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Alt 27.05.2007, 16:22   #1   Druckbare Version zeigen
Blinker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 9
Fällungstitration

Hallo ihr wissenden,
da ich neu hier bin entschuldige ich mich, falls es zu diesem Thema schon einen Thread gibt und ich ihn nicht gefunden habe.

Zum Thema; Wir haben in der Schule ein Experiment gemacht:

Aufgabe:

Sie erhalten drei Lösungen:
a) 0,5M Natriumchloridlösung,
b) 0,5M Kaliumiodidlösung,
c) ein Gemisch gleicher Anteile von a) und b).

Versetzen sie je einen Milliliter der drei Lösungen mit je einem Tropfen 0,1M Silbernitratlösung.

Fertigen SIe ein Protokoll an, werten sie ihre Beobachtungen aus und erklären Sie diese auch rechnerisch.

Hinweis: Ein Tropfen hat etwa ein Volumen von einem Drittel von 0,1 ml.

V= 1/3 * 0,1ml

Bei der Durchführung hab ich dann festgestellt, bei a) bildet sich weißer niederschlag, bei b) und c) jeweils gelber. In a) fällt (glaub ich zumindest) Silberchlorid aus, bei b) und c) Silberiodid. Ich glaube dass das etwas mit pKL zu tun hat, da der bei AgI höher ist und desshalb AgI vor AgCl ausfällt... aber wir sollen das rechnerisch nachweisen, und da setzt bei mir dann das ein, ich hab schon stunden gesessen und überlegt wie man das rechnen kann, bin aber zu keinem auch nur teilweise richtigen ergebnis gekommen und da wir darauf eine note bekommen und ich in chemie eh nur eine 10watt leuchte bin, hoffe ich bei euch hilfe zu finden.

Ich entschuldige mich auch für mit sicherheit vorhandene rechtschreibfehler. -Der ahnunglose Blinker
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Alt 27.05.2007, 17:46   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
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Beiträge: 54.171
AW: Fällungstitration

Das rechnet man über das Löslichkeitsprodukt. Genügend Beispiele findet man.
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Alt 27.05.2007, 20:10   #3   Druckbare Version zeigen
Blinker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 9
AW: Fällungstitration

ich weis aber nicht was ich mit dem Löslichkeitsprodukt berechnen soll... bei a) über Kl(AgCl) hab ich c(Ag)=c(Cl)= 0,000014142 (wurzel aus Kl(AgCl)?) raus, bei b) über Kl(AgI) hab ich c(Ag)=c(I)= 0,000000008 (Wurzel aus Kl(AgI)?) raus... falls das stimmt, hab ich zwar diese Konzentrationen, aber weis nicht wie ich damit nachweisen kann warum sich das Silberiodid zuerst ausfällt (falls das überhaupt so stimmt)... bekomm ich vielleicht noch n' Tip was ich weiter machen muss? Ich weis echt nicht anhand welcher Fakten ich das überhaupt nachweisen kann, also was ich überhaupt im Endeffekt berechnen soll
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Alt 27.05.2007, 20:20   #4   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Fällungstitration

Zitat:
Sie erhalten drei Lösungen:
a) 0,5M Natriumchloridlösung,
b) 0,5M Kaliumiodidlösung,
c) ein Gemisch gleicher Anteile von a) und b).

Versetzen sie je einen Milliliter der drei Lösungen mit je einem Tropfen 0,1M Silbernitratlösung.

Hinweis: Ein Tropfen hat etwa ein Volumen von einem Drittel von 0,1 ml.
a) Stoffmenge nCl- = 0,5 mmol/ml x 1 ml = 0,5 mmol
b) Stoffmenge nBr- = 0,5 mmol/ml x 1 ml = 0,5 mmol
c)
Stoffmenge nCl- = 0,5 mmol/ml x 0,5 ml = 0,25 mmol
Stoffmenge nBr- = 0,5 mmol/ml x 0,5 ml = 0,25 mmol

Zugabe von 1/3 x 0,1 ml 0,1 N AgNO3

Stoffmenge nAg+ = 1/3 x 0,1 ml x 0,1 mmol/ml = 3,3 x 10-3 mmol

zu a)

cCl- = 0,5 mmol / 1,0033 ml = ..
cAg+ = 3,3 x 10-3 mmol / 1,0033 ml = ..

zu b)

..

zu c)

..

Geändert von bm (27.05.2007 um 22:07 Uhr)
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Alt 27.05.2007, 21:53   #5   Druckbare Version zeigen
Blinker  
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Beiträge: 9
AW: Fällungstitration

Also soweit hab ich glaub ich verstanden, nur wieso benutzen sie bei a) 0,25mmol und nicht 0,5mmol um c zu berechnen, genauso bei b) ; bei c) verstehe ich das ja, da sich die konzentration halbiert, bei a) und b) jedoch ist das volumen doch 1ml also warum nicht 0,5mmol? und warum ist das volumen bei der berechnung von c 1,0033ml und nicht 1ml? Und bei a) steht n(Br), ist das nicht Brom? Tut mir leid das ich mich so dumm anstelle, aber das verstehe ich noch nicht so ganz...

Geändert von Blinker (27.05.2007 um 21:58 Uhr)
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Alt 27.05.2007, 22:07   #6   Druckbare Version zeigen
bm  
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Beiträge: 54.171
AW: Fällungstitration

c&p-Fehler. Ist korrigiert.
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Alt 28.05.2007, 14:49   #7   Druckbare Version zeigen
Blinker  
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Themenersteller
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AW: Fällungstitration

Also, ich hab das mal versucht zu berechnen und bin zu folgenden ergebnissen gekommen:
a)
c(Cl)= 0,5mmol/1ml = 0,5mmol
c(Ag)= 3,3*10-³mmol/1ml = 0,0033mmol
Kl(AgCl)= c(Cl)*c(Ag)= 0,00165

b)
c(I)= 0,5mmol/1ml = 0,5mmol
c(Ag)= 0,0033mmol
Kl(AgI)= c(I) *c(Ag)= 0,00165

c)
c(Cl)= 0,25mmol/1ml = 0,25mmol
c(I)= 0,25mmol/1ml = 0,25mmol
Kl(AgCl)= c(Cl)*c(Ag)= 0,25mmol*0,0033mmol = 0,000825
Kl(AgI)= c(I)*c(Ag)= 0,25mmol*0,0033mmol = 0,000825

Könnte das so stimmen? Falls ja, weis ich aber doch nicht wie ich damit nachweisen kann warum sich das Silberiodid zuerst ausfällt, wenn Kl(AgCl) und Kl(AgI) gleich sind, dann müssten sie sich doch gleichzeitig Ausfällen, oder?
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Alt 28.05.2007, 14:53   #8   Druckbare Version zeigen
bm  
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Beiträge: 54.171
AW: Fällungstitration

Jetzt brauchen wir noch die Löslichkeitsprodukte.
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Alt 28.05.2007, 16:35   #9   Druckbare Version zeigen
Blinker  
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Beiträge: 9
AW: Fällungstitration

Kl sind doch die Löslichkeitsprodukte... Oder hab ich die Falschen berechnet?
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Alt 28.05.2007, 16:46   #10   Druckbare Version zeigen
bm  
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Beiträge: 54.171
AW: Fällungstitration

Du hast die Ionenprodukte berechnet.

Ein Salz fällt aus, wenn Löslichkeitsprodukt < Ionenprodukt.
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Alt 28.05.2007, 17:58   #11   Druckbare Version zeigen
Blinker  
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Themenersteller
Beiträge: 9
AW: Fällungstitration

Ionenprodukt? In meinem Buch steht Kl ist das Löslichkeitsprodukt... Ionenprodukt weis ich garnicht was das ist oder wie man das berechnet... hatten wir noch nicht in der Schule... kann man das auch ohne Ionenprodukt berechnen? Im tafelwerk steht nur was von Ionenprodukt des Wassers Kw= c(H3O)*c(OH)= 10(hoch)-14... Ich hab echt keine Ahnung was das mit dem Ionenprodukt auf sich hat... ich kenne nur noch pkl, aber das ist ja der Löslichkeitsexponent... oder über sie Löslichkeit l?
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Alt 28.05.2007, 18:14   #12   Druckbare Version zeigen
bm  
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Beiträge: 54.171
AW: Fällungstitration

LpAgCl = 1,7 x 10-10 mol2/l2

LpAgI = 8,5 x 10-17 mol2/l2

a) c(Cl)*c(Ag)= 0,25mmol*0,0033mmol = 0,000825 [Einheiten falsch] > LpAgCl : fällt aus

b) c(I)*c(Ag)= 0,25mmol*0,0033mmol = 0,000825 [Einheiten falsch] > LpAgI : fällt aus

c)

Wie hoch ist die Restkonzentration an Ag+ nachdem alles AgI ausgefallen ist?
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Alt 28.05.2007, 18:46   #13   Druckbare Version zeigen
Blinker  
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AW: Fällungstitration

Ist bei a) und b) nicht c(Cl) bzw. c(I) = 0,5? Aber dann ist Kl immernoch kleiner als Lp, also fällt Cl bzw. I aus, das hab ich glaub ich soweit verstanden... irgendwie... Ist die Restkonzentration von Ag = c(AgI)-c(Ag)= (3,3*10-³)-(1,65*10-³) = 0,00165 mol²*l-²?

Geändert von Blinker (28.05.2007 um 18:52 Uhr)
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Alt 28.05.2007, 18:52   #14   Druckbare Version zeigen
bm  
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Beiträge: 54.171
AW: Fällungstitration

@a)

Kl(AgCl)= c(Cl)*c(Ag)= 0,00165 (theoretisch)

Jetzt fällt solange AgCl aus bis c(Cl-)*c(Ag+) = Lp
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.2007, 19:11   #15   Druckbare Version zeigen
Blinker  
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Beiträge: 9
AW: Fällungstitration

Also ist die Lösung bei a) und b) übersättigt an Silber, das dann mit Cl bzw I reagiert und so lange ausfällt bis die Maximallöslichkeit an Silber in der Verbindung erreicht ist? Aber wie verhält sich das bei c)? Warum fällt AgI vor AgCl aus? Weil das Lp von (AgI=8*10-17)< Lp(AgCl=2*10-10) und somit das Lp von (AgI) schneller erreicht wird und desshalb das Silber früher mit I als mit Cl reagiert und sich so ausfällt?
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