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Alt 23.05.2007, 09:02   #1   Druckbare Version zeigen
derMeisenmann Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 17
Komplexbildung

hallo zusammen,

ich hätte eine prinzipielle frage zu hydroxiden (bildung).

aussage1: ein metallion und hydroxidionen bilden ein metallhydroxid
aussage2: in nem chemiebuch hab ich dazu als beispiel zink gefunden

Zn(2+) + OH(-) -> Zinkhydroxid Zn(OH)-

Frage: bleibt das hydoxid einfach negativ (wenn ja , warum?),
oder gleicht es aus (quasi: Zn(OH)2) (wenn nein, warum?)

zur definition der "warum": es würden mir auch "schlagworte" reichen, unter denen ich nachlesen kann

schonmal vielen dank für eure hilfe,
gruß dM
derMeisenmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2007, 09:08   #2   Druckbare Version zeigen
baltic Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.468
AW: Komplexbildung

Zitat:
Frage: bleibt das hydoxid einfach negativ (wenn ja , warum?),
Nein!
Zitat:
oder gleicht es aus (quasi: Zn(OH)2) (wenn nein, warum?)
Ja!

Schlagwort zum Nachlesen : Elektrische Neutralität
baltic ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2007, 09:15   #3   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Komplexbildung

Zitat:
Zitat von derMeisenmann Beitrag anzeigen
Zn(2+) + OH(-) -> Zinkhydroxid Zn(OH)-
Diese Gleichung ist nicht richtig.

Beim Alkalischmachen einer Lösung, die Zn2+ Ionen (oder ein anderes zweiwertiges Metallion) erhält man zunächst noch lösliche Spezies :

Zn2+ + OH- = Zn(OH)+, oder vollständiger :

[Zn(H2O)6]2+ + OH- = [Zn(OH)(H2O)5]+ + H2O.

Erst bei ausreichender Menge fällt unlösliches Hydroxid aus gemäss :

Zn2+ + 2 OH- = Zn(OH)2.

Mit einem Überschuss OH- geht das Zink(II)hydroxid wieder komplex in Lösung :

Zn(OH)2+ 2 OH- = [Zn(OH)4]2-

Welche löslichen Hydroxospezies bzw ob, und wenn ja, welche löslichen Komplexe bei Hydroxidüberschuss gebildet werden, ist natürlich von Kation zu Kation verschieden, das hier Gesagte gilt also nur für Zn. Bei Cd bspw. verhält es sich genau gleich.

lg
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2007, 09:16   #4   Druckbare Version zeigen
Dille Männlich
Mitglied
Beiträge: 312
AW: Komplexbildung

Bei genügend OH- in deiner Lösung und das hats bei Zink recht shcnell bekommst du dann die Hydroxo-Komplexe des Zinks.
z.B. [Zn(OH)3]-. Wie du schon an der Formel siehst brauchst du dafür mehr OH-.

Stichwort:Komplexbildungskonstante
Dille ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 23.05.2007, 10:40   #5   Druckbare Version zeigen
derMeisenmann Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 17
AW: Komplexbildung

vielen dank für eure antworten, das hilft mir schon sehr weiter.

stichwort:Komplexbildung

wenn ich in eine wässrige lösung EDTA gebe (um z.b. ca2+
nachzuweisen), erhalte ich einen farbigen komplex.durch titration kann ich die entsprechende menge ermitteln. woher weiß ich aber, wieviel calcium ionen einen komplex mit EDTA, und wieviele einen Hydroxokomplex eingegangen sind?
um alle calcium-ionen zu erfassen, müßte ich doch auch die in den hydroxokomplexen berücksichtigen, oder?
derMeisenmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2007, 11:28   #6   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Komplexbildung

Erstmal ist der Calcium-EDTA Komplex farblos. Farbig sind die Calciumkomplexe mit den Indikatoren, die bei der Titration mit EDTA zur Endpunktbestimmung eingesetzt werden.

Zur Frage der Stöchiometrie der EDTA Komplexe : es ist sehr einfach - EDTA bildet mit allen Metallionen 1:1 Komplexe, also bspw : Ca2++EDTA4-=CaEDTA2-. Das liegt daran, dass EDTA ein schön flexibler sechszähniger Chelatligand ist, der sämtliche Koordinationsstellen des Zentralions besetzen kann. Bei der Titration von Ca mit EDTA werden alle Calciumspezies miterfasst, da der Ca-EDTA Komplex stabiler ist als etwaige Hydroxospecies von Calcium, die vor der Titration in der Lösung enthalten sind.

lg
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ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
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