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Alt 21.04.2007, 15:29   #1   Druckbare Version zeigen
brainat Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
kathodischer Korrosionsschutz

ich hätte ein paar fragen zum thema kathodischen korrosionsschutz.

wenn ich jetzt mal angenommen einen stahltank mittel opferanode schützen will, so löst sich ja anstatt des eisen meine opferanode auf.
was passiert dann mit den aus der metallauflösung hervorgehenden e-?
müsste ja dann nicht am meine katode wasserstoff(bzw OH- ionen) enstehen?

kann mir allerdings nicht vorstellen das dies der fall ist, da H2 entwicklung in einem tank sicherlich nicht technisch gewünscht ist.

hoffe ihr könnt mir helfen.
brainat ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 21.04.2007, 15:56   #2   Druckbare Version zeigen
Auwi Männlich
Mitglied
Beiträge: 9.766
AW: katodischer korrosionsschutz

Du hast richtig dargelegt, daß die Opferanode über den mit ihr verbundenen Leiter Elektronen an das Eisen liefert. Diese Überschüssigen Elektronen können jetzt am Eisen anstelle der Valenzelektronen des Eisens dazu benutzt werden H+ Ionen zu Wasserstoff zu reduzieren. Darauf beruht der Effekt der "Opferanode". Da der Stromkreis aber über die Aussenwelt des Eisentanks geschlossen wird, passiert diese Entwicklung auch auf der Aussenhaut des Eisentanks. Da die Mengen des abgeschiedenen Wasserstoffs darüberhinaus aber sehr klein sind, stört das nicht.
Auwi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2007, 16:00   #3   Druckbare Version zeigen
rundell32 Männlich
Mitglied
Beiträge: 42
Re: katodischer korrosionsschutz

Deine Vermutung ist richtig:
Anstatt des Eisens wird das unedlere Metall(Opferanode) oxidiert:
Me(s)-->Mez+(aq)+z e-
An der Kathode läuft allerdings nach wie vor folgende Reaktion ab:
O2+2H2O+4e--->4OH-(aq)

Beste Grüße rundell32
__________________
Warum sollte es Gott nicht geben?
rundell32 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2007, 16:19   #4   Druckbare Version zeigen
brainat Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
AW: katodischer korrosionsschutz

thx für eure antworten.

und ob OH- oder H2 ensteht hängt davon ab ob im elekrolyt gelöster sauerstoff vorhanden ist, richtig?

weiters könnt mir beim verständnis dieses textes aus einer fachliteratur helfen.
allgemeines über elektrochemischen korrosionsschutz.

Bei diesem verfharen kann mit hilfe einer äußeren gleichstromquellen das potential des metallischen werkstoffes so weit in die kathodische richtung gesenkt werden, dass keine anodische auflösung mehr möglich ist. durch die polarisation wird das metall thermodynamisch stabil oder chemisch immun.

eine andere möglichkeit dne werkstoff in den stabilen bereich der passivität gelangen zu lassen, besteht darin, das zu schützende objekt durch anodischen strom zu polarisieren.

befassen sich beide teile des textes mit anodischen ks?weil bei kks wird doch nur anstellen des werkstückes ein anders me korrodiert und nichts polarisiert oder?

Geändert von brainat (21.04.2007 um 16:28 Uhr)
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Alt 21.04.2007, 16:45   #5   Druckbare Version zeigen
Auwi Männlich
Mitglied
Beiträge: 9.766
AW: katodischer korrosionsschutz

Anodischer Korrosionsschutz liegt vor, wenn das zu schützende Metall durch anodische Oxidation eine eigene schützende dichte Oxidhaut bildet, die den Kontakt zum Wasser unterbindet. z.B. Aluminium, wo man durch elektrochemische Oxidation diese besonders dicke und dichte Oxidschicht erzeugt.
Kathodischer Korrosionsschutz ist der Schutz über eine "Opferanode" (oder auch Spannungsquelle), das sind zwei völlig verschiedene Sachen.
Auwi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2007, 17:00   #6   Druckbare Version zeigen
brainat Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
AW: katodischer korrosionsschutz

Zitat:
Zitat von brainat Beitrag anzeigen
thx für eure antworten.

Bei diesem verfharen kann mit hilfe einer äußeren gleichstromquellen das potential des metallischen werkstoffes so weit in die kathodische richtung gesenkt werden, dass keine anodische auflösung mehr möglich ist. durch die polarisation wird das metall thermodynamisch stabil oder chemisch immun.

beschreibt dieser text andoischen oder kathodischen korrs?
brainat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2007, 17:08   #7   Druckbare Version zeigen
Auwi Männlich
Mitglied
Beiträge: 9.766
AW: katodischer korrosionsschutz

Damit ist doch klar gesagt, das Potential wird soweit in die kathodische Richtung (= Richtung negativ bzw minus) gesenkt...
das ist kathodischer Korrosionsschutz.
Gruß Auwi
wer das bewirkt,eine Opferanode oder eine Spannungsquelle ist letztlich egal
Auwi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2007, 17:16   #8   Druckbare Version zeigen
brainat Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
AW: katodischer korrosionsschutz

Zitat:
Zitat von Auwi Beitrag anzeigen
Damit ist doch klar gesagt, das Potential wird soweit in die kathodische Richtung (= Richtung negativ bzw minus) gesenkt...
das ist kathodischer Korrosionsschutz.
Gruß Auwi
wer das bewirkt,eine Opferanode oder eine Spannungsquelle ist letztlich egal
das ist der punkt den ich nicht verstehe. was hat das mit potentialveränderung zu tun? man wählt ja ein element mit einen negativieren potential als opferanode, imho verändert sich das potential des zu schützenden objektes nicht.
brainat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2007, 17:30   #9   Druckbare Version zeigen
Auwi Männlich
Mitglied
Beiträge: 9.766
AW: katodischer korrosionsschutz

Das Potential kann man doch durch Anlegen einer äusseren Spannungsquelle auf beliebige Höhe oder Tiefe bringen, es kommt auf die Potentialdifferenz an und die wirkt über die Umgebung, die ja die beiden "Elektroden" umgibt und den Stromkreis schließt.
Das unedlere Metall kann doch nur in den Ionenzustand (= opfern) übergehen, wenn es seine Valenzelektronen loswerden kann. Durch die leitende Verbindung zum zweiten Metall wird dieser "Elektronendruck" jetzt auf das zweite Metall übertragen, sodaß dieses bei einem oxidativen Angriff aus seiner Umgebung keine eigenen Valenzelektronen liefern muß (=Korrosion), sondern den Angriff aus den zugeführten Elektronen "befriedigen" kann.
Auwi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2007, 17:53   #10   Druckbare Version zeigen
brainat Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
AW: katodischer korrosionsschutz

Zitat:
Zitat von Auwi Beitrag anzeigen
sodaß dieses bei einem oxidativen Angriff aus seiner Umgebung keine eigenen Valenzelektronen liefern muß (=Korrosion), sondern den Angriff aus den zugeführten Elektronen "befriedigen" kann.
es kann doch zu gar keinem oxidativen angriff kommen da ja das andere metall aufgelöst wird.

oder ist dein beitrag die erklärung warum eben das unedlere me abgegriffen wird?


thx für deine bemühungen.
brainat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2007, 18:27   #11   Druckbare Version zeigen
brainat Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
AW: katodischer korrosionsschutz

den post pls löschen, thx
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