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Alt 01.12.2006, 13:10   #1   Druckbare Version zeigen
antichemiker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
Polarität

Hallo ich bräcuhte bitte bitte eure Hilfe.
IWr habenversuche durchgeführt mit folgenden Substanzen:

Ethanol
Glucose
Pentaacetylglucose
Chloroform
Iod


Diese haben wir in Wasser, Ethanol und Chloroform gelöst.

Meine Erklärungen:

1. Ethanol löst sich in Wasser, da es durch seine OH Gruppe ein polarer Stoff ist. Wasser ist ein polares Lösungsmittel --> löslich.
2. Ethanol löst sich in Ethanol weil sich gleiches in gleichem löst (? Kann man das anders begründen? )
3. Ethanol löst sich in Chloroform, aber warum? Hier habe ich leider überhaupt keine Idee

4. Glucose löst sich in Wasser. Glucose ist ein polarer Stoff daher in einem polaren Lösungsmittel löslich. ( Warum ist Glucose genau polar? )
5. Glucose ist in Ethanol bzw. Chloroform schwer bzw. unlöslich. Aber warum? Das verstehe ich nicht? (

6. Chloroform ist in Wasser unlöslich. Chloroform hat eine höhere Dichte als Wasser und kann somit nicht gelöst werden
7. Chloroform löst sich in Ethanol! ( WARUM? Ist Chloroform eine organische Substanz? )
8. Chloroform löst sich in Chloroform.
9.Iod ist in Wasser unlöslich, in Ethanol und Chloroform löslich.

Warum verstehe ich überhaupt nict.

Ich wäre sehr froh wenn sich jemand die zeit nehmen würde und es mir erklären könnte.

DANKE!!
antichemiker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2006, 13:46   #2   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.847
AW: Polarität

Der Versuch hat einen entscheidenden Fehler: Es fehlt ein langkettiges Alkan. Das ist unpolar und ausreichend lang, damit sich sowas wie Ethanol nicht drin löst.

Entscheidend für das Löslichkeitsverhalten ist in erster Linie die Polarität der Moleküle. Bei größeren Molekülen ist es die Polarität innerhalb der einzelnen Regionen. (Die Frage ist: kann sich Wasser anlagern oder will es das nicht, weil es keine polare Umgebung findet.)

Polare Moleküle umgeben sich gerne mit polaren Molekülen. Es gibt keine klare Unterscheidung zwischen polar und unpolar - die Grenze ist fließend. Wasser ist sehr polar. Alkane sind unpolar. Tetrachlorkohlenstoff ist auch unolar. Chloroform übrigens nicht. Das macht die Verwendung dieses Stoffes in den oben beschriebenen Versuchen nicht gerade hilfreich. Ethanol ist schon relativ polar. Die Zucker kannst Du Dir ja mal selber anschauen und dann grob einschätzen, wo sie liegen.

"Gleiches löst sich in Gleichem" gilt für Polarität: unpolare Stofe lösen sich in unpolaren Lösungsmitteln, polare in polaren.

Ein weiterer Effekt, der sich auf die Löslichkeit in geringerem Maße auswirkt, ist die Molekülgröße: je kleiner, desto besser mischt sich ein Stoff grundsätzlich mit anderen. Wasser würde ich hier mal etwas außen vorlassen, denn es läßt sich in der Molekülgröße mit einem O- und zwei H-Atomen nur unzureichend beschreiben. Aufgrund der Wasserstoffbrückenbindungen erscheint es "größer" (was den Effekt der Löslichkeit aufgrund der Molekülgröße betrifft).
Cyrion ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2006, 13:51   #3   Druckbare Version zeigen
antichemiker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
AW: Polarität

Hallo!

Vielen Dank für deine Rückmeldung :0)

Kannst du denn mal über meine RErtklärungen schauen ob ich sie so lassen kann?

Glucose istja polar, aber warum löst sie sich dann in Chloroform und Ethanol nicht?
Das ist mir unklar
antichemiker ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 01.12.2006, 14:18   #4   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.847
AW: Polarität

Es hängt davon ab, wie polar sie ist - und zum Teil auch, wie groß sie ist. Und ob sie als Feststoff vorkommt. Versuche aus meinem letzten Beitrag mal neue Begründungen zu machen. Deie angangs gegebenen sind nur zum Teil richtig.
Cyrion ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2006, 14:21   #5   Druckbare Version zeigen
antichemiker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
AW: Polarität

Hallo!

Ich sitze schon seit geschlagenen 3 ( ) tagen daran und komme nicht weiter.
Ich hatte in der Schule nur 2 Jahre Chemie und muss es nun leider unfreiwillig in meinem Studium machen.

Es fällt mir sehr schwer da ich überhaupt kein Grundwissen habe.

Und hier komme ich eben überhaupt nicht weiter.

Ebenso ist es für mich unverständlich warum sich Glucose in Ethanol / chloroform nicht löst.
antichemiker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2006, 14:24   #6   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.847
AW: Polarität

Hast Du die Struktur von Glucose? Mach mal eine Reihe mit abnehmender Polarität aus den Verbindungen Wasser, Ethanol, Chloroform und Glucose.
Cyrion ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2006, 14:28   #7   Druckbare Version zeigen
antichemiker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
AW: Polarität

Also meiner Meinung nach:

Wasser am polarsten
Dann Glucose
Ethnol
Chloroform

Oder? Die Polarität hängt doch davon ab, wie groß die Differenz der EN ist oder?
antichemiker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2006, 14:57   #8   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.847
AW: Polarität

Die Lösungsmittel sind rihtig eingeordnet. Mit Glucose und Wasser kann man jetzt anfangen zu streiten. Sie ist auf jeden Fall sehr polar (nicht als Gesamtmolekül, aber wenn man sich die Struktur anschaut, besteht sie ausschließlich aus polaren Bereichen).

Zucker lösen sich nicht in Alkohol (ein Erfahrungssatz aller, die gerne Grog trinken.) Ich nehme mal an, daß sich das Ethanol wegen seiner Größe nicht so toll anlagern kann, wie das Wasser. Chloroform dürfte schon zu groß und zu unpolar sein.
Cyrion ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2006, 15:04   #9   Druckbare Version zeigen
antichemiker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
AW: Polarität

Okay, lieben Dank.
Würdest du mir auch bei den Reaktionsgleichungen helfen?
Oder kann ich für solche Sachen gar keine aufstellen?

Bspw. Ethanol + Wasser?
Wäre ja:

C2H5Oh + H2O, oder? Aber was kommt bei so etwas raus?
antichemiker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2006, 15:45   #10   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.847
AW: Polarität

Für Mischungen schreibt man sinnigerweise keine Reaktionsgleichungen auf, da die Komponenten in keinem festen Verhältnis zueinander vorliegen und ungeordnet vermischt sind.

Gewöhnlich trägt man für Mischungen Phasendiagramme auf. Hier wird meist temperatur- und massen/molenbruch-abhängig im Diagramm aufgetragen ob eine einphasige Lösung, zwei Phasen, irgendwie geartete Phasen etc. vorliegen.

In manchen Fällen möchte man auch den Vorgang von Lösen eines Stoffes und anschließender Reaktion beschreiben. dann setzt man hinter die gelösten teilchen ein (aq). Aber das ist bei diesem Thema hier nicht üblich und auch sinnfrei.
Cyrion ist offline   Mit Zitat antworten
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