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Alt 17.03.2007, 12:06   #1   Druckbare Version zeigen
Maio4c  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 39
Examensaufgaben Vergleich Trimethylbor /-aluminium

Hi zusammen,

ich bin gerade bei der Examensvorbereitung für Lehramt Chemie.

Jetzt bin über ein paar Fragen gestolpert, mit denen ich nicht wirklich was anfangen kann...

1. Welche Strukturen haben Methyllithium und n-Butyllithium im kristallinen Zustand

2. Vergleichen sie die Strukturen von Tirmethylbor + Trimethylaluminium

--> Doppelbindungsregel? auf was wollen die raus?

3. Welche Produkte erwarten sie, wenn Al mit Methyliodid reagiert

pffff.... wenn ich diese Examensaufgaben so anschaue, dann frag ich mich, ob ich im richtigen Studium war. So etwas wird in der Lehramtsausbildung definitv nicht gelehrt...
Maio4c ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 18.03.2007, 23:00   #2   Druckbare Version zeigen
Auwi Männlich
Mitglied
Beiträge: 9.766
AW: Examensaufgaben Vergleich Trimethylbor /-aluminium

Will versuchen Deine Fragen zu beantworten, auch wenn es ohne Zeichenmöglichkeit etwas schwierig ist.
1. In allen metallorganischen Verbindungen liegt das Metall nicht wie in den meisten anorganischen (salzartigen) Verbindungen, wo es in Ionenform vorliegt, in kovalenter Bindung vor, die naturgemäß polarisiert ist.
Also sowohl im Li-Methyl als auch im Li-n-Butyl liegt es in "Atombindung" vor. Als elektronegativerer Partner dieser Bindung ist am C eine negative Partialladung, am Li eine positive. Allen metalloranischen Verbindungen ist gemeinsam, daß sie feuchtigkeitsempfindlich und z.T. auch sauerstoffempfindlich sind eventuell geht diese Empfindlichkeit bis zur spontanen Entzündung (z.B. Al-triButyl)
Wenn ich mich noch richtig erinnere,so ist das Li Atom im Li-Methyl und n-Butyl "mit seiner 2s2 Elektronenstruktur hier relativ "zufrieden" d.h stabil.
2. Beim Trimethyl Bor und Trimethyl Aluminium könnten beide Metallatome formal aber nur eine 6-er Elektronenschale erreichen.
Ihre Struktur stellt man sich deshalb dimer vor und zwar analog zur normalen sp2-hybrid Bindung (Doppelbindung) etwa so, daß an jedem Al Atom zwei CH3 Gruppen ein planares Gebilde ( wie H2C=CH2 (Ethen) bilden, und daß die beiden B oder Al Atome über das p-Orbital mit den beiden Elektronen der beiden restlichen Methylgruppen "mesomer" versorgt werden. Das bedeutet, daß sich in diesem Zustand je drei Atome ein Elektronenpaar teilen. Diese Methylgruppen stehen also oberhalb und unterhalb der restlichen planaren Molekülstruktur. Dabei stellt die Dimerisierung nur den Anfang einer weitergehenden Polymerisierung dar.
3. Al und Jodmethan reagieren miteinander wahrscheinlich zu einer "Grignardähnlichen" Verbindung, aber genaueres ist mir nicht mehr geläufig.
Auwi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2007, 23:03   #3   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Examensaufgaben Vergleich Trimethylbor /-aluminium

Zeichnen :

http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=2802

Bitte die upload-Funktion des Forums nutzen. Danke.

Hochladen :

http://www.chemieonline.de/forum/attachment.php?attachmentid=7552&stc=1&d=1162321602

Sind kostenlose Programme darunter. Zur Not : per Hand und scannen.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2007, 11:30   #4   Druckbare Version zeigen
Maio4c  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 39
AW: Examensaufgaben Vergleich Trimethylbor /-aluminium

Vielen Dak für deine Hilfe,
hast mir sehr geholfen

Gruß
Florian
Maio4c ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2007, 12:05   #5   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Examensaufgaben Vergleich Trimethylbor /-aluminium

Zur Struktur:

MeLi: Li4-Tetraeder, wobei alle Flächen von einer CH3-Gruppe überkappt sind. Die Bindung kann man MO theoretisch beschreiben durch Bildung von 3 LGOs der 3 Li Atome einer Tetraederfläche. Das MO ohne Knotenfläche wechselwirkt mit dem sp3 Hybridorbital vom CH3. Diese "Würfel" bilden im Kristall dann quasi ein krz Gitter.

Wichtig ist, dass die Lithiumorganyle auch in Lösung meist als Addukt und nicht als Monomer auftreten. Aus diesem Grund gibt man zur Steigerung der Reaktivität oft Donorbasen wie z.B. TMEDA zu.

n-BuLi: Li6 Oktaeder, 6 der 8 Flächen durch Bu "überdacht".

Zu den Bindungsverhältnissen und der Konstruktion der LGOs würde ich noch mal im Elschenbroich "Organometallchemie" nachschauen.
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Alt 23.12.2007, 13:34   #6   Druckbare Version zeigen
Schnorpel Männlich
Mitglied
Beiträge: 3
AW: Examensaufgaben Vergleich Trimethylbor /-aluminium

hallo weiss net ob es noch aktuell ist aber BMe3 liegt monomer vor.
das Aluminiumorganyl dimer. da bor PpiPpi rückbindungen machen kann aluminium nicht.
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