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Alt 06.01.2007, 19:07   #1   Druckbare Version zeigen
Physikus  
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Themenersteller
Beiträge: 27
Lachen Aufhebung der Passivierung von Aluminium

Hi!

Kann mir hier jemand erklären wie genau das mit der Passivierung von Aluminium funktioniert, wenn man Quecksilberchlorid zu Alufolie gibt? Es soll wohl Amalgan entstehen meines erachtens entsteht da gelöstes Aluminiumchlorid. Angeblich soll auch die hohe Potentialdifferenz zwischen Al und Hg dafür sorgen, dass die Oxidschicht durchdrungen wird. Halt ich aber für unklar.

Als wir das gemacht haben ist ein Gas entstanden, vermutlich H2 - dies wird sicher davon kommen, dass die mit HgCl2 versetzte Alufolie zunächst abdekantiert wird und mit H2O versetzt wird. Wieso muss das mit dem H2O denn gemacht werden? Is mir auch nich so klar - wär cool wenn mir all das jemand erklären könnte, der davon Ahnung hat.

Hab bis jetzt das hier:
EөAl = -1,66V (Al <=> Al3+ + 3 e-)
EөHg = +0,85V (Hg <=> Hg2+ + 2 e-)

2Al + 3HgCl2 <=> 2AlCl3 (aq) + 3Hg

Oxidation: 2Al -> 2Al3+ + 6e-
Reduktion: 3Hg2+ + 6e- -> 3Hg


Gruß
Physikus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.01.2007, 01:03   #2   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Aufhebung der Passivierung von Aluminium

Hi,

Aluminium, als sehr unedles Metall, ist gegen den Angriff von Luftsauerstoff durch eine dünne, aber dicht aufliegende Oxidschicht geschützt. Lösungen, wie verdünnte Säuren und Basen, - oder eben Quecksilbersalzlösungen, können diese durchdringen und das darunter liegende Metall angreifen. => Al löst sich auf in Säuren und starken Laugen. Im Falle von Quecksilbersalzen legiert sich das beim Redoxvorgang entstehende metallische Quecksilber mit dem Aluminium. Durch diese Amalgamierung wird die Oberflächenstruktur des Metalls derart verändert, dass die Oxidschicht nicht mehr schützend wirkt gegen Angriff von in der Luft enthaltenem Sauerstoff. Das darunter liegende Metall wird an der Luft immer weiter oxidiert zu Al2O3. Für das Experiment ist es deshalb wichtig, das mit Quecksilbersalz behandelte Aluminiumstück sauber abzuwaschen und trocken zu reiben. Lässt man anschliessend das behandelte Metallstück an der Luft liegen, kann man mit etwas Glück, je nach Beschaffenheit bis zu zentimeterlange, farblose Tonerdekristalle daraus wachsen sehen.

Gruss

freechemist
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Alt 07.01.2007, 10:37   #3   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Aufhebung der Passivierung von Aluminium

Und Magier geben den Versuchspersonen einen kleinen Metallballen aus Aluminiumfolie in die Hand und suggerieren dem Betroffenden, dass die Kugel in seiner Faust nun immer heißer werde bis dieser die Kugel tatsächlich fallen läßt...

Die wird tatsächlich heiß, denn der Magier streicht unbeobachtet vor der Übergabe mit einem Finger der mit verd. Natronlauge benetzt war über die Kugel und startet damit die stark exotherme Reaktion...
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Alt 08.01.2007, 00:11   #4   Druckbare Version zeigen
Physikus  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 27
AW: Aufhebung der Passivierung von Aluminium

Vielen Dank für deine Antwort erstma, freechmist. Das mit der Legierung klingt erstma logisch. Aber:
Zitat:
Zitat von freechemist Beitrag anzeigen
Lösungen, wie verdünnte Säuren und Basen, - oder eben Quecksilbersalzlösungen, können diese durchdringen und das darunter liegende Metall angreifen
wie geht das?

Woher kommt denn auf einmal das elementare Quecksilber?
Oder ist meine Gleichung die ich da oben hab deiner Meinung nach richtig? Die würde ja auch erklären woher das Hg kommt, aber gleichzeitig würde das ja bedeuten, dass (falls diese Rekation vollständig ablaufen sollte), gar kein Alumnium mehr vorhanden ist mit dem das Quecksilber oxidieren kann.

Ich glaub du hast mich mit dem dekantieren und in H2O waschen falsch verstanden, denn das H2O wird nicht weggeschüttet. Das behandelte Alufolien stück wird blos durch leichtes umrühren mit einem Glasstab im Wasser aufgelöst...
Und warum löst sich die Alumniumlegierung denn im Wasser?
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