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Alt 29.04.2007, 22:23   #16   Druckbare Version zeigen
bieneleinchemie weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 41
AW: Ursachen der Oxidation

ja ich mein ne endiolgruppe. Die hat ja ne Doppelbindung soweit ich weiß, wir nehmen nämlich gerade im unterricht die endiolgruppe dran, und die frage ist, wodurch die Elektronenabgabe begünstigt wird.
bieneleinchemie ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 29.04.2007, 22:25   #17   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Ursachen der Oxidation

Siehe Ascorbinsäure (Vitamin C).
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2007, 23:07   #18   Druckbare Version zeigen
Muzmuz  
Mitglied
Beiträge: 5.976
AW: Ursachen der Oxidation

Zitat:
Zitat von bieneleinchemie Beitrag anzeigen
Kann man daraus schließen, dass wenn ein Atom eine geringe Elektronegativität hat, das Elektron leichter von ihm entzogen werden kann? Oder kommt die Reduktionsstärke auf das anwesende Oxidationsmittel an?
beides trifft fallweise zu
die elektronegativität sag ja nicht direkt etwas darüber aus, wie leicht man ein element oxidieren kann, sondern vielmehr über die lage eines bindungselektronenpaares zwischen zwei elementen
dies korreliert zwar grob mit der oxidierbarkeit, aber eben nur grob
die elektronegativität ist nur eine auf umwegen ermittelbare größe, die ganz und gar nicht exakt ist
das sieht man auch daran, dass meist nur 2 signifikante stellen angegeben werden
auch hängt die elektronegativität nicht nur vom element, sondern auch vom "zustand" des atomes ab
so hat der kohlenstoff im methan eine andere elektronegativität als jene im acetylen

auch kommt es an, was genau man meint, wenn man von oxidation spricht
wenn man darnuter nur elektronenabgabe versteht, wäre die exakteste größe die ionisierungsenergie
diese sagt aus, wieviel energie vonnöten ist, um ein elektron aus dem atom bzw ion zu entfernen
in der chemie ist die aber nur von geringem nutzen, da man hier selten ein elektron aus einem atom oder ion so entreißt, dass es danach frei wärein der regel sitzt das elektron dann in einem anderen atom, molekül oder ion
dann macht es mehr sinn, die energie des überganges von einem atom/ion/molekül zu einem anderen zu messen
dafür nimmt man die elektrochemische spannungsreihe
diese ist aber abhängig von der art der reaktion
so haben je nach milieu elemente unterschiedliche potentiale
so kann ein element in wässriger lösung ein anderes oxidieren, währen in der schmelze die reaktion umgekehrt läuft

zusätzlich gibt es vordergründige paradoxien, wie beispeilsweise bei der oxidation von gold:
salpetersäure oxidiert chlorid zu chlor, und chlor oxidiert gold
also müsste laut spannungsreihe auch salpetersäure gold oxidieren können, tut es aber nicht, sondern erst, wenn der "hilfsstoff chlor" dabei ist

in ähnlicher weise haben auch andere umstände auswirkung auf die oxidierbarkeit, die aber in der elektronegativität nicht berücksichtigt sind
so erklärt es sich auch, dass eine elektrochemische spannungsreihe von beispielsweise metallen nur sehr bedingt mit der reihung der elektronegativitäten überein stimmt


lg,
Muzmuz
Muzmuz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.04.2007, 17:31   #19   Druckbare Version zeigen
bieneleinchemie weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 41
AW: Ursachen der Oxidation

hallo, ok also dass mit der elektronegativität hab ich jetzt auch verstanden danke aber was ich noch nicht so recht verstanden hab, ob auch durch eine negative ladung ein Molekül, dann ja ein Anion leicht oxidierbar ist? Die Ascorbinsäure wurde auch im unterricht genannt. Aber daran kann ich nicht erkennen warum sie ihre Elektronen abgibt.
bieneleinchemie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.05.2007, 23:43   #20   Druckbare Version zeigen
Muzmuz  
Mitglied
Beiträge: 5.976
AW: Ursachen der Oxidation

hallo,

vor allem in der organischen chemie heißt "oxidieren" nicht unbedingt eine elektronenabgabe
es reicht, wenn die oxidationszahlen innerhalb des ursprünglichen teiles des späteren moleküls zunehmen
ein beispiel, oxidation vom methan zum methanol:
CH4 --(oxidation)--> CH3OH

methanol hat aber 8 elektronen mehr (jene des sauerstoffes) als das methan....warum also oxidation ?
da muss man formalistisch rangehen:
im methanol ist das oxidationsmittel (sauerstoff), welches sich das methan nachfolgend "einverleibt", enthalten
der sauerstoff mit seiner oxidationszahl -II führt beim rest (CH4) zu einr gesamtoxidationszahl +II, während jene im methan 0 ist
so gesehen hat formal das methan 2 elektronen abgegeben und sich den elektronenmopser einverleibt, was zum methanol führt

ähnlich bei der oxidation von ethan zu ethen
C2H6 --(oxidation)-> C2H4

hier ist der rumpf das C2H4
im ethen ist die summe der OZ = 0
im ethan aber, wenn man 2 wasserstöffer mit ihrer OZ von jeweils +1 abzieht, bleibt für C2H4 eine summe-OZ von -II
dieses C2H4 wurde also von -II im ethan auf 0 gebracht, hat also formal 2 elektronen abgegeben, also oxidation

für die ascorbinsäure bedeutet das folgendes:
um sie als oxidiert zu betrachten, müssen nicht unbedingt elektronen aus dem molekül abgezogen und ein kation zurück gelassen werden
es reicht, wenn sie wasserstoff oder eine andere gruppe mit positiver summen-OZ "homolytisch" abgibt oder sauerstoff oder ein anderes atom, das im laufe der reaktion seine OZ vermindert, aufnimmt
homolytisch schreibe ich deswegen, weil die heterolytische wasserstoffabgabe (säuredissoziation) keine oxidation ist
also:
ascorbinsäure --> ascorbat- + H+ist keine oxidation, während
ascorbinsäure --> "ascorbin(rest)radikal" + wasserstoffradikal
schon eine oxidation darstellt

lg,
Muzmuz

Geändert von Muzmuz (01.05.2007 um 23:52 Uhr)
Muzmuz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2007, 15:13   #21   Druckbare Version zeigen
bieneleinchemie weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 41
AW: Ursachen der Oxidation

hallo, ok ich glaub dann hab ich's verstanden vielen dank für die hilfe.
bieneleinchemie ist offline   Mit Zitat antworten
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