Allgemeine Chemie
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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 10.02.2007, 11:45   #1   Druckbare Version zeigen
Radon Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 209
Reinheit

Hallo!

Kann man für Synthesen auch z.B. technische Säuren nehmen? Denn der Preis für reine oder reinste Chemiekalien ist mir dann doch zu hoch.

PS: Ich habe noch nichts bestimmtes vor.
__________________
MfG
Radon
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Alt 10.02.2007, 12:09   #2   Druckbare Version zeigen
Curie weiblich 
Moderatorin
Beiträge: 3.599
AW: Reinheit

Wenn du eh nur zu Hause experimentierst, würde ich sagen ja...

Wen interessiert da die Reinheit? Ich denke nicht, dass du ein NMR zu hause hast um vernünftige Analytik zu machen.

d.h. du solltest nicht viel von dem Schmutz bemerken. Säulenchromatographie wirst du auch wohl kaum machen, eher umkristallisieren, wenn überhaupt. Richtig rein wird das so sowieso nicht.
__________________
Viele Grüße,
Curie
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Alt 10.02.2007, 12:42   #3   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.820
AW: Reinheit

Wenn du keine Reinheitsbestimmung machst, dann reicht technische Reinheit vollkommen. Das merkt man evtl. bei einer Schmelzpunktbestimmung oder bei einer chromatographischen Methode (DC, SC,... wie schon gesagt wurde) und bei der Instrumentellen Analytik.
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2007, 14:40   #4   Druckbare Version zeigen
Maler Männlich
Mitglied
Beiträge: 121
AW: Reinheit

Ich wollte letztens zeigen, dass man nur mit Hnasc. KMnO4 entfärben kann und nicht mit H2. Also etwas Permanganatlösung in ein RG, Salzsäure(technisch) drauf und sofort wurde alles braun. Die war wohl etwas zu stark mit Fe(II) verunreinigt. Das nur so als Beispiel, wie ein einfacher Versuch durch unreine Substanzen daneben gehen kann.
Wenn du Analysen machen willst, solltest du natürlich auch saubere Chemikalien verwenden. Sonst kannst du am Ende mehr nachweisen als in deiner Probe drin war.
Maler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2007, 14:43   #5   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Reinheit

zumal Chemikalien in rein oder reinst ja nicht so wirklich teuer sind (vorrausgesetzt man kauft vernünftige Mengen und nicht 100 g)
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Alt 10.02.2007, 16:47   #6   Druckbare Version zeigen
Curie weiblich 
Moderatorin
Beiträge: 3.599
AW: Reinheit

Zitat:
Zitat von Maler Beitrag anzeigen
Ich wollte letztens zeigen, dass man nur mit Hnasc. KMnO4 entfärben kann und nicht mit H2. Also etwas Permanganatlösung in ein RG, Salzsäure(technisch) drauf und sofort wurde alles braun. Die war wohl etwas zu stark mit Fe(II) verunreinigt. Das nur so als Beispiel, wie ein einfacher Versuch durch unreine Substanzen daneben gehen kann.
Wenn du Analysen machen willst, solltest du natürlich auch saubere Chemikalien verwenden. Sonst kannst du am Ende mehr nachweisen als in deiner Probe drin war.
Mhm. Braun -> Braunstein, du hast das Permanganat reduziert. Oder war es eine braune _Lösung_? Müsste auch Chlorgas entstanden sein: 2 KMnO4 + 8HCl --> 3Cl2 + 2KCl + 2MnO2 + 4 H2O

Wenn du noch länger draufrumkochst solltest du das MnO2 auch auflösen können

Wieso sollte es an Fe(II) gelegen haben?

Außerdem, durch Zugabe von HCl-Lsg. und KMnO4-Lsg. erzeugst du doch kein H(nasc.) Dann müsste KMnO4 ein Reduktionsmittel sein
__________________
Viele Grüße,
Curie
Curie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2007, 17:43   #7   Druckbare Version zeigen
Maler Männlich
Mitglied
Beiträge: 121
AW: Reinheit

Zitat:
Zitat von Curie Beitrag anzeigen
Mhm. Braun -> Braunstein, du hast das Permanganat reduziert. Oder war es eine braune _Lösung_? Müsste auch Chlorgas entstanden sein: 2 KMnO4 + 8HCl --> 3Cl2 + 2KCl + 2MnO2 + 4 H2O

Wenn du noch länger draufrumkochst solltest du das MnO2 auch auflösen können

Wieso sollte es an Fe(II) gelegen haben?

Außerdem, durch Zugabe von HCl-Lsg. und KMnO4-Lsg. erzeugst du doch kein H(nasc.) Dann müsste KMnO4 ein Reduktionsmittel sein
Ich hätte dann natürlich noch Zink zugegeben. Ich wollte damit nur sagen, dass schon beim ansäuern die Lösung braun wurde.
Es war natürlich ein blöder Fehler von mir, mit konzentrierter Salzsäure anzusäuern (Immerhin besser als beim Chloridnachweis mit HCl anzusäuern ). Ich habe mal irgendwo gelesen, dass technische Salzsäure oft mit Eisensalzen verunreinigt sei und daraus geschlossen, dass wohl Fe(II) mein Permanganat reduziert hat, da meine Salzsäure eine leichte Gelbfärbung zeigt. Ich habe dabei aber auch nicht bedacht, dass Eisen(II)-chlorid sehr schnell an Luft oxidiert wird, weshalb das sowieso unwahrscheinlich wäre.

Ich habe jetzt mal schnell einen Test gemacht und siehe da, nicht der geringste Hinweis auf Eisen , da hab ich wohl was fehlinterpretiert.
Dann habe ich nochmal den Versuch wiederholt: Diesmal die Säure stark verdünnt, 0,1M Permanganatlösung dazu und eine Spatelspitze Zn Pulver und siehe da, beim Umschütteln ging langsam die Farbe verloren . Zum Schluss habe ich den Versuch zum Vergleich nochmal mit der Konzentrierten Säure durchgeführt: Und wieder eine hellbraune Lösung(nichts ausgefallen) erhalten, die beim verdünnen farblos wurde. Ein Geruch nach Chlor war nur sehr schwach wahrnehmbar, was aber wohl an der geringen Menge lag.

Aber sowas sind halt Anfängerfehler . Ich denke die macht jeder mal.
Maler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2007, 00:02   #8   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Reinheit

Hallo Radon,

Sehr wohl kannst Du, um gezielt Verbindungen herzustellen, Säuren und andere Reagentien von technischer Reinheit verwenden. Während vieler Jahre schon haben wir in unserem Betrieb aus Edelmetall enthaltenden Abfällen reines Gold, Silber, Platin und Palladium im Multi-Kilogramm-Massstab hergestellt, und haben dazu nur technisch reine Chemikalien verwendet. Königswasser beispielsweise wurde bei uns aus HCl 32% techn. und HNO3 65% techn. bereitet. Andere, im Scheideprozess eingesetzte Chemikalien, wie KCl, Na2SO3, NaOH etc. waren ebenfalls nur von technisch reiner Qualität. Die am Ende erhaltenen gereinigten Metalle hatten durchwegs eine Reinheit von mindestens 99.99%. Dabei ist es mir nie untergekommen, dass ich wegen Einsatzes "nur" technisch reiner Chemikalien plötzlich mehr Gold oder Platin erhalten hätte.
Etwas anders sah es dann bei der Qualitätskontrolle aus. Schliesslich musste die hohe Reinheit von 99.99% durch kontrollierte Analysen belegt werden. Und da wurden selbstverständlich nur Reagentien (HCl, HNO3 etc.) der allerbesten Qualität zum Lösen der Reinmetallproben eingesetzt, um sicher zu stellen, dass nicht z.B. aus der Salzsäure zusätzliche Spuren von Zn, Fe, Pb etc. in die zu analysierenden Probelösungen eingebracht wurden.

Ich wünsche viel Erfolg bei Deinen Synthesen

freechemist
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Alt 11.02.2007, 00:04   #9   Druckbare Version zeigen
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nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Reinheit

Eben, es kommt halt immer drauf an was man machen will.....

Drum hat man ja auch mehrere Reinheiten zur auswahl....
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Alt 11.02.2007, 10:29   #10   Druckbare Version zeigen
Radon Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 209
AW: Reinheit

Zitat:
Zitat von Pedant Beitrag anzeigen
zumal Chemikalien in rein oder reinst ja nicht so wirklich teuer sind (vorrausgesetzt man kauft vernünftige Mengen und nicht 100 g)
Bei einem Händler hier um die Ecke (Köhler) gibt es schon Preisunterschiede (je 2,5 Liter 65% Salpetersäure zuzüglich MwSt):
reinst 26,90€
technisch 17,60€

Vielen Dank für eure Antworten!
Ich werde mir dann für Synthesen Chemikalien mit technischer Reinheit kaufen
__________________
MfG
Radon
Radon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2007, 11:51   #11   Druckbare Version zeigen
Curie weiblich 
Moderatorin
Beiträge: 3.599
AW: Reinheit

Zitat:
Zitat von Maler Beitrag anzeigen
Ich hätte dann natürlich noch Zink zugegeben. Ich wollte damit nur sagen, dass schon beim ansäuern die Lösung braun wurde.
Es war natürlich ein blöder Fehler von mir, mit konzentrierter Salzsäure anzusäuern (Immerhin besser als beim Chloridnachweis mit HCl anzusäuern ). Ich habe mal irgendwo gelesen, dass technische Salzsäure oft mit Eisensalzen verunreinigt sei und daraus geschlossen, dass wohl Fe(II) mein Permanganat reduziert hat, da meine Salzsäure eine leichte Gelbfärbung zeigt. Ich habe dabei aber auch nicht bedacht, dass Eisen(II)-chlorid sehr schnell an Luft oxidiert wird, weshalb das sowieso unwahrscheinlich wäre.

Ich habe jetzt mal schnell einen Test gemacht und siehe da, nicht der geringste Hinweis auf Eisen , da hab ich wohl was fehlinterpretiert.
Dann habe ich nochmal den Versuch wiederholt: Diesmal die Säure stark verdünnt, 0,1M Permanganatlösung dazu und eine Spatelspitze Zn Pulver und siehe da, beim Umschütteln ging langsam die Farbe verloren . Zum Schluss habe ich den Versuch zum Vergleich nochmal mit der Konzentrierten Säure durchgeführt: Und wieder eine hellbraune Lösung(nichts ausgefallen) erhalten, die beim verdünnen farblos wurde. Ein Geruch nach Chlor war nur sehr schwach wahrnehmbar, was aber wohl an der geringen Menge lag.

Aber sowas sind halt Anfängerfehler . Ich denke die macht jeder mal.
Ist ja kein Problem. Zum Lernen sind die Versuche und das Forum ja da

Ich bin mir aber relativ sicher, dass das braune Zeug Braunstein sein müsste, auch wenn es in verdünnnter Form wie eine Lösung aussieht.

Viel Spaß beim weiteren experimentieren
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Viele Grüße,
Curie
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