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Alt 11.06.2007, 12:10   #1   Druckbare Version zeigen
Semiramis  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 3
Wasserstoffbrückenbindungen beim HF

Hallo!

Ich habe eine Frage bezüglich der Wasserstoffbrückenbindungen zwischen HF-Molekülen.

Der Fluor besitzt ja 3 freie Elektronenpaare, deshalb müsste es doch theoretisch 3 Wasserstoffbrücken zu benachbarten H-Atomen ausbilden können, wie z.B. das Wasser, das zwei freie Elektronenpaare besitzt und auch dementsprechend viele Bindungen ausbilden kann.

Allerdings zeigen die Bilder in meinen Büchern, dass der Fluor jeweils nur eine Wasserstoffbrücke zu einem benachbarten H-Atom ausbilden kann, aber nirgends steht warum.

Weiß vielleicht irgendjemand warum das so ist?

lg

Semiramis
Semiramis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2007, 14:55   #2   Druckbare Version zeigen
rai69 Männlich
Mitglied
Beiträge: 341
AW: Wasserstoffbrückenbindungen beim HF

http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?p=360389

Afaik gibt es HF bis zum Hexameren, sonst wäre der Siedepunkt auch nicht so hoch.
Vermutung: deine Bücher sind schludrig geschrieben...

Edit:
noch dümmere Vermutung: deine Bücher zeigen gar keine WBB, sondern nur die H-F-Bindung...
rai69 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2007, 15:37   #3   Druckbare Version zeigen
Semiramis  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 3
AW: Wasserstoffbrückenbindungen beim HF

Das mit den Hexameren hab ich auch gewusst; allerdings beantwortet das nicht meine Frage.

Trotzdem Danke für deine Antwort!

Um nochmal auf meine Frage zurückzukommen:
Ich hab mir halt nur gedacht, dass wenn ein Wassermolekül mit seinen beiden H-Atomen und den zwei freien Elektronenpaaren insgesamt vier WBB mit anderen Wassermolekülen eingehen kann, dann wäre das doch theoretisch auch für HF und Ammoniak möglich.

Jetzt hab ich allerdings in der Zwischenzeit ein bisschen weiter recherchiert und bin auf folgendes Ergebnis gekommen:
HF kann deshalb nur zwei WBB (eine vom H-Atom und eine vom F-Atom aus) mit anderen HF-Molekülen eingehen, weil einfach zu wenige H-Atome vorhanden sind, d.h. auf drei freie Elektronenpaare kommt ein H-Atom. Es geht also zahlenmäßig einfach nicht auf (wie auch beim Ammoniak).

lg

Semiramis
Semiramis ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 11.06.2007, 16:04   #4   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 13.696
AW: Wasserstoffbrückenbindungen beim HF

Zitat:
Zitat von Semiramis Beitrag anzeigen
Hallo!

Ich habe eine Frage bezüglich der Wasserstoffbrückenbindungen zwischen HF-Molekülen.

Der Fluor besitzt ja 3 freie Elektronenpaare, deshalb müsste es doch theoretisch 3 Wasserstoffbrücken zu benachbarten H-Atomen ausbilden können, wie z.B. das Wasser, das zwei freie Elektronenpaare besitzt und auch dementsprechend viele Bindungen ausbilden kann.

Allerdings zeigen die Bilder in meinen Büchern, dass der Fluor jeweils nur eine Wasserstoffbrücke zu einem benachbarten H-Atom ausbilden kann, aber nirgends steht warum.

Weiß vielleicht irgendjemand warum das so ist?

lg

Semiramis
Wasser bildet eigendlich auch nur eine zusätzliche Wasserstoffbrücke. Siehe H3O+. Ein H4O2+ gibt es nicht.

Bei HF bildet sich eben das H2F+ das isoelektronisch mit dem neutralen Wassermolekül ist. Das Molekül ist gewinkelt und Fluor als auch Sauerstoff sind sp3 hybridisiert. Auch würden mehr H Liganden die Oktettregel verletzen.
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2007, 17:00   #5   Druckbare Version zeigen
Semiramis  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 3
AW: Wasserstoffbrückenbindungen beim HF

Soll das heißen, dass die Oxoniumionen entstehen, wenn WBB zwischen Wassermolekülen gebildet werden. Denn ich hab immer gedacht sie entstehen durch Protonenübertragungen, z.B. Autoprotolyse des Wassers.

Oder ist das jetzt beides dasselbe?

Außerdem bildet das Wassermolekül laut der Bilder in meinem Buch vier WBB zu benachbarten Wassermolekülen aus (durch die zwei freien Elektronenpaare und die beiden H-Atome).
Semiramis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2007, 18:11   #6   Druckbare Version zeigen
zweiPhotonen  
Mitglied
Beiträge: 7.407
Blog-Einträge: 122
Gegenfrage

Hallo,
Zitat:
Zitat von Semiramis
Allerdings zeigen die Bilder in meinen Büchern, dass der Fluor jeweils nur eine Wasserstoffbrücke zu einem benachbarten H-Atom ausbilden kann, aber nirgends steht warum.
Welche Bücher zeigen das denn?
Sind vielleicht Bedingungen angegeben, unter denen die abgebildeten Strukturen geunden worden sind?

Wolfgang
__________________
Wenn es einfach wäre, hätte es schon jemand gemacht!

I said I never had much use for it. Never said I didn't know how to use it.(M. Quigley)
You can't rush science, Gibbs! You can yell at it and scream at it, but you can't rush it.(A. Sciuto)

Wer durch diese Antwort nicht zufriedengestellt ist, der möge sich bitte den Text "Über mich" in meinem Profil durchlesen und erst dann meckern.
zweiPhotonen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2007, 19:03   #7   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Wasserstoffbrückenbindungen beim HF

Zitat:
Zitat von Semiramis Beitrag anzeigen
Soll das heißen, dass die Oxoniumionen entstehen, wenn WBB zwischen Wassermolekülen gebildet werden. Denn ich hab immer gedacht sie entstehen durch Protonenübertragungen, z.B. Autoprotolyse des Wassers.

Oder ist das jetzt beides dasselbe?
Nee, ist nicht dasselbe.
H-Brücken sind ne andere Geschichte...

Gruß,
Franz
__________________
Gib einem Mann einen Fisch, und Du ernährst ihn für einen Tag.
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Nichts, was ein Mensch sich auszudenken in der Lage ist, kann so unwahrscheinlich, unlogisch oder hirnrissig sein, als dass es nicht doch ein anderer Mensch für bare Münze halten und diese vermeintliche Wahrheit notfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen wird.

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