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Alt 06.04.2007, 04:07   #1   Druckbare Version zeigen
exonero  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 44
Komplexe-Stabilitätskonstanten

Hi,

bin bei der Komplexchemie angelangt, und habe noch eine Frage.

Fogende logß-Werte von Eisen(III)-Komplexen sind gegeben.

logß1 ; logß2 ; logß3
Acetat CH3COO- ; 3,4 ; 6,1 ; 8,7
Oxalat (COO-)2 ; 8,0 ; 14,3 ; 18,5
Melonat CH2(COO-)2 ; 7,5 ; --- ; 15,7

Es gibt zwei Fragen dazu.

1. Welche Stabilitätskonstanten sind vergleichbar ?

Mit der Frage kann ich ehrlich gesagt gar nichts anfangen.


2. Welche Ligandenaustauschreaktion sind aufgrund der Stabilitätskonstanten möglich.

Also klar ist mir, das sich nur der Komplex mit der höheren Konstante bilden kann. Also Malonat kann Acetat verdrängen, aber nicht Malonat. Und Oxalat Acetat und Malonat.

Gibt es noch andere Möglichkeiten, also jetzt nur auf die Konstanten bezogen ? Oder was kann ich noch daraus ablesen ?

saludos

Geändert von exonero (06.04.2007 um 04:21 Uhr)
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Alt 06.04.2007, 08:46   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Komplexe-Stabilitätskonstanten

Vergleichbar heisst, dass die Werte eine ähnliche Grössenordnung haben.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.04.2007, 13:26   #3   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Komplexe-Stabilitätskonstanten

Zitat:
Zitat von ehemaliges Mitglied Beitrag anzeigen
Ich muss bereits in Bezug auf die Bedeutung der Konstanten spekulieren. Handelt es sich um die Konstanten für die einzelnen Dissoziationsstufen.
Mit beta bezeichnet man doch üblicherweise die schrittweisen Bildungs- (nicht Dissoziations-) konstanten. Insofern sehe ich da eigentlich keine Ungereimtheit. Dass nur ein Vergleich der Grössenordnungen gemeint sein kann, bezweifle ich auch. Vielmehr sieht man, dass die genannten Liganden sich in ihrer Zähnigkeit unterscheiden. Insofern macht es eigentlich nur Sinn, Malonat und Oxalat hinsichtlich der Komplexstabilität zu vergleichen.

lg
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.04.2007, 15:37   #4   Druckbare Version zeigen
exonero  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 44
AW: Komplexe-Stabilitätskonstanten

Also es sind die Bruttobildungskonstanten für die einzelnen Stufen.



An die Zähnigkeit hatte ich gar nicht gedacht. Das könnte ein Grund für die 1. Frage sein.

Aber warum sollte die Werte aufgrund der Zähnigkeit nicht vergleichbar sein. Um Ende spielt doch nur die Grössenordnung eine Rolle, nicht wir die Stabilität erreicht wird, oder ?
exonero ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.04.2007, 15:58   #5   Druckbare Version zeigen
exonero  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 44
AW: Komplexe-Stabilitätskonstanten

OH, das ;---; sollte nur bedeuten, dass der Wert für logß2 bei Melonat nicht angegeben ist. Vlt etwas ungeschickt von mir.

Die Stufe ist, wenn ich das richtig verstehe durch das 1,2,3.. angegeben, also logß1 = erste Stufe, logß2 = 2. Stufe usw.

Also es geht um die Zähnigkeit und Chelatkomplexe, die ja stabiler sind. Dabei noch ne kleine Nebenfrage, welchen Einfluss hat die Ringgröße auf den Stabilitätsgewinn ?

Aber auf die Frage welche Werte sind vergleichbar, habe ich immer noch keine Antwort.

Geändert von exonero (06.04.2007 um 16:09 Uhr)
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Alt 06.04.2007, 21:22   #6   Druckbare Version zeigen
exonero  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 44
AW: Komplexe-Stabilitätskonstanten

Hat niemand mehr eine Idee ?

Wieso kann man die Bildungskonstanten von mehrzähnigen Liganden nicht mit denen von einzähnigen vergleichen ?
exonero ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 06.04.2007, 22:09   #7   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Komplexe-Stabilitätskonstanten

Zitat:
Zitat von exonero Beitrag anzeigen
Hat niemand mehr eine Idee ?

Wieso kann man die Bildungskonstanten von mehrzähnigen Liganden nicht mit denen von einzähnigen vergleichen ?
Natürlich kann man sie vergleichen, so wie man diese Konstanten auch mit meiner Schuhgrösse vergleichen kann, wenn man unbedingt will. Darum geht es doch gar nicht. Vielleicht war ja auch genau das die Absicht des Fragestellers : warum der grosse Unterschied zwischen Acetat einerseits und Malonat/Oxalat andererseits.

Wenn FKS schreibt, er sehe eine Andeutung, dass es bei Malonat mehr als 3 Konstanten geben sollte, kann ich ihm nicht folgen...es sind 2 angegeben und eine ausgelassen, oder verstehe ich das komplett falsch ?
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.04.2007, 23:04   #8   Druckbare Version zeigen
exonero  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 44
AW: Komplexe-Stabilitätskonstanten

Ohje, also so ganz blick ich die Sache noch nicht.

Es gibt in dem Skript für die Prüfung noch eine Reihe weiterer Aufgaben zu Austauschrektionen. Zum Beispiel nochmal zu Eisen Komplexen. Es gibt immer eine Tabelle mit den logß-Werten für die einzelnen Schritte.

cl-:0,6
NCS-:2,3;4,2;5,6;6,4;6,4
CH3COO-:3,4;6,1;8,7
F-:5,2;9,2;11,9

Als Frage immer, welche Austauschreaktionen zu erwarten sind.

Wieso wird überhaupt für verschiedene Teilschritte die Konstante angegeben ? Genügt es nicht eine Konstante anzugeben, von dem Komplex der am Ende entsteht bzw. nur den ersten, der doch am stärksten gebunden ist ? Oder spielen Konstanten für die Einzelschritte auch eine Rolle um abzuschätzen ob ein Austausch stattfinden wird oder nicht ?
Warum werden dabei auch unterschiedlich viele Schritte angegeben ?

Ich deute daraus eigentlich nur, dass die Liganden in folgender Reihe ausgetauscht werden.

CL- < NCS- < CH3COO- < F-

Übersehe ich da etwas ?

Geändert von exonero (06.04.2007 um 23:23 Uhr)
exonero ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.04.2007, 23:11   #9   Druckbare Version zeigen
exonero  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 44
AW: Komplexe-Stabilitätskonstanten

Zitat:
Zitat von ehemaliges Mitglied Beitrag anzeigen
Aber anscheinend habe ich schon wieder einen "Knick". In diesem Fall aber einen zuwenig im Gehirn. Die Werte für die Konstanten nehmen zu, was für mich nicht plausibel ist, da m.E. der 3. Ligand nicht fester gebunden ist als der erste. Wo bin ich jetzt "geknickt"
Ich glaube zumindest das habe ich verstanden. Angegeben sind ja nicht die individellen Konstanten für die einzelnen Schritte, sondern die Bruttokomplexbildungskonstanten. Die individuellen werden zwar kleiner, aber ß insgesamt größer.

ß = K1*K2+K3....
exonero ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2007, 15:37   #10   Druckbare Version zeigen
exonero  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 44
AW: Komplexe-Stabilitätskonstanten

ahrg, jetzt ist die Verwirrung perfekt.

Also nehmen wir an wir haben einen Komplex:

[Fe(F)3]

ß3 wäre 1011,9
K3 ist aber nur 102,7

wenn ich jetzt CH3COO- reinbringe
K1=103,4

was passiert dann ?

zerfällt dann die letzte Stufe des [Fe(F)3]

--> [Fe(F)2]+ + F-

und was würde ich dann erhalten ? Einen Austausch des 3. Liganden durch CH3COO- ?

--> [Fe(CH3COO)(F)2]


Ich habe in 10 Tagen Prüfung...

mir wird schlecht...
exonero ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2007, 01:16   #11   Druckbare Version zeigen
exonero  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 44
AW: Komplexe-Stabilitätskonstanten

Ah ich verstehe.

Vielen Dank für deine Geduld
exonero ist offline   Mit Zitat antworten
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