Allgemeine Chemie
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Alt 20.01.2007, 14:09   #1   Druckbare Version zeigen
kuckuck  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5
Frage Schwermetalle in Flüssen und Seen

Hallo!
Ich studiere Geographie und muss ein Modell über "Schwermetalle in Flüssen und Seen" entwerfen. Ich habe leider keine Ahnung von Chemie. Wenn ich das richtig sehe, können Schwermetalle in gelöster und gebundener Form(an Sedimente gebunden) in die Gewässer gelangen...Doch inwiefern wirkt sich das unterschiedlich auf die Schwermetalle aus? Können nur gelöste /gebundene akkumulieren, abtransportiert oder von Lebewesen aufgenommen werden? es wäre nett, wenn mir jemand weiterhelfen könnte!

Viele Grüße!
kuckuck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2007, 14:44   #2   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.824
AW: Schwermetalle in Flüssen und Seen

Wenn Schwermetalle unlöslich gebunden sind, dann bleiben sie da wo sie sind. Erst wenn sie in Ionenform übergehen, entstehen eventuelle Probleme.
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2007, 18:28   #3   Druckbare Version zeigen
kuckuck  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5
AW: Schwermetalle in Flüssen und Seen

Vielen Dank für Deine Antwort!
Aber was ist mit Schwermetallen, die an Erosionspartikel gebunden sind? Können die dann nicht von Fischen etc. über die Kiemen eingeatmet werden und sich im Fettgewebe anlagern? Oder geht das nur, wenn sie in Ionenform sind?
kuckuck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2007, 18:37   #4   Druckbare Version zeigen
PaGe  
Mitglied
Beiträge: 549
AW: Schwermetalle in Flüssen und Seen

Über die Kiemen können nur Ionen aufgenommen werden. Allerdings kann ein Fisch die Partikel auch verschlucken. Ist dann allerdings die Frage, ob die Schwermetalle dort im Magen aus den schwer löslichen Komplexen herausgelöst werden können. Denn auch dort gilt, dass nur Ionen aufgenommen werden können. Ich habe allerdings keine näheren Infos darüber.
PaGe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2007, 19:00   #5   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.540
AW: Schwermetalle in Flüssen und Seen

Ganz grob kann mal wohl sagen, dass Schweremetalle gelöst Form vorliegen müssen, um aufgenommen zu werden. Wenn sie fest an Partikel gebunden vorliegen, können sie schwer von Lebewesen aufgenommen bzw. in diesen gespeichert werden.

Wenn Du weiter ins Detail gehst, wird es aber schwieriger:
Der Großteil der Schwermetalle ist in Gewässern zwar an Schwebstoffe gebunden, aber es gibt ja Filtrierer (z.B. Muscheln), die stetig Partikel aus dem Wasser aufnehmen und damit bspw. auch Schwermetalle akkumulieren. Über die Filtrierer können die Schwermetalle dann in die Nahrungskette kommen.
Was dann in den einzelnen Tieren passiert, kann ich Dir nicht sagen, aber es ist durchaus denkbar, dass die zunächst gebundenen Schwermetalle mobilisiert werden und damit toxisch wirken.

Übrigens können einige Schwermetalle sowohl in ionischer Form, als auch in Form von organischen Verbindungen (z.B. Tributylzinn) auftreten. Schwermetall-Ionen können nicht ohne weiteres in Zellen gelangen, sondern nur durch bestimmte Transportproteine, das hängt dann von den Lebewesen hab. Organische Schwermetallverbindungen hingegen sind lipophil, können leicht Zellmembranen passieren und auch im Fettgewebe angereichert werden.

Ein bisschen was zum Lesen:
http://atlas.umwelt.hessen.de/servlet/Frame/atlas/wasser/of_wasser/sm_txt.htm
http://home.icbm.uni-oldenburg.de/~aqua/veranstaltungen/Reader-Texte/Warnsignale_SM_RD.pdf

Ich habe den Eindruck, dass Deine Modellierung extrem aufwändig wird, wenn Du das unterschiedliche Verhalten der einzelnen Schwermetalle und die unterschiedlichen Lebewesen miteinbeziehen willst...

Gruß,
Zara
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 21.01.2007, 13:22   #6   Druckbare Version zeigen
kuckuck  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5
AW: Schwermetalle in Flüssen und Seen

Vielen lieben Dank für Eure Hilfe!
Einen schönen Sonntag noch!
kuckuck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2007, 17:49   #7   Druckbare Version zeigen
kuckuck  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5
AW: Schwermetalle in Flüssen und Seen

Ich hab doch noch mal ne Frage:

Lebewesen sind doch aber auch in der Lage, gebundene Schwermetalle aufzunehmen (vielleicht über die Nahrung/ über Verschlucken)? Oder können diese im Fettgewebe nicht angelagert werden und werden sofort wieder ausgeschieden? Sodass man sagen könnte, dass gebundene SM nicht "aufgenommen" werden können, da sie nicht eingelagert werden und somit keinen Schaden hinterlassen?

LG, Sabrina
kuckuck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2007, 18:14   #8   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.540
AW: Schwermetalle in Flüssen und Seen

Zitat:
Zitat von kuckuck
Lebewesen sind doch aber auch in der Lage, gebundene Schwermetalle aufzunehmen (vielleicht über die Nahrung/ über Verschlucken)? Oder können diese im Fettgewebe nicht angelagert werden und werden sofort wieder ausgeschieden? Sodass man sagen könnte, dass gebundene SM nicht "aufgenommen" werden können, da sie nicht eingelagert werden und somit keinen Schaden hinterlassen?
Das ist genau die Frage, die ich mir gestellt habe, als ich folgendes schrieb:
Zitat:
Zitat von zarathustra
Was dann in den einzelnen Tieren passiert, kann ich Dir nicht sagen, aber es ist durchaus denkbar, dass die zunächst gebundenen Schwermetalle mobilisiert werden und damit toxisch wirken.
Erstmal würde ich annehmen, dass Schwebstoff-gebundene Schwermetalle so gebunden sind, dass sie nicht schädlich für Organismen sind. Sie sollten also einfach ausgeschieden werden, ohne die Lebewesen zu schädigen oder in ihnen zu akkumulieren.
Aber sobalt wir ein etwas komplexeres Lebewesen anschauen, dann wird es echt schwierig zu entscheiden, ob solche Partikel einfach unverändert durch dessen Magen-Darm-Trakt kommen, zumal im Darm ja auch wieder verschiedenste Bakterien leben.
Aufgrund dieser ganzen Fakoren würde ich vermuten, dass sie Partikel zumindest teilweise im Magen-Darm-Trakt verstört werden und Schwermetalle freigesetzt werden. Dann müssen aber auch entsprechende Transporter im Darm vorhanden sein, welche die vorhandenen Schwermetalle in die Zellen transportieren.
Ich denke, Du müsstest Dir einige Lebewesen raussuchen und Dich genauer mit deren Biologie bzw. Schadstoffepfindlichkeit auseinander setzen...

Gruß,
Zara
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2007, 18:51   #9   Druckbare Version zeigen
kuckuck  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5
AW: Schwermetalle in Flüssen und Seen

So ähnlich habe ich mir das auch gedacht. ich werde das ganze dann etwas oberflächlicher angehen und beide Möglichkeiten darstellen!
Vielen, vielen Dank für die Hilfe; bin jetzt ein bisschen schlauer!
Schönen Abend, LG, Sabrina
kuckuck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2007, 21:55   #10   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Schwermetalle in Flüssen und Seen

Zitat:
Zitat von ultraradon Beitrag anzeigen
ich find das echt schlimm mit den schwermetallen!
aber noch schlimmer ist das so ne neue umweltstudie ergeben hat das der dihydrogeniummonoxidanteil in deutschen flüssen (besonders Rhein und Elbe) seit 1998 um 12,4% gestiegen ist!!
Greenpeace forever!
Was ich dann doch bezweifle. Quellen?
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2007, 22:01   #11   Druckbare Version zeigen
Eschlbegga Männlich
Mitglied
Beiträge: 613
AW: Schwermetalle in Flüssen und Seen

Zitat:
Zitat von ultraradon Beitrag anzeigen
ich find das echt schlimm mit den schwermetallen!
aber noch schlimmer ist das so ne neue umweltstudie ergeben hat das der dihydrogeniummonoxidanteil in deutschen flüssen (besonders Rhein und Elbe) seit 1998 um 12,4% gestiegen ist!!
Greenpeace forever!
Jaja das gefährliche DHMO
Das meiste davon gelangt übrigens durch Regen in die Flüsse
Eschlbegga ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2007, 22:01   #12   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Schwermetalle in Flüssen und Seen

Ich lösche dann mal unqualifizierte Beiträge. Einverstanden?
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2007, 22:08   #13   Druckbare Version zeigen
Eschlbegga Männlich
Mitglied
Beiträge: 613
AW: Schwermetalle in Flüssen und Seen

Dihydrogenmonoxid
Eschlbegga ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2007, 22:15   #14   Druckbare Version zeigen
Radon Männlich
Mitglied
Beiträge: 209
AW: Schwermetalle in Flüssen und Seen

Anscheinend doch...
__________________
MfG
Radon
Radon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2007, 22:17   #15   Druckbare Version zeigen
Eschlbegga Männlich
Mitglied
Beiträge: 613
AW: Schwermetalle in Flüssen und Seen

Schau mal hier
DHMO
Eschlbegga ist offline   Mit Zitat antworten
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