Allgemeine Chemie
Buchtipp
Chemie. Einfach alles
P.W. Atkins, J.A. Beran
55.00 €

Buchcover

Anzeige
Stichwortwolke
forum

Zurück   ChemieOnline Forum > Naturwissenschaften > Chemie > Allgemeine Chemie

Hinweise

Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

Anzeige

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 24.09.2002, 20:01   #1   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
Blind-/Leerprobe

Ich hab schon in einigen Büchern nachgeschaut, aber so richtig verstanden hab ich es nirgends. Kann mir vielleicht jemand kurz und knapp erklären was eine Blindprobe und eine Leerprobe ist und wo da die Unterschiede sind?? Das wäre echt super
  Mit Zitat antworten
Alt 24.09.2002, 20:41   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
siehe :

http://www.google.de/search?q=Leerprobe&ie=UTF-8&oe=UTF-8&hl=de&meta=

Leerprobe : Man macht einen Nachweis mit allen Reagenzien, die es dazu braucht, jedoch ohne die nachzuweisende Substanz. Die Probe sollte negativ ausfallen.

Blindprobe : Mit den selben Reagenzien/Methoden, jedoch mit Zusatz der nachzuweisenden Substanz, die Probe sollte positiv sein.

Probe : wenn Leer- und Blindprobe den Erwartungen entsprechen, sollte der "scharfe" Test richtig sein (mit einiger Wahrscheinlichkeit, merke : es gibt nichts, was es nicht gibt; frei nach Murphy)
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige
Alt 24.09.2002, 21:05   #3   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Doch Römpp sagt hierzu:


Zitat:

Blindprobe

(Leerversuch). In der chem. Analyse Bez. für die Durchführung einer Nachweisreaktion ohne Beteiligung der zu analysierenden Probe zum Zwecke der Reinheitsprüfung der Reagenzien.


E blank experiment
F épreuve vide
I prova im bianco
S ensayo en blanco


Quelle: Römpp Lexikon Chemie – Version 2.0, Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag 1999

So kenn ich's auch.

Gruß,
Franz
__________________
Gib einem Mann einen Fisch, und Du ernährst ihn für einen Tag.
Lehre ihn das Fischen, und Du ernährst ihn für sein ganzes Leben.

Nichts, was ein Mensch sich auszudenken in der Lage ist, kann so unwahrscheinlich, unlogisch oder hirnrissig sein, als dass es nicht doch ein anderer Mensch für bare Münze halten und diese vermeintliche Wahrheit notfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen wird.

Stellt bitte Eure Fragen im Forum, nicht per PN oder Email an mich oder andere Moderatoren! Ich gucke nur ziemlich selten in meine PNs rein - kann also ein paar Tage dauern, bis ich ne neue Nachricht entdecke...

www.gwup.org

Und vergesst unsere Werbepartner nicht!
FK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.09.2002, 05:05   #4   Druckbare Version zeigen
laborchemikus Männlich
Mitglied
Beiträge: 93
Ist schon richtig, eine Blindprobe und eine Leerprobe meinen das selbe. In der Medizin wird oft ein Präparat an Tieren oder Menschen getestet und ihnen dazu verabreicht. Z. B. ein Beruhigungsmittel in Tablettenform. Bei den Probanden wird es in der Regel auch einige geben, denen zwar die gleichen Tabletten verabreicht werden, diese beinhalten aber nicht den zu prüfenden Wirkstoff. (Solche Scheinmedikamente werden Placebo genannt.) Wenn nun bei den Wirkstoff enthaltenden Tabletten eine Beruhigung oder sonstige Wirkung eintritt, wird man nachschauen, ob vielleicht auch die Probanden mit dem Placebo die selbe Wirkung zeigen. (Das ist die Blind- oder Leerprobe) Zeigen die Placebo-Probanden keine Wirkung, kann man davon ausgehen, das die erzielte Wirkung bei der anderen Gruppe auf den Wirkstoff zurückzuführen ist. Zeigen sich aber auch bei den Placebo-Probanden eine Wirkung, dann ist die erzielte Wirkung kaum auf den Wirkstoff abzustellen. Hier spricht man dann auch vom Placebo-Effekt. Für unser Beruhigungsmittel kann dies einfach darüber eintreten, daß die Probanden z. B. auf Grund einer erhöhten sozialen Zuwendung (sie bekommen ja jetzt vermeintlich ein Medikament) eine positive Wirkung zeigen.

Der Blindversuch ist somit immer ein wichtiges Instrument, einen Versuchsaufbau / eine Versuchsanordnung etc. zu kontrollieren.
__________________
Rechtschreibung war noch nie mein Ding. Egal ob alt oder neu.
laborchemikus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.09.2002, 23:04   #5   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Kann sein, dass ich da termini durcheinandergeworfen habe,

wichtig ist auf jeden Fall :

ich muss ausschliessen können

a) einen falsch positiven Nachweis

Bsp.: der Arzt diagonstiziert bei Dir eine unheilbare Krankheit, Du nimmst Die aus lauter Verzweiflung das Leben, und Tage später erreicht Deinen Erben Brief : sorry, war nur eine harmlose Grippe.

b) einen falsch negativen Nachweis

Bsp.: der Arzt stellt nichts fest und behandelt Dich auch nicht. Also stirbst Du an der nicht festgestellten Krankheit.

Auch nicht besser.

Ebenso wichtig : Man muss die eigenen Nachweisgrenzen kennen. Also den zu bestimmenden Stoff in einer Blindprobe in den Mengen zumischen (und nachweisen), in der nach ihn in der unbekannten Matrix nachweisen will.

Merke : es gibt verdammt viele Möglichkeiten etwas falsch zu machen, aber nur eine, es richtig zu machen.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige


Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 14:40 Uhr.



Anzeige