Allgemeine Chemie
Buchtipp
Feuerwerk der Hormone
M. Rauland
19,80 €

Buchcover

Anzeige
Stichwortwolke
forum

Zurück   ChemieOnline Forum > Naturwissenschaften > Chemie > Allgemeine Chemie

Hinweise

Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

Anzeige

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 05.04.2007, 11:16   #1   Druckbare Version zeigen
Arsin  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 578
Phosphorpentoxid als "lewis-Säure"?

Huhu, jetzt hab ich mal ne ganz doofe frage:
Gilt Phosphorpentoxid als klassische Lewis-säure?
Also laut den Regeln müsste sie ja schon als solche dazuzählen, da Phosphorpentoxid sehr hygroskopisch ist und durch einen nucleophilen Angriff von Wasser Hydrolysiert und damit über Metaphosphorsäure zur Orthophosphosphorsäure hydrolysiert.
Ich denke, in dieser hinsicht ist die Verbindung eine noch stärkere Lewissäure als das Schwefeltrioxid, da Phophoroxid Schwefelsäure ja entwässern kann (umgekehrt jedoch geht das nicht).
Was denkt ihr denn?
Gruss
arsin
Arsin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.04.2007, 13:39   #2   Druckbare Version zeigen
Arsin  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 578
AW: Phosphorpentoxid als "lewis-Säure"?

Die sache ist halt die, dass Phsphorpentoxid mit Wasser als "Elektronendonor" schon als Elektronenpaarakzeptor wirkt, da das partiell negativ geladene Sauerstoffatom am Wasser ja nucleophil angreifen kann bei der Protolyse und sich ja an das positive Phoshoratom anlagert.
Aber zählt man Phosphopentoxid daher zu den starken Lewis-säuren?
Wäre echt nett wenn mir das jemand sagen könnte!
Danke
Gruss
Arsin ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige
Alt 12.04.2007, 23:32   #3   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Phosphorpentoxid als "lewis-Säure"?

Sicher ist Phosphorpentoxid eine Lewis-Säure, nur eben keine monomere, wie CO2, BF3, SiF4 etc. Es liegt vor als P4O10-Molekül, in dem 4P- und 6O-Atome zu einer adamantanartigen Käfigstruktur verknüpft sind. Jedes P hat darin je 3 verbrückende O und 1 endständiges, unverbrücktes O als nächste Nachbarn. Durch Reaktion mit Wasser werden P-O-P-Brücken gespalten, wobei Polyphosphorsäuren variabler Struktur und Molekülgrösse entstehen. Formal kann der Prozess so beschrieben werden: Zuerst entsteht Metaphosphorsäure, HPO3, die, im Unterschied zu HNO3, als Monomer nicht stabil ist und sofort polymerisiert. P4O10 + 2H2O => 4 HPO3. Die hypothetische HPO3 ist Lewis- und Brönsted-Säure zugleich. Sie kann dissoziieren zu H+ und PO3-. Das PO3--Anion ist isoelektronisch zu SO3, und wie dieses, eine Lewis-Säure, wenn auch eine schwächere, wegen der negativen Ladung. Erst durch Anlagern von Wasser entsteht aus dem PO3--Anion die schwache Brönsted-Säure H2PO4-, das Dihydrogenphosphat-Anion.

Gruss, freechemist
  Mit Zitat antworten
Anzeige


Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Wie nennt man dieses "Problem" und gibt es eine "Berechnungs-Formel"? Capsicum Mathematik 3 30.04.2010 04:14
"molar"-Angabe, Umrechnen in "Volumenprozent" und "Prozent" ehemaliges Mitglied Allgemeine Chemie 25 13.09.2009 20:35
Lewis-Formeln und Formalladung "CO" cellstar Anorganische Chemie 5 15.05.2009 10:00
Was bedeutet "gemischt-valent" und "mehrkernig"; Komplexe vom Fe4S4-Typ aniro Anorganische Chemie 1 29.05.2008 17:07
Begriffe "verdünnt", "halbkonzentriert", "konzentriert" hippie Allgemeine Chemie 5 06.12.2003 16:02


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 13:18 Uhr.



Anzeige