Allgemeine Chemie
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Alt 17.02.2007, 01:18   #1   Druckbare Version zeigen
ChemieErstSemester Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 184
Ionenbindungen, Kovalente Bindungen

Ist das richtig, dass kovalente Bindung nur von den stoffen die rechts im periodensystem stehen untereinander eingegangen werden? oder wäre HBr beispielsweise auch eine kovalente bindung, denn ich würd sagen das ist eine ionische bindung weil wasserstoff im periodensysem links steht und ionische bindungen werden mit atomen die links stehen, bzw.metallen, und atomen die rechts im periodensystem stehen eingegangen.
ChemieErstSemester ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2007, 01:22   #2   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.824
AW: Ionenbindungen, Kovalente Bindungen

Man kann sich das aus den EN-Werten der einzelnen Elemente berechnen.

Je nach Skala ist deltaEN 1,7 oder 1,5 als Trennwert anzunehmen.
deltaEN >1,5 bzw 1,7 = ionische Bindung
deltaEN <1,5 bzw 1,7 = kovalente Bindung
kaliumcyanid ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2007, 03:42   #3   Druckbare Version zeigen
Cobolt Männlich
Mitglied
Beiträge: 185
AW: Ionenbindungen, Kovalente Bindungen

Hi
Man konnte lange nicht entscheiden, wo Wasserstoff im PSE hingehört.
Einerseits hat er wie Alkalimetalle nur ein Elektron in der S-Schale. Anderseits ist er kein Metall und ihm fehlt nur ein Elektron bis zur vollen Schale wie bei Halogenen. Deswegen betrachte den Wasserstoff nicht als "Mitglied" der Alkalimetallen, er hat andere Eigenschaften.
Gruß
Cobolt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2007, 09:21   #4   Druckbare Version zeigen
Noctum Männlich
Mitglied
Beiträge: 930
AW: Ionenbindungen, Kovalente Bindungen

Wasserstoff ist wie schon gesagt eine Ausnahme. Wasserstoff bildet mit einigen Elementen salzartige Hydride (1. und 2. Hauptgruppe), mit einigen Elementen kovalente Verbdinungen (3. - 7. HG) und mit den Nebengruppenelementen meist nichtstöchiometrische "Legierungen", d.h. Wasserstoffverbdinungen, bei denen Wasserstoff in das Metallgitter mit eingebaut wird.

Generell ist es aber so wie du sagtest, die Tendenz kovalente Bindungen einzugehen steigt im Periodensystem von links nach rechts an.

Gruß
Noctum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2007, 11:10   #5   Druckbare Version zeigen
NilsM Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.285
AW: Ionenbindungen, Kovalente Bindungen

Ich würde evtl. dazu tendieren die Verbindungen nicht so rigoros in einen Typ einzuordnen. Oftmals ist es ja ein Zwischentyp. Natürlich gibt es ja "reine" ionischen Verbindung wie LiF oder "rein" kovalente wie O2, aber wenn man in entweder-oder-Form entscheidet kommt u.U. z.B. bei CuCl2 schon in Bedrängnis.
NilsM ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2007, 21:07   #6   Druckbare Version zeigen
ChemieErstSemester Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 184
AW: Ionenbindungen, Kovalente Bindungen

also gut, ich habe eine beispielaufgabe.
Ordnen sie nach steigenden Gitterenergien(Begründung).

K2O, Al2O3 ,MgO

Zitat:
Man kann sich das aus den EN-Werten der einzelnen Elemente berechnen.

Je nach Skala ist deltaEN 1,7 oder 1,5 als Trennwert anzunehmen.
deltaEN >1,5 bzw 1,7 = ionische Bindung
deltaEN <1,5 bzw 1,7 = kovalente Bindung
K2O ist eine ionische verbindung, das seh ich ja gleich ohne Rechnung, das dies eine ionische Bindung ist, weil K ein Alkallimetal ist und O ein Chalkogen.

Al2O3
Al = Elektronegativität 1,5
0 = Elektronegativität 3,5

3,5 - 1,5 = 2

somit ist dies auch eine ionische Bindung, wobei wenn ichs nicht gerechnet hätte, würde ich sagen ist dies eine kovalente Bindung, weil Al bei den Gasen im Periodensystem steht, wobei mich das doch ein wenig wundert, weil ich dachte es würde im festen zustand auftreten.

MgO, dies kann ich ebenfalls ohne zu rechnen schon ersehen, dass es sich um eine Ionische Verbingung handelt anhand der Positionen im Periodensystem.

somit sind alle drei verbindungen ionische verbindungen.
wäre eine von diesen dreien aber eine kovalente bindung hätte ich schon von anfang an sagen können, dass diese die stärkste bindung ist, weil kovalente bindungen die stärksten bindungen sind, danach, metallische, wasserstoffbrücken ,ionische, und danach die van de walls, wobei die van de waals bindungen ja immer auftreten. oder ist die reihenfolge falsch?

hmm aber um die särke der bindigkeit herauszubekommen muss ich ja doch alle elektronegativitätsdifferenzen berechnen merk ich grad.

Al2O3 = 2
MgO = 2,3
K2O = 2,6

Da wenn die Elektronegativität kleiner als 1,5 ist eine kovalente bindung existiert, ist die bindung also stärker je kleiner die Elektronegativitätsdifferenz ist.
somit würd ich sagen die Reihenfolge bzgl. der Stärke der Bindungen lautet:

Al2O3
Mgo
K2O

richtig?
ChemieErstSemester ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 17.02.2007, 21:13   #7   Druckbare Version zeigen
ChemieErstSemester Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 184
AW: Ionenbindungen, Kovalente Bindungen

p.s. ich hab grad gelesen, dass je kleiner der abstand zwischen den Atomen ist desto stärker ist die Bindung was auch logisch ist.
dazu muss ich den radius der einzlenen atome kennen.
und dann hab ich die formel:

U = (Q1 - Q2) : r

gefunden.

wie komm ich denn nun an den radius ran.
die ladungen kann ich ja im periodensystem an der protonenzahl ablesen.
ChemieErstSemester ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2007, 22:09   #8   Druckbare Version zeigen
NilsM Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.285
AW: Ionenbindungen, Kovalente Bindungen

Zitat:
weil Al bei den Gasen im Periodensystem steht, wobei mich das doch ein wenig wundert, weil ich dachte es würde im festen zustand auftreten.
Wieso steht Al bei den Gasen? Al steht links von der Zintellgerade und damit eigentlich bei den Metallen. Außerdem sind die Elemente ja nicht nach Aggregatzustand geordnet.
Zitat:
Da wenn die Elektronegativität kleiner als 1,5 ist eine kovalente bindung existiert, ist die bindung also stärker je kleiner die Elektronegativitätsdifferenz ist.
Bei CuCl2 ist die EN-Differenz 1,26. Trotzdem bildet es Ionengitter. Nur die Bindung hat eben auch kovalente Anteile.
NilsM ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.02.2007, 18:18   #9   Druckbare Version zeigen
ChemieErstSemester Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 184
AW: Ionenbindungen, Kovalente Bindungen

Zitat:
Außerdem sind die Elemente ja nicht nach Aggregatzustand geordnet.
Im Periodensystem stehen die Elemente aber doch aufgelistet in ihrem Agregatzustand, den sie bei 20 Grad besitzen.


Ist H20 (Eis) eine kovalente Bindung? ich würde sagen, dass ja, weil Wasserstoff immer kovalente Bindungen eingeht.

Mir wurde gesagt, dass Silizium eine kovalente Bindung sei, aber meines achtens ist es gar keine Bindung, weil zu einer Bindung doch mindestens ein weiteres Atom zugehört.

Eisen ist meiner Meinung auch keine kovalente Bindung sondern kann nur eine metallische Bindung sein, weils ja ein metall ist.

Warum ist GaAs eine kovalente und keine ionische Bindung?

Geändert von ChemieErstSemester (26.02.2007 um 18:26 Uhr)
ChemieErstSemester ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.02.2007, 19:36   #10   Druckbare Version zeigen
Noctum Männlich
Mitglied
Beiträge: 930
AW: Ionenbindungen, Kovalente Bindungen

Zitat:
Zitat von ChemieErstSemester Beitrag anzeigen
Im Periodensystem stehen die Elemente aber doch aufgelistet in ihrem Agregatzustand, den sie bei 20 Grad besitzen.
Echt? Wie erklärst du dir die Stellung vom flüssigen Quecksilber zwischen den etwas festeren Elementen Gold und Tellur? Die Elemente im PSE sind dort aufgelistet nach steigender Kernladungszahl, die einzelnen Perioden ergeben sich aus der Systematik der Elektronenverteilung auf die Orbitale.

Zitat:
Ist H20 (Eis) eine kovalente Bindung? ich würde sagen, dass ja, weil Wasserstoff immer kovalente Bindungen eingeht.
Ja, die H-O Bindung im H2O ist polar kovalent. Wasserstoff geht jedoch nicht nur kovalente Bidnungen ein, siehe meinen Post in vom 17.02.07 in genau diesem Thread.

Zitat:
Mir wurde gesagt, dass Silizium eine kovalente Bindung sei, aber meines achtens ist es gar keine Bindung, weil zu einer Bindung doch mindestens ein weiteres Atom zugehört.
Stimmt, Silizium ist ein Element. Si geht aufgrund seiner Stellung im PSE (Nichtmetall) jedoch mit vielen Bindungspartnern kovalente Bindungen ein.


gruß
Noctum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.02.2007, 19:07   #11   Druckbare Version zeigen
Yttrium-39 Männlich
Mitglied
Beiträge: 39
AW: Ionenbindungen, Kovalente Bindungen

Zitat:
Zitat von ChemieErstSemester Beitrag anzeigen
p.s. ich hab grad gelesen, dass je kleiner der abstand zwischen den Atomen ist desto stärker ist die Bindung was auch logisch ist.
dazu muss ich den radius der einzlenen atome kennen.
und dann hab ich die formel:

U = (Q1 - Q2) : r

gefunden.

wie komm ich denn nun an den radius ran.
die ladungen kann ich ja im periodensystem an der protonenzahl ablesen.
An die Ionenradien kommst du über eine Tabelle in deinem Chemiebuch.

Da du ja anscheinend gerne mit "Tricks" arbeitest, gebe ich dir einen kleinen Tipp:
Wenn ein Atom in einer ionischen Verbindung genau so viele Elektronen aufnimmt, wie das andere abgibt, ist die Bindung fester (hohe Gitterenergie).
Je mehr Ladungen übertragen werden, deste fester (wieder mal).

Deswegen ist MgO auf jeden Fall "fester" als K2O - Al2O3 weiß ich jetzt nicht - musste nochmal nachrechnen.
__________________
Eine chemische Lösung ist klar.
Yttrium-39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.02.2007, 19:21   #12   Druckbare Version zeigen
ChemieErstSemester Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 184
AW: Ionenbindungen, Kovalente Bindungen

danke für den tipp, ja die tricks sind deshab ganz wichtig, weil wir in der klausur nur das PSE verwenden dürfen, und im PSE ist ja keine Tabelle mit den radien. und dies war mal ne klausuraufgabe, die irgendwann mal bei dem prof geschrieben wurde.
wie rechnest du denn das nach bei Al2O3?
nimmst du dafür die Formel die ich da angegeben habe, oder rechnest du das anders?
ChemieErstSemester ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.03.2007, 01:32   #13   Druckbare Version zeigen
ChemieErstSemester Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 184
AW: Ionenbindungen, Kovalente Bindungen

CaCl ist das ne ionische Bindung?

ich würd sagen ja, weil Ca links im PSE steh CL rechts und solche stoffe sind vorwiegend ionischen bindung.
zweitens würd ich ja sagen, weil die elektronegativitätsdifferenz 2,16 beträgt. und wenn man den richtungswert nimmt, dass alles größer 1,7 häufig ne ionische bindung ist, so würde dieser wert eben darauf hinweisen.

doch irgendwie sagt mir mein gefühl, dass CaCl ne kovalente bindung ist, ich meine das gelesen zu haben.
ChemieErstSemester ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.03.2007, 10:20   #14   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.824
AW: Ionenbindungen, Kovalente Bindungen

CaCl2. Calcium ist 2fach positiv geladen, also braucht man 2 negative Ladungen, um das auszugleichen.

deltaEN 1,8
(bei meiner Skala ist die ausschlaggebende Differenz 1,5)

Also gut ionisch => ein Salz.
kaliumcyanid ist gerade online   Mit Zitat antworten
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