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Alt 13.01.2007, 23:55   #1   Druckbare Version zeigen
chris99 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5
Frage Ampullenfund bei der Oma - 2. Weltkrieg?

Hallo,

ich bin neu hier und muss gestehen, daß ich Chemie abgewählt habe als LK und BWL studiert habe. Trotzdem habe ich mal eine Frage zu einem Fund bei der Oma, dessen Herkunft mich sehr interessiert und Ihr habt bestimmt Ahnung davon.

Also, ich habe ein Päckchen mit 5 verschlossenen und original verpackten Ampullen der Firma Braun, Melsungen gefunden - lönnten vielleicht aus der Zeit 33-45 stammen.
Aufschrift: Ammoniak - Aehter - Chloroform - Riechampullen.

Mit meinen kleinen Chemiekenntnissen weiß ich, daß Ammoniak streng riecht und sicherlich so wie Riechsalz für Benommenheit genommen wird. Chloroform und Aether hingegen sind doch klassische Inhalationsnarkotika, also eigentlich gegenteilig.

Mich interessiert die Herkunft und natürlich warum diese drei Elemente in einer Riechampulle sind.

Wer kann mir einen Tipp geben?

Vielen Dank schon mal im Forum und tolles Forum habt Ihr hier!!

Gruß
Chris
chris99 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.01.2007, 23:59   #2   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Ampullenfund bei der Oma - 2. Weltkrieg?

Die Ampullen waren für Leute gedacht, die aus den Latschen gekippt sind. - um sie wieder zu Bewusstsein zu bringen.

Gruß,
Franz
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Alt 14.01.2007, 00:02   #3   Druckbare Version zeigen
chris99 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5
AW: Ampullenfund bei der Oma - 2. Weltkrieg?

Vielen Dank für Deine schnelle Antwort, aber Chloroform und Äther sind doch Narkotika, man müsste davon doch eigentlich aus den Latschen kippen statt wach?!
chris99 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 14.01.2007, 00:25   #4   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Ampullenfund bei der Oma - 2. Weltkrieg?

Sind nur kleine Mengen in diesen Ampullen drin, schätze ich. Für eine narkotische Wirkung sollte das nicht ausreichen.
Früher waren die sogenannten Hoffmannstropfen (Ether + Ethanol) als Belebungsmittel beliebt.
Bei etlichen Menschen wirkt ja auch ein Schnaps belebend.
Ich ziehe allerdings Coffein vor...

Gruß,
Franz
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Alt 14.01.2007, 01:16   #5   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.824
AW: Ampullenfund bei der Oma - 2. Weltkrieg?

Das ist ja noch gar nichts Vor meiner Zeit hier im Board hat mal jemand Ampullen mit Diisopropylfluorophosphat gefunden (würde mich brennend interessieren, was da noch geschehen ist. Vom Fragesteller hat man dann nichts mehr gehört...)

Wenn es dir nicht zuviel Mühe macht, könntest du die Ampullen und Verpackungen eventuell fotografieren und mir die Fotos schicken oder sie hier im Forum hochladen?
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2007, 05:56   #6   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Ampullenfund bei der Oma - 2. Weltkrieg?

Zitat:
Zitat von FK Beitrag anzeigen
Für eine narkotische Wirkung sollte das nicht ausreichen.
Bei "Äther" nicht, bei Chloroform wahrscheinlich schon.
  Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2007, 13:01   #7   Druckbare Version zeigen
saruman Männlich
Mitglied
Beiträge: 551
AW: Ampullenfund bei der Oma - 2. Weltkrieg?

Zitat:
Zitat von kaliumcyanid
Ampullen mit Diisopropylfluorophosphat gefunden
Wie bitte? Ist das wirklich wahr?

mfG Dirk
saruman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2007, 13:03   #8   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Ampullenfund bei der Oma - 2. Weltkrieg?

Ja: http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=16921&highlight=diisopropylfluorophosphat

Gruß,
Franz
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FK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2007, 13:13   #9   Druckbare Version zeigen
saruman Männlich
Mitglied
Beiträge: 551
AW: Ampullenfund bei der Oma - 2. Weltkrieg?

Das ist krass! Die Geschichte klingt aber wirklich unglaublich.

mfG Dirk
saruman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2007, 13:42   #10   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Ampullenfund bei der Oma - 2. Weltkrieg?

Fluostigmin, naja es wurde afaik als indirektes Parasympathomimetikum zur Glaukom-Therapie verwendet.

Die Geschichte klingt aber sehr nach fake, finde ich.
  Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2007, 18:10   #11   Druckbare Version zeigen
2bestyle Männlich
Mitglied
Beiträge: 138
AW: Ampullenfund bei der Oma - 2. Weltkrieg?

Was bewirkt dieses Zeug?
2bestyle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2007, 18:45   #12   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Ampullenfund bei der Oma - 2. Weltkrieg?

Fluostigmin? Hemmt die Acetylcholinesterase irreversibel, also das Enzym, das den Neurotransmitter Acetylcholin in Cholin und Essigsäure spaltet. Dadurch kann Acetylcholin nicht mehr abgebaut werden und es kommt quasi zur Dauererregung von cholinergen Neuronen.

PS: Am Auge hat man das eben therapeutisch genutzt zur Behandlung des Glaukoms (grüner Star).
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Alt 15.01.2007, 11:38   #13   Druckbare Version zeigen
chris99 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5
AW: Ampullenfund bei der Oma - 2. Weltkrieg?

@kaliumcyanid

ich versuche Dir heute mal die Bilder zu schicken oder ins Forum zu stellen.

Auf die eigentliche Frage ist aber noch keine klare Antwort gekommen. Warum mischt man antargonistisch wirkende Flüssigkeiten (Ammoniak streng, damit man rasch wieder zu Bewusstsein kommt und Chloroform als Narkotikum)

Ist ja fast so als würde man eine Koffeintablette zusammen mit einer Schlaftablette nehmen...Das versteh ich halt daran nicht.
chris99 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.01.2007, 12:24   #14   Druckbare Version zeigen
chris99 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5
AW: Ampullenfund bei der Oma - 2. Weltkrieg?

so, hier das Bild.

Ich schicke auch mal eine Email an die Fa. Braun, Melsungen. Die gibt es nämlich noch!
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg IMG_0210.JPG (21,6 KB, 54x aufgerufen)
chris99 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.01.2007, 12:41   #15   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Ampullenfund bei der Oma - 2. Weltkrieg?

Zitat:
Zitat von chris99 Beitrag anzeigen
Auf die eigentliche Frage ist aber noch keine klare Antwort gekommen. Warum mischt man antargonistisch wirkende Flüssigkeiten (Ammoniak streng, damit man rasch wieder zu Bewusstsein kommt und Chloroform als Narkotikum)
Ich hatte es so verstanden, dass die jeweils in getrennten Ampullen waren.

Mal sehen, ob die Firma antwortet. Ansonsten kannst du die Ampullen auch in der Apotheke deines Vertrauens abgeben. Obwohl zum wegschmeißen sind die eigentlich zu schade. Hat ja schon historischen Wert.
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