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Alt 19.06.2002, 21:00   #1   Druckbare Version zeigen
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Gefrierpunktserniedrigung und Siedepunktserhöhung ?

Hallo,

wie kann man eigentlich die Gefrierpunktserniedrigung durch Solvat Zusatz zu einem Solvens erklären ?

Die Dampfdruckkurve wird z.B durch NaCl Zusatz zu H2O erniedrigt...dh. der Siedepunkt liegt höher und der gefrierpunkt tiefer.
Das der Siedepunkt höher liegt kann man sich noch recht gut dadurch veranschaulichen das die Na+ und Cl- Ionen die H2O Moleküle durch elektrische anziehung mehr "zusammenhalten".

Aber die gleiche erklärung kann man für die gefrierpunktserniederigung wohl nicht nehmen...denn dann läge der Gefrierpunkt aufgrund stärkeren Zusammenhalts ja höher und nicht tiefer.


Gruss Andreas
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Alt 19.06.2002, 21:04   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
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Beiträge: 54.171
Suchfunktion?

http://www.studenten-city.de/forum/search.php?

Raoult`sches Gesetz?
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Alt 19.06.2002, 21:09   #3   Druckbare Version zeigen
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Re: Gefrierpunktserniedrigung und Siedepunktserhöhung ?

Zitat:
Originalnachricht erstellt von AV
Hallo,


Das der Siedepunkt höher liegt kann man sich noch recht gut dadurch veranschaulichen das die Na+ und Cl- Ionen die H2O Moleküle durch elektrische anziehung mehr "zusammenhalten".


Gruss Andreas
die Ionen beeinträchtigen aber auch die Wasserstoffbrückenbildung, was sich wahrscheinlich staerker auswirkt. Bei der Gefrierpunktserniedrigung erschweren sie die Kristallbildung.
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Alt 19.06.2002, 21:38   #4   Druckbare Version zeigen
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Re: Re: Gefrierpunktserniedrigung und Siedepunktserhöhung ?

Zitat:
Originalnachricht erstellt von an4conda


die Ionen beeinträchtigen aber auch die Wasserstoffbrückenbildung, was sich wahrscheinlich staerker auswirkt.
Wie sieht diese Beinträchtigung aus ?

Ich könnte mir höchsten folgendes vorstellen...aber das widerspräche dem höheren Siedepunkt nach Salzzusatz:
Zur Solvatation der Salzionen müssen sich ja H2O Moleküle anlagern..dadurch müssen H-Brückenbindungen "aufbrechen".
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Alt 19.06.2002, 21:45   #5   Druckbare Version zeigen
Redictor Männlich
Mitglied
Beiträge: 139
aber das entscheidende ist doch, dass der dampfdruck der flüssigkeit durch zusatz von salz (eben einem stoff mit sehr niedrigem dampfdruck) erniedrigt wird (siehe beitrag von bm). muss man das überhaupt auf molekularer ebene diskutieren?
__________________
schütten, gucken, fritten
Redictor ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.06.2002, 21:55   #6   Druckbare Version zeigen
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Zitat:
Originalnachricht erstellt von Redictor
aber das entscheidende ist doch, dass der dampfdruck der flüssigkeit durch zusatz von salz (eben einem stoff mit sehr niedrigem dampfdruck) erniedrigt wird (siehe beitrag von bm). muss man das überhaupt auf molekularer ebene diskutieren?
Also mich würde es sehr interessieren..ansonsten hätte ich die Frage ja nicht gestellt.

Welchen beitrag von bm ...Da ist doch nur ein verweis auf die suchfunktion des Forums.
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Alt 19.06.2002, 21:57   #7   Druckbare Version zeigen
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Re: Re: Re: Gefrierpunktserniedrigung und Siedepunktserhöhung ?

Zitat:
Originalnachricht erstellt von AV


Wie sieht diese Beinträchtigung aus ?

Ich könnte mir höchsten folgendes vorstellen...aber das widerspräche dem höheren Siedepunkt nach Salzzusatz:
Zur Solvatation der Salzionen müssen sich ja H2O Moleküle anlagern..dadurch müssen H-Brückenbindungen "aufbrechen".

die Ionen mit Solvathuelle stoeren auch die Bildung von Wasserstoffbrücken, so dass die Wassermolekuele insgesamt beweglicher werden.

Die Wassermolekuele, die für die Solvatation gebraucht werden wiegen das nicht auf.
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Alt 19.06.2002, 22:07   #8   Druckbare Version zeigen
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Re: Re: Re: Re: Gefrierpunktserniedrigung und Siedepunktserhöhung ?

Zitat:
Originalnachricht erstellt von an4conda



die Ionen mit Solvathuelle stoeren auch die Bildung von Wasserstoffbrücken, so dass die Wassermolekuele insgesamt beweglicher werden.

Die Wassermolekuele, die für die Solvatation gebraucht werden wiegen das nicht auf.
Du sagtest "die Ionen beeinträchtigen aber auch die Wasserstoffbrückenbildung"

was genau passiert denn da ? die H-Brückenbiöldungen müssten ja verstärkt werden damit das ganze sinn ergibt...und zwar muss diese verstärkung grösser sein als der stabilitätsverlust der h-brücken durch solvathüllenbildung.
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Alt 19.06.2002, 22:08   #9   Druckbare Version zeigen
Adam Männlich
Moderator
Beiträge: 8.039
Dat Ganze gehört ja eigentlich ins PC-Forum


Zitat:
wie kann man eigentlich die Gefrierpunktserniedrigung durch Solvat Zusatz zu einem Solvens erklären ?
Am besten lässt es sich immer noch mit Hilfe der Entropie erklären:

Wenn eine flüssige Phase in eine gasförmige übertritt liegt in der Tatsache, dass die gasförmige Phase einen höheren Zustand der Entropie und ein niedrigeres chem. Poatential aufzeigt. Gibst Du nun Salz (oder was auch immer, Sp-erhöhung ist ja eine kolligative Eigenschaft)ins Wasser z.B, erhöhst Du den Zustand der Entropie im Wasser. Die Folge: Die Tendenz der flüssigen Phase in die gasförmige überzugehen sinkt. Der Siedepunkt steigt.
Bei der Gefrierpunkterniedrigung...ist eine Lösung des Prob. über die Entropie analog auch möglich..


.
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Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung des Problems beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems.
Adam ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.06.2002, 22:16   #10   Druckbare Version zeigen
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Re: Re: Re: Re: Re: Gefrierpunktserniedrigung und Siedepunktserhöhung ?

Zitat:
Originalnachricht erstellt von AV


Du sagtest "die Ionen beeinträchtigen aber auch die Wasserstoffbrückenbildung"

was genau passiert denn da ? die H-Brückenbiöldungen müssten ja verstärkt werden damit das ganze sinn ergibt...und zwar muss diese verstärkung grösser sein als der stabilitätsverlust der h-brücken durch solvathüllenbildung.

wieso sollten die H-Bruecken verstaerkt werden? Es werden mehr H2O-Molekuele durch die Ionen freigesetzt als bei der Anlagerung verloren gehen - deswegen auch die positive Entropie.
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Alt 19.06.2002, 22:29   #11   Druckbare Version zeigen
Adam Männlich
Moderator
Beiträge: 8.039
Zitat:
wieso sollten die H-Bruecken verstaerkt werden? Es werden mehr H2O-Molekuele durch die Ionen freigesetzt als bei der Anlagerung verloren gehen - deswegen auch die positive Entropie
Si, die Nahordnung des Wassers geht flöten...


.
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Alt 19.06.2002, 22:29   #12   Druckbare Version zeigen
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Zitat:
Originalnachricht erstellt von Adam

Bei der Gefrierpunkterniedrigung...ist eine Lösung des Prob. über die Entropie analog auch möglich..


.

und wie ?
Entropie in wässriger lsg. ist durch salz grösser...dadurch wird bestreben zu sieden kleiner..d.h. wasser wird früher in festen zustand übergehen...ich denke hier klappt die entropie begründung nicht.

Da muss man wohl auf die durch das salz erschwerte Molekülkristallbildung (Eis) zurückgreifen.
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Alt 19.06.2002, 23:04   #13   Druckbare Version zeigen
Adam Männlich
Moderator
Beiträge: 8.039
Zitat:
und wie ?
Entropie in wässriger lsg. ist durch salz grösser...dadurch wird bestreben zu sieden kleiner..d.h. wasser wird früher in festen zustand übergehen...ich denke hier klappt die entropie begründung nicht.
Die zufällige Verteilung der Teilchen...(höhere Entropie)..im Wasser wirkt dem bestreben des Wassers in eine niedrigen Zustand der Entropie
(->erschwerte Molekülkristallbildung) überzugehen entgegen...das Gleichgewicht zwischen der flüssigen un der festen Pahse stellt sich erst bei tieferen Temp. ein...


.
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Adam ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2005, 11:45   #14   Druckbare Version zeigen
Mc Gyver Männlich
Mitglied
Beiträge: 685
AW: Gefrierpunktserniedrigung und Siedepunktserhöhung ?

Hallo,

könnte vielleicht einer von euch mal was nachrechnen?

Ich hab eine 85% Phosphorsäure - wie hoch ist die Gefrierpunktserniedrigung gegenüber Wasser?

Mein Ansatz: Delta T = 1,86 (kg*K)/mol * 33,2 mol/kg = 61,75 K

85% Phosphorsäure = c= 15,6mol/l - ergibt für 1000g Lösemittel 33,2mol/kg
__________________
Ich kann Wasser in Funk-Music verwandeln

Geändert von Mc Gyver (17.01.2005 um 11:55 Uhr)
Mc Gyver ist offline   Mit Zitat antworten
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