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Alt 14.05.2007, 14:58   #1   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Beitrag Schweflige Säure

Kürzlich war ich bei meinem Cousin in Neuseeland zu Besuch, der ein begeisteter Selbst-Schnapsbrenner ist. Da ist das für den Eigenbedarf/Hausgebrauch auch erlaubt.

Bei der Gelegenheit haben wir mal billigen Weißwein gebrannt.

Um die darin reichlich vorhandene schweflige Säure zu neutralisieren, haben wir vor dem Brennen dem Wein Natriumbicarbonat (Natron) zugeben.

Es begann sofort eine recht stürmische Reaktion unter Aufschäumen und CO2-Freisetzung (festgestellt mittels Streichholz am langen Stöckchen - ging sofort aus).

Das Produkt färbte sich gleich dunkelgrau.

Dann haben wir destilliert. Der Alkohol wirkt äußerlich einwandfrei, völlig klar und riecht höchstens ein bißchen "spritig".

Was mich nur wundert: Was nach dem Abdestillieren übrig blieb, war dunkelbraun mit einem ganz kräftigen Rotton.

Wir haben einen Edelstahlkessel mit Glaskühler verwendet -ohne jedes Kupfer etc. - so daß von daher eigentlich nichts passiert sein kann.

Aber was ist die Erklärung für die tief rotbraune Fartbe des Destillationsrückstandes?

Meine Idee: Durch die Reaktion der schwefligen Säure mit dem Natron wurde Schwefel freigesetzt. Wie Ihr aber sicher schon an der Frage merkt, habe ich nicht wirklich Plan von Chemie.

Für Kommentare der außergewöhnlich kenntnisreichen Forumsmitglieder bin ich sehr dankbar.
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Alt 14.05.2007, 15:47   #2   Druckbare Version zeigen
Edgar Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
AW: Schweflige Säure

Ihr habt den wein alkalisch gestellt. dabei sind eine Menge Stoffe schwerlöslich geworden, neben dem Kalk (Calcium-salze + Carbonat=Kalkstein) auch organische Bestandteile.
Das Zeug habt ihr kräftig erhitzt. Dabei laufen dann natürlich eine Menge chemischer Prozesse ab, die zu farbigen Produkten führen. Das ist ganz normal und lässt sich nicht auf eine bestimmte Reaktion oder einen bestimmten Stoff festnageln. Vergiss auch nicht, dass die Temperatur lokal, an der Wand der Blase, wegen des isolierenden Niederschlags deutlich über 100° betragen konnte. Und was passiert in der Pfanne, wenn du darin etwas organisches auf deutlich über 100° erhitzt? Es bräunt...
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Alt 14.05.2007, 16:15   #3   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Schweflige Säure

Für den nächsten Versuch...

Erst ohne Zusatz den Rauhbrand abdestillieren. Im zweiten Durchlauf für den Feinbrand etwas Kalk statt Natron zusetzen. Klappt wunderbar!
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