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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 08.04.2007, 11:20   #1   Druckbare Version zeigen
michi1989  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
bevorzugte Reaktionsrichtung

Hallo!Ich hätte dringend eine Frage:
Wie kann man bestimmen, ob die Hin- oder Rückreaktion bevorzugt wird?

z.B.: H2 + O2 <-> H2O
Es läuft die Hinreaktion bevorzugt ab

Diese Bsp kann man ohne großes Wissen lösen, aber wie sieht dass bei schwierigeren, nicht so offensichtlichen Reaktionsgleichungen aus?

Jemand hat mir gesagt, dass man da Mol bestimmen muss ? Stimmt das?

Ich weiß, wenn K>1, dann ist die Hinreaktion bevorzugt!
Aber ich weiß nicht wie ich auf K komme!

Bitte um dringende Hilfe!
michi1989 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2007, 12:17   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: bevorzugte Reaktionsrichtung

Was ist ein "Mol"?
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2007, 12:19   #3   Druckbare Version zeigen
michi1989  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: bevorzugte Reaktionsrichtung

Mol = SToffmenge
michi1989 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 08.04.2007, 12:59   #4   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.540
AW: bevorzugte Reaktionsrichtung

Hallo und Willkommen bei uns im Forum.

Was bm interessiert ist wohl eher, was Du mit folgendem Satz meintest:
Zitat:
Zitat von michi1989 Beitrag anzeigen
Jemand hat mir gesagt, dass man da Mol bestimmen muss ?
Was für eine Stoffmenge willst Du da bestimmen?

Du musst zweierlei Dinge beachten:
Erstmal stellt sich die Frage, wie die Reaktion aus energetischer Sicht überhaupt abläuft. Musst Du Energie zufügen, damit sie abläuft oder liefert sie Energie? Wie hoch ist die Aktivierungsenergie?
Der zweite Faktor ist die Reaktionsgeschwindigkeit. Vielleicht läuft die Reaktion ja aus energetischer Sicht spontan ab, dauert aber so lange, dass sie kaum stattfinden kann...
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2007, 14:03   #5   Druckbare Version zeigen
PaGe  
Mitglied
Beiträge: 549
AW: bevorzugte Reaktionsrichtung

Ich weiß nicht, ob dir Begriffe, wie:

die Freie Enthalpie (G)

die Enthalpie (H)
die Entropie (S)

schon etwas sagen. Mit denen kann man thermodynamisch/energetisch errechnen, ob eine Reaktion bzw. in welche Richtung sie abläuft.

Wichtig bei deiner Frage ist auch immer die Ausgangssituation bzw. die Reaktionsbedingungen. Machst du z.B. eine Elektrolyse des Wassers findet die Rückreaktion statt. Daher solltest du besser formulieren: Auf welcher Seite (Produkte/Edukte) das Gleichgewicht liegt. Und dafür liefert K einen guten Anhaltspunkt. Durch Veränderung der Reaktionsbedingungen kann sich K aber verändern.
PaGe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2007, 14:35   #6   Druckbare Version zeigen
michi1989  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: bevorzugte Reaktionsrichtung

Danke für die Antworten!
Ja, die im letzten Beiträg genannten Größen sind bekannt!
Delta G = Delta H - T * Delta S

Wenn Delta G negativ ist läuft die Reaktion SPONTAN ab!
soweit alles klar!

Doch wie ich die Reaktionsrichtung bestimmen kann ist unklar!
michi1989 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2007, 14:43   #7   Druckbare Version zeigen
michi1989  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: bevorzugte Reaktionsrichtung

HIER ein Bsp


C + H20 <-> Co + H2

2 Mol ----- 2 Mol

stimmt das?
gibt es dann keine bevorzugte Reaktionsrichtung?
michi1989 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2007, 12:59   #8   Druckbare Version zeigen
PaGe  
Mitglied
Beiträge: 549
AW: bevorzugte Reaktionsrichtung

Zitat:
Wichtig bei deiner Frage ist auch immer die Ausgangssituation bzw. die Reaktionsbedingungen.
Bei deiner Reaktion gibt es ein festes und ein flüssiges oder gasförmiges Edukt, die zu zwei gasförmigen Produkten reagieren. Arbeitest du unter enormen Druck dürfte das Gleichgewicht auf der Edukt-Seite liegen. Bei Unterdruck dürfte es auf der Produkt-Seite liegen. Ist eine Anwendung des Prinzips des kleinsten Zwanges. Schau dir diese und diese Seite mal an. Sicherlich kann die Temperatur, etc. das noch einmal alles grundlegend beeinflussen.

Und nun noch einmal zu {\Delta G}. Wenn es negativ ist, läuft die Hinreaktion ab. Allerdings ändert sich {\Delta G} im Reaktionsverlauf und nähert sich Null an. Dort liegt dann das GGW. Bei positiven {\Delta G} hingegen läuft die Rückreaktion ab.

Das ist allerdings nur eine thermodynamische Betrachtung. Was die Kinetik davon hält, kann noch einmal was ganz anderes sein. Diamanten sind so ein klassisches Beispiel. Die sind nämlich aus thermodynamischer Sicht nicht stabil und müssten zu Graphit zerfallen.

edit: Die Seite lässt sich nicht vernünftig verlinken. Bei der ersten Seite Punkt 3. anschauen.

Geändert von PaGe (09.04.2007 um 13:05 Uhr)
PaGe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2007, 20:02   #9   Druckbare Version zeigen
Matroid  
Mitglied
Beiträge: 189
Frage AW: bevorzugte Reaktionsrichtung

Zitat:
C + H20 <-> Co + H2
Zitat:
Arbeitest du unter enormen Druck dürfte das Gleichgewicht auf der Edukt-Seite liegen. Bei Unterdruck dürfte es auf der Produkt-Seite liegen.
Könnte mir vielleicht jemand erklären, warum sich bei dieser Reaktion das Gleichgewicht bei Druckänderung verschiebt? Ich habe nämlich das nur so gelernt, dass dies nur der Fall ist, wenn auf beiden Seiten nicht die gleiche Anzahl von Teilchen vorliegt.

Vielen Dank im Voraus!
__________________
Gruß
Matroid
Matroid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2007, 21:22   #10   Druckbare Version zeigen
PaGe  
Mitglied
Beiträge: 549
AW: bevorzugte Reaktionsrichtung

Dann wollen wir dann jetzt wenigstens hier Aufklärung betreiben. Das Volumen, das eine bestimmte Stoffmenge einnimmt, ist bei Feststoffen und Flüssigkeiten so enorm viel geringer als bei Gasen. Daher vernachlässigt man es.

Um noch einmal auf die EInwand von ehemaliges Mitglied einzugehen. Es gibt ein Unterschied zwischen {\Delta G} und {\Delta G}o. Die mit der o sind standardisierte (Tabellen-)Werte, die sich auf den GGW-Zustand beziehen und mit der obigen Formel von ehemaliges Mitglied leicht Rückschlüsse auf die Gleichgewichtskonstante. Mit Sicherheit die eleganteste Weise. um auf die Produktlage zu schließen. Sie lässt auch Rückschlüsse auf die Reaktionsgeschwindigkeiten. Das steht aber in den obigen Links.

Wenn es um die Manipulation des Gleichgewichtes durch Veränderung der Reaktionsbedingungen geht, kann man mit H (und S) noch ein wenig argumentieren. Eine endothermen Reaktion {\Delta H &gt; 0} kann man durch Temperaturerhöhung auf die Produkt-Seite schieben; bei einer exothermen dementsprechend auf die Edukt-Seite.

Ich hoffe einige Fragen haben sich geklärt. Ansonsten frag ruhig weiter.
PaGe ist offline   Mit Zitat antworten
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