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Alt 02.01.2007, 20:41   #1   Druckbare Version zeigen
Mary2006 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 12
Prinzip der Hybridisierung (Orbitale)

Guten Abend,

hätte da mal eine kleine Frage zu der Hybridisierungstheorie:
Ich weiss nun, dass aus s und px-orbitalen sp-orbitale, aus s,px, py sp²-orbitale entstehen und aus s,px,py,pz sp³-Orbitale.
Nun zu meiner Frage: woran erkenn ich welches Element welches sp-orbital ausbildet?
Für was wird die Hybridisierung überhaupt benötigt? hoffe, dass ich schnelle Antwort bekomme.Viele Dank schon mal im Voraus und gutes neues Jahr noch allen!

Viele Grüße
Mary
Mary2006 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2007, 20:47   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Prinzip der Hybridisierung (Orbitale)

Zitat:
Zitat von Mary2006 Beitrag anzeigen
Nun zu meiner Frage: woran erkenn ich welches Element welches sp-orbital ausbildet?
Für was wird die Hybridisierung überhaupt benötigt?
Die Art der Hybridisierung ist nichts elementspezifisches, sondern hängt von der Molekülgeometrie um das hybridisierte Atom herum ab. Tetraedrische Koordination bspw benötigt sp3, trigonal-planare Geometrie sp2 Hybridisierung.

Damit ist der zweite Teil deiner Frage dann auch beantwortet : die Hybridisierung ist eine Art und Weise, Molekülgeometrien zu rationalisieren.

lg
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2007, 20:57   #3   Druckbare Version zeigen
Mary2006 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 12
AW: Prinzip der Hybridisierung (Orbitale)

Hallo!

Das ging ja mal fix! *g* danke schön! aber nun noch ne Frage: woran erkenn ich dann, welche tetraedisch oder trigonal-planar aufgebaut sind? gibt es dabei einen "Trick" wie man das sehen kann?
Mary2006 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 02.01.2007, 21:13   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Prinzip der Hybridisierung (Orbitale)

Zitat:
Zitat von Mary2006 Beitrag anzeigen
Hallo!

Das ging ja mal fix! *g* danke schön! aber nun noch ne Frage: woran erkenn ich dann, welche tetraedisch oder trigonal-planar aufgebaut sind? gibt es dabei einen "Trick" wie man das sehen kann?
Sagt dir der Begriff VSEPR Theorie was ? Valence Shell Electron Pair Repulsion oder zu Deutsch Elektronenpaarabstossungstheorie ?

Eine Art kleine Regelsammlung, die es dir erlaubt, aus der Zahl der Elektronenpaare in der Valenzschale eines Atoms die Geometrie um das Zentralatom vorherzusagen. Grundlage dafür ist die Tatsache, dass Elektronenpaare (ob bindend oder nicht) aufgrund ihrer negativen Ladung sich abstossen und daher versuchen, soweit als möglich auseinander zu sein. Bei 4 Elektronenpaaren (wie im Methan oder Ammoniak oder Wassermolekül) führt das zur Ausbildung einer tetraedrischen Geometrie mit Bindungswinkeln von 109°. Bei nur drei Elektronenpaaren (wie im Borhydrid=Boran) wäre die bestmögliche Abstossung mit eines Bindungswinkel von 120° (also trigonal planar) erreicht).

Such mal im Netz (oder einem einführenden Anorganikbuch) nach VSEPR und du findest Antwort auf deine Frage...
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Alt 03.01.2007, 20:43   #5   Druckbare Version zeigen
Mary2006 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 12
Unglücklich AW: Prinzip der Hybridisierung (Orbitale)

Die Elektronenabstoßungsgtheorie ist mir schon ein Begriff, nur komm ich nicht dahinter, wie ich die Anzahl der Elektronenpaare bestimmen kann oder bestimmen soll. Die Formel, die für die bindenden Elektronen der Lewisstrukturen gilt (Bind. Elektronen =
Anzahl Atome x 8 - Anzahl Valenzelektronen), kann hierfür ja nicht verwendet werden.
Ich kapier nicht, wie man in meinem Buch darauf kommt, dass zum Beispiel die Verbindung XeF4 6 Elektronenpaare insg. hat, davon 4 bindende und 2 nichtbindende (quadrat.-planar).


Viele Grüße
Mary
Mary2006 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2007, 21:05   #6   Druckbare Version zeigen
Dille Männlich
Mitglied
Beiträge: 312
AW: Prinzip der Hybridisierung (Orbitale)

Wahrscheinlich sind damit die 6 Elektronenpaare gemeint die du berücksichtigst um die Geometrie mittels VSEPR vorrauszusagen. Insgesamt hat XeF4 18 Elektronenpaare.

Die Anzahl der Elektronenpaare bestimmst du indem du die Valenzelektronen zusammenzählst. Hier also 8 + 4*7 = 36

Das Xe hat 8 VE, du hast hier aber nur 4 Bindungen zu nem Fluor,
also bleiben 4 Übrig -> 2 freie/nichtgebundene Elektronenpaare
Dille ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2007, 21:07   #7   Druckbare Version zeigen
01Detlef Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.411
AW: Prinzip der Hybridisierung (Orbitale)

ich habe auch nochmal eine Frage..

wann tritt denn immer eine Hybridisierung ein?


detlef
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Albert Einstein
Wer sich nicht mehr wundern kann, ist seelisch bereits tot.
01Detlef ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2007, 21:51   #8   Druckbare Version zeigen
Mary2006 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 12
AW: Prinzip der Hybridisierung (Orbitale)

@ Dille

Und wie kommst du auf die 6 é-Paare, die berücktsichtigt werden? Ich kapier nicht ganz, wie man von den insgesamt 36 VE auf die 6 é-Paare schließen soll! Woher kommt die Zahl 6
Mary2006 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2007, 22:42   #9   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Prinzip der Hybridisierung (Orbitale)

Ad XeF4. Stell dir vor, du würdest das Molekül aus den Atomen aufbauen. Xe hat 8 Aussenelektronen (8. Hauptgruppe), F hat deren 7 (7. Hauptgruppe). Du musst 4 Bindungen von Xe zu je einem F aufbauen. Seitens des Xe verbrauchst du dafür 4 Elektronen, so dass noch 4 (=2x2) übrigbleiben. Nun hast du also 4 bindende Paare, die sich zusammensetzen aus je einem Elektron von Xe und einem von F, dazu noch zwei nichtbindende Paare (die übriggebliebenen 3 Elektronen von Xe). Das macht insgesamt also 6 Paare, die Geometrie müsste nach VSEPR also oktaedrisch sein. Ist sie auch, mit den 4 Bindungen Xe-F in äquatorialer Lage und den beiden nichtbindenden Paaren in axialer Anordnung (weil die Abstossung "bindend-nichtbindend" grösser ist als die zwischen bindenden Paaren.

lg
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ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2007, 23:00   #10   Druckbare Version zeigen
Mary2006 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 12
AW: Prinzip der Hybridisierung (Orbitale)

Ok, und was passiert mit den restlichen 4 é des Xenon? (die zwei nicht-bind. Paare also).
Da Xe ja schon eigentlich eine volle "V-Schale" hat, wurde das Element dann hybridisiert um Verbindungen mit vier F-Atomen einzugehen? Ansonsten hat Xe ja die Konfi ns2 np6 und somit volle V-Orbitale. Das irritiert mich eben, wohin die vier Elektronen dann gepackt werden, wenn diese durch 4 é der F-Atome ersetzt werden.
Mary2006 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2007, 23:02   #11   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Prinzip der Hybridisierung (Orbitale)

Zitat:
Zitat von Mary2006 Beitrag anzeigen
Ok, und was passiert mit den restlichen 4 é des Xenon? (die zwei nicht-bind. Paare also).
Hab ich doch eben geschrieben, sogar zweimal in anderen Worten ! Lies nochmal genau !
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ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2007, 23:24   #12   Druckbare Version zeigen
Mary2006 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 12
AW: Prinzip der Hybridisierung (Orbitale)

Oooops, wie peinlich Pardon für die Frage... diese lagern sich axial an.
aber dann hab ich ja nun die 4 bindungen = 8 é und noch zusätzlich zwei nichtbind. é-paare am Xe-Atom. Macht in meinen Augen 12 Elektronen! das passt ja nicht zusammen in meinen Augen...
Mary2006 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2007, 23:28   #13   Druckbare Version zeigen
Mary2006 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 12
AW: Prinzip der Hybridisierung (Orbitale)

Ach was sag ich denn?! Mensch klar!! das sind ja keine 8 sondern 4 VE die mit 4 VE der F-Atome eine Bindung eingehen!
Oh Gott, nochmals pardon 4+ 2x2= 8 VE für das Xenon.
Ich sollt nun glaub aufhören zu lernen. Um diese Uhrzeit bringt das scheinbar zu viel Verwirrung mit sich
Mary2006 ist offline   Mit Zitat antworten
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