenschmelzen kann Al mit einer Reinheit von > 99,999% hergestellt werden. Al-Schrott wird durch Umschmelzen elektrolyt. gereinigt u. als Sekundär- od. Umschmelz-Al in die Produktion zurückgeführt.
Im weichgeglühten Zustand weist Al eine sehr hohe Bruchdehnung auf; es kann durch Walzen zu Folien bis 0,004 mm durch Hämmern zu Blatt-Al bis 0,0004 mm Dicke verarbeitet werden. Alle bei Metallen üblichen Umform-Verf. sind anwendbar, insbes. Strangpressen (warm), Drücken u. Kaltfließpressen. Da Al ein ziemlich weiches Metall ist, schmiert es beim Spanen. Die Mindestfestigkeit von Halbzeug aus Rein-Al liegt je nach Werkstoffzustand zwischen 40 u. 160 N/mm2. Bei der Al-Oberflächenbehandlung kann man folgende Verf. unterscheiden: Mechan. Verf. (Schleifen, Polieren, Bürsten, Strahlen mit Al-Strahlmitteln), chem. Beiz- u. Ätzbehandlung mit Laugen u. Säuren, chem. u. elektrolyt. Polieren (Einwirkung von spezif. Glänzlsg. mit od. ohne elektr. Strom meist vor der anod. Oxid.), Verstärkung der natürlichen Oxid-Schicht durch chem. od. elektrochem. Verf. (z.B. anod. Oxid.), Aufbringen sonstiger anorgan. (Emaillierung) od. organ. Schichten (Kunststoffbeschichtung, Anstriche), Walz- u. Gießplattieren von Al auf Stahlband od. von anderen Metallen auf Al, galvanotechn. Aufbringung edlerer Metalle, Metall-Spritzverf. zur Auftragung von Metallen, Leg. od. Metalloxiden, Anw. spezif. Färbemethoden. Von den erwähnten Verf. haben die der Herst. bzw. Verstärkung von Oxid-Schichten (Schichtdicke 0,2–2nm) die größte Bedeutung. Die chem. Verf. machen Gebrauch von Chromat- u./od. Phosphat-Lsg. (s. Chromatieren, Phosphatieren). Bekannte, z.T. gesondert behandelte Prozesse sind die Alodine-, Granodine-, Bonder-, Alrok-, MBV-, Pylumin-, EW-, LW-Verfahren. Noch vielgestaltiger sind die Meth. zur Erzeugung von 10–25mm dicken Oxid-Überzügen durch anodische Oxidation, hier im allg. Anodisieren genannt. Als Elektrolyte benutzt man im allg. Schwefel- od. Oxalsäure (vgl. Eloxal-Verfahren), ferner Chromsäure od. Maleinsäure; letztere u. Metall-Salzlsg. dienen bes. zur Farbanodisation. Die erzeugten Schichten müssen, da sie mikroporös sind, „verdichtet“ werden, was man durch Einwirkung siedenden Wassers od. 100°C heißen Dampfes erreicht. Eloxierte Al-Bleche lassen sich mit Enzymen, z.B. Urease „beschichten“ (vgl. Lit. ).

Verw.: Unlegiertes Al kommt als Hütten-Al, als Rein-Al u. als Reinst-Al in den Handel. Hütten-Al dient zur Herst. von Halbzeug, Guß- u. Knet-Leg. (s. Aluminium-Legierungen). Al ist das wichtigste Leichtmetall u. wird in der Technik sehr vielfältig eingesetzt, z.B. als Profil, Rohr, Blech od. Schmiedestück für Apparate, Armaturen u. Behälter für die chem. u. die Nahrungsmittel-Ind. u. Metallwaren, in Form von Draht für elektr. Leitungen, in Form von Folien als Verpackungsmittel u. Isoliermaterial auch in der Elektro-Ind., als Pulver für rostschützende Anstriche, zur Herst. von Sprengstoffen u. in der Feuerwerkerei, als Grieß zur aluminotherm. Gewinnung von Metallen (s. Aluminothermie), als Granulat zur Desoxid. bei der Stahlherst., als Schwamm in Fahrzeugen zur Absorption von Stoßenergie. Durch Aufdampfen von Al im Hochvak. werden Spiegel für opt. Instrumente erzeugt. Verbundwerkstoffe mit Al-Matrix kommen für einen künftigen Einsatz im Verkehrswesen in Betracht. Über die Entwicklung faserverstärkter Al-Werkstoffe s. Lit. . Bes. Bedeutung haben Aluminium-Legierungen, die wegen ihres geringen spezif. Gew. vielfältigen Einsatz v.a. im Flugzeugbau u. in der Kraftfahrzeug-Ind. finden. Die Verb. des Al haben unterschiedliche techn. Bedeutung, u.a. als Flockungsmittel, Adsorbentien, Hydrophobierungsmittel, Füllstoffe u. Verdickungsmittel sowie einige in Schweißverhütungsmitteln; die Aluminium-organischen Verbindungen sind Bestandteile von Polymerisationskatalysatoren.

Wirtschaft: Die Haupteinsatzgebiete des Al in der BRD waren 1994: Verkehrswesen (18,0%), Bauind. (13,5%), Verpackungsind. (6,4%), Maschinenbau (5,9%), Eisen- u. Stahlind. (3,6%), Elektrotechnik (3,4%), Haushaltswaren (2,6%). Der Verbrauch an Hütten- u. Umschmelz-Al belief sich im Jahre 1994 weltweit auf 28,2Mio.t; die Hüttenproduktion betrug 19,1 u. die Schrottverwertung erreichte 6,7Mio.t.
Haupterzeugerländer für Hütten-Al (in Mio.t) waren die USA (3,299), die ehemalige UdSSR (3,014), Kanada (2,255), VR China (1,446), Australien (1,311), Brasilien (1,185), Norwegen (0,857), Venezuela (0,584), BRD (0,505). Die Bauxit-Reserven werden auf 27,75Mrd.t geschätzt . Nähere statist. Daten s. Lit. . Die größten Al-Produzenten (nach Herst.-Kapazität) sind Alcan, Alcoa, Reynolds, Pechiney, Kaiser u. Alusuisse; vgl. Lit. . Eine Marktprognose bis zum Jahr 2000 findet sich in Lit. .

Geschichte: Der Name Al ist von latein.: alumen = Alaun abgeleitet; er wurde von Sir H. Davy geprägt, der sich vergebens um die Herst. bemüht hatte. Unreines Al erhielt erstmals Oersted 1825, reines F. Wöhler 1827, der AlCl3 mit Kalium reduzierte. Das techn. Verf. der Red. von NaCl·AlCl3 mit Na, nach dem von 1855 bis 1890 alles Al (ca. 200t) hergestellt wurde, stammt von Deville (1854). Das auch heute noch praktizierte Elektrolyseverf. wurde 1886 von dem Franzosen Paul-Louis-Toussaint Heroult (1863–1914) u. dem Amerikaner Charles Martin Hall (1863–1914) unabhängig voneinander entwickelt.

Lit.: 1N. Engl. J. Med. 294, 184 (1977); Science 197, 1187 (1977). 2Naturwiss. Rundsch. 28, 404ff. (1975). 3Organische Reagenzien für die Spurenanalyse, S.15–30, Darmstadt: Merck 1975. 4Chem. Labor Betr. 26, 144ff. (1975). Mikrochim. Acta 1962, 194ff. 5Anal. Chem. 37, 704 (1965). 6Anal. Chem. 41, 855 (1969); 42, 110 (1970). 7Chem. Tech. (Heidelberg) 7, 71–76 (1978); Chem. Labor Betr. 28, 445ff. (1977). 8Angew. Chem. 89, 761f. (1977). 9Metall 41, 590–599 (1987). 10Chemical Economics Handbook, 702.1000C, Menlo Park: SRI Internationale 1993. 11Primary Aluminium Smelters and Producers of the World, Düsseldorf: Aluminium-Verl. lfd. ergänztes Verzeichnis. 12Metall 41, 1161f. (1987). 13Metallstatistik 82, 8–15, 71–83 (1995); European Aluminium Statistics Düsseldorf: Aluminium-Verl. (jährlich).

allg.: Aluminium-Merkblätter. Aluminium-Taschenbuch, 3. datenaktualisierter Druck 1988 ï Grjotheim u. Welch, Al-Smelter Technology (2.) 1987 ï Hegmann, Handwerkliche Bearbeitung von Aluminium (5.) 1987 ï Hübner u. Speiser, Die Praxis der anod. Oxidation des Al, (4.) 1987 ï Lewis (Hrsg.), Environmental Chemistry and Toxicology of Aluminum, Chelsea, Mich.: Lewis Publishers 1989. – Monographien, Forschungsberichte u.a. alle Düsseldorf: Aluminium-Verlag. – ferner: Aluminium Industry, Energy Aspects of Structural Change, Paris: OECD 1983 ï Gmelin, Syst.-Nr.35 ï Hommel, Nr.224 ï Kirk-Othmer (4.) 2, 184–345 ï McKetta 3, 1–133 ï Merian, Metalle in der Umwelt, S.301–308, Weinheim: Verl. Chemie 1984 ï Misra Industrial Alumina Chemicals, ACS-Monograph No.184 Washington DC: ACS 1986 ï Ullmann (5.) A1, 267ff.; A11, 326 ï Winnacker-Küchler (4.) 6, 235–301 ï s.a. Leichtmetalle. – Zeitschriften u. Serien: Aluminium, Düsseldorf: Aluminium-Verl. (seit 1919) ï Light Metals, New York: The Metallurg. Soc. AIME (jährlich) ï Revue de l'Aluminium, Paris (seit 1924) ï World Aluminum Abstracts, New York: Aluminum Assoc. (seit 1963).


E aluminium (GB), aluminum (USA)
F aluminium
I alluminio
S aluminio
Z 760110-20
CAS 7429-90-5


Quelle: Römpp Lexikon Chemie – Version 2.0, Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag 1999

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Alt 13.10.2002, 12:45   #3   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
danke, hast mir echt weitergeholfen! drucke ich jetzt nur noch schnell aus und ab aufschreiben )

schönen sonntag noch
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