Allgemeine Chemie
Buchtipp
Wie funktioniert das?
H.-J. Altheide, A. Anders-von Ahlften, u.a.
23.00 €

Buchcover

Anzeige
Stichwortwolke
forum

Zurück   ChemieOnline Forum > Naturwissenschaften > Chemie > Allgemeine Chemie

Hinweise

Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

Anzeige

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 02.04.2007, 14:20   #1   Druckbare Version zeigen
Robin235 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 686
Trennung einer Zinn-Blei-Legierung

Hallo an alle!

Bitte nicht vor dem etwas längerem Text zurückschrecken!


Kurz der Hintergrung meiner Frage:
Ich stelle mir meine Chemikalien die ich für Versuche brauche der Kosten wegen (Apotheken sind extrem teuer!) nach Möglichkeit am liebsten selbst her.
diesmal brauche ich Zinn(II)-chlorid.
=> Zinn+ Salzsäure
( Sn + 2HCl -> SnCl2 + H2 )
Das ist nicht das Problem das müsste klappen!
Ich habe aber kein reines Zinn, das ist das Problem und weiß auch nicht wo ich das bekommen soll außer vielleicht ind er apotheke, aber da kann ich auch gleich das Zinnchlorid kaufen.
Aber was finde ich da in der Werkstatt meines Vaters:
Lötzinn.
Ist aber eine Legierung aus etwa 70 Teilen Zinn 28 Teilen Blei und 2 Teilen Kupfer

Jetzt die Frage:
Kann man das und wenn ja wie trennen? Und ist dieses Verfahren dann aufwendig oder sogar ganz einfach?

Meine Idee:
Als erstes kam mir die Idee es langsam zu erhitzen sodass erst dass Zinn bei ca 300°C schmilzt und das dann dekantieren.
Aber dann habe ich es ml mit Denken probiert und festgestellt dass man Legierungen so nicht trennen kann es sind ja schließlich Legierungen (Guter Grund ich weiß )
Da es noch nicht so lange her ist dass wir die Tennverfahren ausführlich in der schule bearbeitet haben habe ich dann die sehr hilfreiche Zeile unter Trennung von Legierungen in meiner Mappe gefunden:
Zitat: "Trennung durch spezielle chemische Verfahren" Mehr hat unser Lehrer uns nicht dazu gesagt
Welche könnten das bloß sein?
Ist da sowas gemeint wie:
Wenn man schwefelsäure dazugibt entsteht Zinnsulfat aber kein Bleisulfat wegen der Standardpotenziale? (das Beispiel mit den Sulfat ist natürlich quatsch, weiß ich )

Bitte helft mir wäre auch für jedes gute stichwort nach dem ich dann auch selbst suchen könnte dankbar.
Robin235 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2007, 14:29   #2   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Trennung einer Zinn-Blei-Legierung

Destillation, sofern die Metalle kein Azeotrop bilden. Die Siedepunkte liegen ja weit genug auseinander. Aber das ist eine schlechte Idee theoretisch aber möglich . :-)

Genauso wie sich die Chems alle selbst machen. Das ist nicht nur Zeitaufwending in dem meisten fällen garantiert teurer als ein kauf im CHemikalienhandel...
  Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2007, 14:58   #3   Druckbare Version zeigen
Robin235 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 686
AW: Trennung einer Zinn-Blei-Legierung

Erstmal danke für deine Antwort
Zitat:
Zitat von Pedant Beitrag anzeigen
Genauso wie sich die Chems alle selbst machen. Das ist nicht nur Zeitaufwending in dem meisten fällen garantiert teurer als ein kauf im CHemikalienhandel...
Ich hätte dies auch bei einem Chemikalienhandel gekauft, nicht aber in einer Apotheke, denn die verdoppeln oder verdreifachen der Preis immer gleich.
Das problem ist nur: Ich kenne keinen seriösen Chemikalienhandel der auch an Privatpersonen liefert.

Zitat:
Destillation, sofern die Metalle kein Azeotrop bilden. Die Siedepunkte liegen ja weit genug auseinander. Aber das ist eine schlechte Idee theoretisch aber möglich . :-)
Aber ich dachte das funktioniert bei Legierungen nicht, weil es keine einfachen Gemische sind sondern so ein "Zwischending" zwischen Gemisch und Verbindung ist.
Aber ich bezweifel eh ob ich 2600°C in einer einfachen Destille bekomme, da bräuchte man ja schon etwas größere Anlagen.
Robin235 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2007, 15:07   #4   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.824
AW: Trennung einer Zinn-Blei-Legierung

Vor allem stabilere Anlagen Destillieren kannste abhaken. Ebenso wie irgendwelche Legierungen auftrennen, das wird nichts.
Was du meinst, ist ein Eutektikum.

Schau doch mal bei ebay...oder bei Kremer Pigmente...
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2007, 15:13   #5   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Trennung einer Zinn-Blei-Legierung

naja chemisch kann man da sicher was auftrennen aber alt zu welchem preis....

Schau lieber wo du es kaufen kannst (außer in der Apo)....

Übrigens würde es mch wirklch mal interessieren ob die beiden Metalle ein Azeotrop beim destillieren bilden....

BTW: diese Legierung liegt ja bestimmt noch nicht am Eutektschen Punkt oder ? also könnte man mit schmelzen und langsam abkühlen theoretisch bestimmt eine der beiden Komponenten teilweise abtrennen.....
  Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2007, 15:28   #6   Druckbare Version zeigen
Robin235 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 686
AW: Trennung einer Zinn-Blei-Legierung

Zitat:
Schau doch mal bei ebay...oder bei Kremer Pigmente...
Zinn: gibt es da in 1kg Barren also ein bisschen viel) oder gleich Zinnchlroid: habe ich nicht gefunden
Der Name "Kremer Pigmente" sagt mir leider nichts

Zitat:
Schau lieber wo du es kaufen kannst (außer in der Apo)....
Da ich noch keinen Handel gefunden habe frag ich Euch
Aber da müsste ich echt mal einen guten finden, weil alles versuchen herzustellen wird glaube ich mit der Zeit doch etwas aufwendig, da hast du recht.
Robin235 ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige
Alt 02.04.2007, 16:49   #7   Druckbare Version zeigen
NilsM Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.285
AW: Trennung einer Zinn-Blei-Legierung

Man könnte die Legierung in konz. Salpetersäure lösen. Dabei entsteht SnO2 und Blei(II) bzw. Kupfer(II) gehen in Lösung.
Das Zinndixoid mit Schwefel und Carbonat aufschließen, in Lösung bringen. Den Thiokomplex mit H2O2 zerstören sodass Schwefel ausfällt. Das Zinn(IV) mit einem Reduktionsmittel z.B. Eisennagel zu Zinn(II) reduzieren und ansäuern. Damit müsstes du Zinn(II)chlorid-Lösung bekommen.

Ist allerdings sehr aufwendig.
NilsM ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2007, 19:17   #8   Druckbare Version zeigen
Robin235 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 686
AW: Trennung einer Zinn-Blei-Legierung

Hört sich ja so an als musstes du das schonmal machen:
Zitat:
Zitat von NilsM Beitrag anzeigen
Man könnte die Legierung in konz. Salpetersäure lösen. Dabei entsteht SnO2 und Blei(II) bzw. Kupfer(II) gehen in Lösung.
Das Zinndixoid mit Schwefel und Carbonat aufschließen, in Lösung bringen. Den Thiokomplex mit H2O2 zerstören sodass Schwefel ausfällt. Das Zinn(IV) mit einem Reduktionsmittel z.B. Eisennagel zu Zinn(II) reduzieren und ansäuern. Damit müsstes du Zinn(II)chlorid-Lösung bekommen.
Und warum wird Pb nicht auch noch oxidiert? Okay dass Zinn wegen des Standardpotenzialles zuerst oxidiert wird ist klar, aber dann ist ja noch genug HNO3 für Pb und Cu über.
Zitat:
Ist allerdings sehr aufwendig.
Glaub ich auch
Danke trotzdem jetzt weiß ich wenigsten wie es gehen könnte.
Robin235 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2007, 19:50   #9   Druckbare Version zeigen
NilsM Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.285
AW: Trennung einer Zinn-Blei-Legierung

Zitat:
Hört sich ja so an als musstes du das schonmal machen:
Im quantitativen Praktikum. Allerdings sei dazu gesagt, dass ich mit meinem abschließenden Ergebnis ca. 1% daneben lag. Daher weiss ich nicht ob dieses Verfahren für deine Ziele reicht.
Zitat:
Und warum wird Pb nicht auch noch oxidiert? Okay dass Zinn wegen des Standardpotenzialles zuerst oxidiert wird ist klar, aber dann ist ja noch genug HNO3 für Pb und Cu über.
Wird es ja. Von Pb zu Pb2+. So liegt es dann in der Lösung vor. Ebenso Kupfer. Nur Zinn wird eben bis zu Zinn(IV) oxidiert und fällt dann als Zinnstein aus.
Vgl. meinen vorherigen Text:
Zitat:
Dabei entsteht SnO2 und Blei(II) bzw. Kupfer(II) gehen in Lösung.
NilsM ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2007, 20:01   #10   Druckbare Version zeigen
Robin235 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 686
AW: Trennung einer Zinn-Blei-Legierung

Zitat:
Zitat von NilsM Beitrag anzeigen
Wird es ja. Von Pb zu Pb2+. So liegt es dann in der Lösung vor. Ebenso Kupfer. Nur Zinn wird eben bis zu Zinn(IV) oxidiert und fällt dann als Zinnstein aus.
Vgl. meinen vorherigen Text:
Oh sorry muss ich wegen der Schreibweise Kupfer(II) wohl irgentwie nicht als Ion "wahrgenommen", jetzt ist alles klar.
Aber wie gesagt, das Verfahren hört sich zwar interessant an, aber das ist wie gesagt zu aufwendig, sodass sich da auch mit dem Kauf in der Apotheke gut wegkomme.

Trotzdem danke an alle für Eure hilfe, jetzt probiere ich wenigstens nicht den halben Tag rum und wundere mich warum es nicht funktioniert.
Robin235 ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige


Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Zinn-Blei-Legierung Leif E. Analytik: Quali. und Quant. Analyse 7 05.09.2010 22:49
Trennung von Zinn, Blei und Antimon? Freakazoid Analytik: Quali. und Quant. Analyse 6 26.01.2010 22:00
Bismut-Cadmium-Zinn-Legierung ninanugget Analytik: Quali. und Quant. Analyse 3 10.06.2008 20:42
Zinn-Antimon Legierung Caledon Analytik: Quali. und Quant. Analyse 2 08.07.2006 07:43
Quantitative bestimmung von Mangan und Blei in einer Legierung Jan Pohlmann Analytik: Quali. und Quant. Analyse 6 19.05.2006 12:23


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:20 Uhr.



Anzeige