Allgemeine Chemie
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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 10.02.2007, 23:55   #1   Druckbare Version zeigen
Chocolate2604 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 128
Schulunfall im Chemielabor

Also es geht darum:

In der Schule fand eine Explosion statt.

Schüler befanden sich in einem schlecht belüfteten Raum & haben Tische mit Hexan gereinigt.
Durch das verdunsten des Hexans kam es zu einer Explosion (hexan-luft) gemisch.Ein Zündfunke löste die Explosion mit toten aus.

Raummaße Breite 9 m , Länge 6 m, Höhe 2 m ,

Welche Masse verdunstete um eine vollständige Verbrennung optimaler und damit zündfähigen Gemischs zu erreichen. ? ?

Ich hab leider gar keine Ahnung wo ich anfangen soll Könnt ihr mir helfen?


liebe grüße
Chocolate2604 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2007, 00:00   #2   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Schulunfall im Chemielabor

Hm, die Aufgabe ist schwammig. Römpp sagt jedenfalls, dass die Explosionsgrenzen von Hexan in Luft 1,1-7,4 % betragen.
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Alt 11.02.2007, 00:23   #3   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Schulunfall im Chemielabor

Deine Frage zum Unfall wirkt auf mich recht zynisch, so, als wenn Du post mortem fragen wolltest: "Ich habe meinen Kollegen mit einem Hammer traktiert. Mit wie viel N/cm2 und mit welcher Geschwindigkeit muss der Hammer auf dem Schädel aufgetroffen sein, um eine sichere Spaltung desselben zu bewerkstelligen?".
Letzten Endes geht es doch nur darum, dass derart idiotische Reinigungsaktionen nur in gut belüfteter und 100%-ig Ex-geschützter Umgebung überhaupt stattfinden dürfen!

Gruss, freechemist
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Alt 11.02.2007, 03:22   #4   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.540
AW: Schulunfall im Chemielabor

Zitat:
Zitat von Chocolate2604 Beitrag anzeigen
In der Schule fand eine Explosion statt.

Schüler befanden sich in einem schlecht belüfteten Raum & haben Tische mit Hexan gereinigt.
Durch das verdunsten des Hexans kam es zu einer Explosion (hexan-luft) gemisch.Ein Zündfunke löste die Explosion mit toten aus.

Raummaße Breite 9 m , Länge 6 m, Höhe 2 m ,

Welche Masse verdunstete um eine vollständige Verbrennung optimaler und damit zündfähigen Gemischs zu erreichen. ? ?

Das ist doch (hoffentlich) nur eine theoretische, recht geschmacklose Rechenaufgabe, oder?
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2007, 11:17   #5   Druckbare Version zeigen
Eschlbegga Männlich
Mitglied
Beiträge: 613
AW: Schulunfall im Chemielabor

Ich gehe jetzt mal davon aus, das der ganze Sauerstoff verbraucht werden muss.
Reaktion:
C6H14 + 13O2 => 6CO2 + 7H2O
V(Raum)=9m x 6m x 2m = 108 m3
Gehalt O2 in Luft: 21%
=> 108m3x 0,21=21,7m3

21700 l (O2)/22,4mol/l = 968,75mol (O2)
968,75mol/13=74,5mol (C6H14)

M(C6H14)=86,17g/mol
Dichte(C6H14)= 0,66 g/ml

74,5mol * 86,17g/mol=6419,67g
6419,67g / 0,66g/mol=9726,77ml=9,7L(Hexan)
Eschlbegga ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2007, 11:22   #6   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Schulunfall im Chemielabor

Glaub ich nicht. Angenommen 6419,67 g Hexan verdampfen vollständig, wieviel % Hexan enthält die Luft in dem Raum dann?
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Alt 11.02.2007, 13:23   #7   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Schulunfall im Chemielabor

Zitat:
Raummaße Breite 9 m , Länge 6 m, Höhe 2 m
9 * 6 * 2 m3 = 118 m3

Zitat:
Römpp sagt jedenfalls, dass die Explosionsgrenzen von Hexan in Luft 1,1-7,4 % betragen.
118 m3 x 0,011 = 1,289 m3

1,289 m3 / (24 m3/kmol) = 54,08 mol

M(C6H14)=86,17g/mol

54,08 mol * 86,17 g/mol = 4660 g

Dichte(C6H14)= 0,66 g/ml

4660 g / (0,66 g/ml) = 7,06 l

Nachrechnen!
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2007, 13:59   #8   Druckbare Version zeigen
zweiPhotonen  
Mitglied
Beiträge: 7.409
Blog-Einträge: 122
Lehrer verstößt gegen Auflagen

Hallo,

die Rechnung von bm ist insofern richtig, da sie aufgrund der Frage nach der Zündfähigkeit die Explosionsgrenze berücksichtigt. Allerdings wird auch nach optimaler Verbrennung gefragt...

Der Lehrer, der das Reinigen veranlasst hat, ist von der Schule zu entfernen, denn:
1. muss vor der Verwendung von n-Hexan geprüft werden, ob nicht ein ungefährlicherer Ersatzstoff (Spüli+Bürste) verwendet werden kann.
2. verstösst die Aufbewahrung so grosser Mengen brennbarer Flüssigkeit gegen (fast) alle Laborregeln.

Wolfgang
__________________
Wenn es einfach wäre, hätte es schon jemand gemacht!

I said I never had much use for it. Never said I didn't know how to use it.(M. Quigley)
You can't rush science, Gibbs! You can yell at it and scream at it, but you can't rush it.(A. Sciuto)

Wer durch diese Antwort nicht zufriedengestellt ist, der möge sich bitte den Text "Über mich" in meinem Profil durchlesen und erst dann meckern.

Geändert von zweiPhotonen (11.02.2007 um 14:26 Uhr) Grund: nochmal nachgedacht
zweiPhotonen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2007, 14:01   #9   Druckbare Version zeigen
Allchemist Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.129
AW: Schulunfall im Chemielabor

Zitat:
Zitat von bm Beitrag anzeigen
9 * 6 * 2 m3 = 118 m3



118 m3 x 0,011 = 1,289 m3

1,289 m3 / (24 m3/kmol) = 54,08 mol

M(C6H14)=86,17g/mol

54,08 mol * 86,17 g/mol = 4660 g

Dichte(C6H14)= 0,66 g/ml

4660 g / (0,66 g/ml) = 7,06 l

Nachrechnen!

HAllo,

grundsätzlich ist Dein Rechengang richtig, die Aufgabe müsste jedoch lauten: "Welches Hexanvolumen muß mindestens verdampft sein ?". Da jedoch vom optimalen Hexanvolumen die Rede ist, würde ich vom stöchiometrischen Verhältnis (ergibt maximalen Explosionsdruck) ausgehen.

Stimme ansonsten den Meinungen von freechemist und zarahustra hinsichtlich Geschmacklosigkeit zu.

Grüße Allchemist
Allchemist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2007, 19:18   #10   Druckbare Version zeigen
Chocolate2604 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 128
AW: Schulunfall im Chemielabor

mit explosionsgrenzen rechnen wir aber nicht !
was nun ?
Chocolate2604 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2007, 19:24   #11   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Schulunfall im Chemielabor

Wie dann?
  Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2007, 19:36   #12   Druckbare Version zeigen
MTG Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.048
AW: Schulunfall im Chemielabor

so wie es alchemist gesagt hat, stöchiometrisch! also reaktionsgleichung aufstellen und ein bisschen mitm idealen gasgesetz rumrechnen...
MTG ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2007, 19:57   #13   Druckbare Version zeigen
Chocolate2604 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 128
AW: Schulunfall im Chemielabor

sooo am ehesten komm ich mit der rechnung von eschlbegga klar

nur wie kommt dieser am ende auf M und dichte ? ..wie berechnet er diese ? ..
darunter die gesetze sind wieder klar

mit n*M & m durch roh ! ....

alsooo?
hilfe
Chocolate2604 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 11.02.2007, 20:08   #14   Druckbare Version zeigen
Allchemist Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.129
AW: Schulunfall im Chemielabor

Zitat:
Zitat von MTG Beitrag anzeigen
so wie es alchemist gesagt hat, stöchiometrisch! also reaktionsgleichung aufstellen und ein bisschen mitm idealen gasgesetz rumrechnen...

Hallo,


das ist allerdings etwas Praxisfremd. Das stöchiometrische Gemisch erzeugt den maximalen Explosionsdruck.
In der Praxis geht es jedoch im allgemeinen darum Explosionen zu vermeiden, es sei denn man will einen Verbrennungsmotor berechnen.
Eine Maßnahme zur Vermeidung von Explosionen ist das Vermeiden explosionsfähiger Gemische, zB. durch Lüftung.
Die Lüftungsanlage muss dabei gemäß BGR 104 so ausgelegt werden, dass 50% der unteren Exgrenze unterschritten werden. --> Berechnung siehe BM.
Gas- Luftgemische sind nun mal innnerhalb der Ex-Grenzen explosionsfähig, während das stöchiometrische Gemisch irgentwo dazwischen liegt.


Grüße Allchemist
Allchemist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2007, 20:11   #15   Druckbare Version zeigen
linkhardy  
Mitglied
Beiträge: 708
AW: Schulunfall im Chemielabor

M(Hexan)=6*M(C)+14*M(H)=(6*12+14*1)g/mol=86g/mol
Die molare Masse M kann man im Periodensystem der Elemente nachsehen. Die Dichte ist auch aus irgendeiner Tabelle, brauchst Du bei Deiner Fragestellung jedoch nicht, da nach der Masse und nicht nach dem Volumen von Hexan gefragt ist. Ixt also nur eine Fleißaufgabe.
linkhardy ist offline   Mit Zitat antworten
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