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Alt 12.09.2002, 15:57   #1   Druckbare Version zeigen
Langfingerli  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 1.668
Frage Hydrathülle

Wieso bildet sich um das Na+aq eine Hydrathülle in Oktaederform und um das Cl-aq eine tetraedrische Hydrathülle?
Unser Lehrer wusste das nicht
Gruß und Dank
Lf
P.S.: Wie bekommt man in Word das - in einen Kreis, also um die Ladung einen Kringel?
__________________
"Warum hast du so eine häßliche Frau genommen?"
"Weißt du: innerlich ist sie schön!"
"Nu - lass sie wenden!"

Geändert von Langfingerli (12.09.2002 um 16:03 Uhr)
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Alt 12.09.2002, 16:10   #2   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Re: Hydrathülle

Zitat:
Originalnachricht erstellt von Langfingerli
[B]Wieso bildet sich um das Na+aq eine Hydrathülle in Oktaederform und um das Cl-aq eine tetraedrische Hydrathülle?
Unser Lehrer wusste das nicht
Naja, ein Wassermolekül ist ja quasi gewinkelt und ja nach Anion oder Kation lagert es sich ja mit seiner positiven oder negativen Partialladung an. Am positiven Ende sind ja zwei H-Atome, deswegen halt.

Zitat:
P.S.: Wie bekommt man in Word das - in einen Kreis, also um die Ladung einen Kringel?
Eigentlich gar nicht, aber vielleicht gibt es irgendwo so ein Sonderzeichen. Aber Strukturformeln zeichnet man ja nicht mit Word.
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Alt 12.09.2002, 18:24   #3   Druckbare Version zeigen
upsidedown Männlich
Moderator
Beiträge: 7.640
Re: Re: Hydrathülle

Zitat:
Originalnachricht erstellt von Last of the Sane
Zitat:
Originalnachricht erstellt von Langfingerli
Wieso bildet sich um das Na+aq eine Hydrathülle in Oktaederform und um das Cl-aq eine tetraedrische Hydrathülle?
Naja, ein Wassermolekül ist ja quasi gewinkelt und ja nach Anion oder Kation lagert es sich ja mit seiner positiven oder negativen Partialladung an. Am positiven Ende sind ja zwei H-Atome, deswegen halt.
Und was hat das mit der Koordination zu tun? Danach hat er gefragt...

Gruß,
UpsideDown
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Alt 12.09.2002, 18:33   #4   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Naja, weil sich einmal quasi nur ein Sauerstoffatom anlagert und bei anderem mal quasi zwei Wasserstoffatome. Ist ja auch egal.

So ich fahr jetzt quasi nach hause.
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Alt 12.09.2002, 18:41   #5   Druckbare Version zeigen
upsidedown Männlich
Moderator
Beiträge: 7.640
Das musst du einem dummen Nicht-Schämiker wie mir doch dazusagen wenn ich grad geistig mit was anderem beschäftigt bin...

Ich bin quasi schon zu Hause...

Gruß,
UpsideDown
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Alt 12.09.2002, 18:55   #6   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
hmm...würde das eher mit der Ligandenfeldtheorie begründen..welche MO's sich hier bilden kann ich aber leider nicht sagen...auf jeden Fall haben wir bei Na+ im oktaedrischen Ligandenfeld einen höheren energiegewinn durch die e- belegung. Bei Cl- ist der energiegewinn eben beim tetraedrischen feld grösser.

die Vorstellung von Lots ist gar nicht mal so übel als erklärung...beim Na+ lagern sich die 6 O's an und bilden mit dem Na+ koordinative bindungen...beim Cl- lagern sich die H's im doppelpack an...2 h2o in äquatorebene und für die anlagerung eines dritten h2o sidn die bindunsgwinkel zu ungünstig.
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Alt 12.09.2002, 19:00   #7   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Zitat:
Originalnachricht erstellt von Last of the Sane
So ich fahr jetzt quasi nach hause.
von wo aus tippst du denn immer die nachrichten ? doch nicht von der arbeitsstelle ?
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Alt 12.09.2002, 22:53   #8   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Ja, aber war ja quasi lange nach Dienstschluß.

Aber lass die Ligandenfeldtheorie mal weg, bei Na+ ist das wirklich eine Hydrathülle und kein Wasserkomplex, wie bei anderen Kationen.

Na+ wird von einzähnigen Liganden praktisch nicht komplexiert, außer in flüssigem Ammoniak, wenn ich mich richtig erinnere.
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Alt 12.09.2002, 23:55   #9   Druckbare Version zeigen
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Zitat:
Originalnachricht erstellt von Last of the Sane
Ja, aber war ja quasi lange nach Dienstschluß.
Was für einen Job haste denn für die semester ferien bekommen ? Hört sich ja echt gut an..wenn man da seinen eigenen computer mit inet anschluss hat

Zitat:
Originalnachricht erstellt von Last of the Sane

Aber lass die Ligandenfeldtheorie mal weg, bei Na+ ist das wirklich eine Hydrathülle und kein Wasserkomplex, wie bei anderen Kationen.

Na+ wird von einzähnigen Liganden praktisch nicht komplexiert, außer in flüssigem Ammoniak, wenn ich mich richtig erinnere.

hmm...dazu findet man recht wenig in der literatur glaube ich...bin zumindest noch nicht drauf gestossen...aber bei google hab ich folgendes gefunden:

"Ziel von spektroskopischen Untersuchungen an Metall-Molekül-Komplexen ist das Verständnis der Solvatation und der chemischen Reaktion auf molekularer Ebene. Natrium-Wasser-Komplexe dienen hier als Modellsystem. Bisher sind nur wenige spektroskopische Daten bekannt [1, 2], die Aufschluß über den Einfluß der umliegenden Solvathülle auf die Wellenfunktion des Natrium-Valenzelektrons geben können. Besonders interessant ist es die spektroskopischen Untersuchungen auf größ ere Natriumkomplexe in einer Wasserhülle auszudehnen, da hier der Einsatz der bekannten exothermen Natrium-Wasser Reaktion erwartet wird."
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Alt 13.09.2002, 00:05   #10   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Zitat:
Originalnachricht erstellt von AV
Was für einen Job haste denn für die semester ferien bekommen ? Hört sich ja echt gut an..wenn man da seinen eigenen computer mit inet anschluss hat
Nicht nur einen... Aber sind nicht gerade die tollsten Rechner die ich da habe. Der schnellste ist ein Celeron at 333 MHz, der läuft unter XP erstaunlich gut.
Den Job hatte ich auch schon während des Semesters, aber nur 10 h die Woche. Offiziell angestellt bin ich beim Rechenzentrum, aber "ausgeliehen" an die Verwaltung Dezernat 2.2.


Zitat:
hmm...dazu findet man recht wenig in der literatur glaube ich...bin zumindest noch nicht drauf gestossen...aber bei google hab ich folgendes gefunden:
Ja, stimmt... im Cotton/Wilkinson steht bißchen was. Ist auch die Frage, wie der Begriff "Komplex" ausgelegt wird.
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Alt 13.09.2002, 08:52   #11   Druckbare Version zeigen
schlumpf  
Mitglied
Beiträge: 1.885
1. Mangels d-Elektronen wird es wohl reichlich witzlos, die Ligandenfeldtheorie auf Na und Cl anzuwenden ...

2. 'spektroskopische Untersuchungen' kann übrigens alles mögliche sein, von IR bis Röntgen ....

3. die 'Komplexierung' von Na in Ammoniak (natürlich wird sich NaCl in flüssigem Ammoniak lösen, warum auch nicht?) hat etwas mit der guten Solvatation des freien Elektrons zu tun, aber das ist eine ganz andere Geschichte.
schlumpf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2002, 10:27   #12   Druckbare Version zeigen
Adam Männlich
Moderator
Beiträge: 8.039
Zitat:
1. Mangels d-Elektronen wird es wohl reichlich witzlos, die Ligandenfeldtheorie auf Na und Cl anzuwenden ...

Das ist hier der Kasus knaktus.

Gute Komplexe bilden Erd- und Alkalikationen mit Chelatliganden z.B mit vierzähnigen cyclischen Kronenethern.
__________________
Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung des Problems beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems.
Adam ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2002, 11:22   #13   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
Zitat:
Originalnachricht erstellt von schlumpf
1. Mangels d-Elektronen wird es wohl reichlich witzlos, die Ligandenfeldtheorie auf Na und Cl anzuwenden ...
Ich glaube gar nicht mal das die existenz von d-elektronen für die Ligandenfeldtheorie notwendig ist... nur einige Beispiele für Zentralatome ohne d-elektronen bei denen meines wissens von Komplexen gesprochen wird --> Al, Pb, As, Sb, Mg, Ca, Sr

Beim Ti4+ haben wir ja auch keine d-elektronen mehr und es liegt dennoch ein Oktaedrischer Komplex mit mehr oder weniger OH- Ionen in wässriger Lösung vor.
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Alt 13.09.2002, 11:59   #14   Druckbare Version zeigen
Adam Männlich
Moderator
Beiträge: 8.039
Zitat:
Ich glaube gar nicht mal das die existenz von d-elektronen für die Ligandenfeldtheorie notwendig ist...

Wie soll denn dann die Aufhebung der Entartung der d-Orbitale im spährischen Ligandenfeld zum oktaedrischen Ligandenfeld führen? Ohne d-Elektronen?

Die Ligandenfeldtheorie untersucht ja gerade die Wirkung der Liagnden auf die äußeren d-Elektronen.
Sie basiert doch auf der Ungleichverteilung der d-Elektronen um das Zentralteilchen (dachte ich immer zumindest)


Zitat:
Beim Ti4+ haben wir ja auch keine d-elektronen mehr und es liegt dennoch ein Oktaedrischer Komplex mit mehr oder weniger OH- Ionen in wässriger Lösung vor.



Ich meine Ti4+ in wässriger Lösung liegt in Form von farbloser hydratisierter Ionen [Ti(OH)2]2+ vor..


.
__________________
Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung des Problems beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems.
Adam ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2002, 12:48   #15   Druckbare Version zeigen
schlumpf  
Mitglied
Beiträge: 1.885
Könnte es sein, daß du zwei Sachen verwechselst? Natürlich spricht man bei Ti, Ca, .... von Komplexen. Genau wie beim Natriumhexaquo-Komplex, an dem sich die ganze Diskussion mal entspann. Ganz einfach weil die Komplexbildung keine d-Elektronen erfordert, eben anders als die Ligandenfeldtheorie. Die eben eine Theorie speziell für die Komplexe der Übergangsmetalle ist. Gerade diese Komplexe sind ja schon auf den ersten Blick sehr unterschiedlich (Farbe, Stöchiometrie, Struktur usw.), ganz im Gegensatz zu den eher unspektakulären Komplexen der Hauptgruppenelemente. Was halt eine eigene Theorie erfordert.
schlumpf ist offline   Mit Zitat antworten
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