Allgemeine Chemie
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Alt 05.11.2006, 19:56   #1   Druckbare Version zeigen
DasIstMeinNick Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 141
Kurze Frage zur Halbwerts- und Strahlungszeit

Hi
Ich habe nur eine kurze Frage und bin mir nicht ganz sicher, wo ich es posten soll.
Also meine Frage ist, in wiefern die Halbwertszeit von Nukliden mit der Strahlungszeit vom Atommüll, der nach der Kernspaltung entsteht, zusammenhängt.

Schonmal Danke für jegliche Hilfe
DasIstMeinNick ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2006, 20:11   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Kurze Frage zur Halbwerts- und Strahlungszeit

Zitat:
Die nach einer Halbwertszeit verbliebene Menge einer radioaktiven Substanz halbiert sich im Lauf der nächsten Halbwertszeit, d.h. es verbleibt 1/2*1/2=1/4; nach 3 Halbwertszeiten 1/8, dann 1/16, 1/32, 1/64 und so fort. Das gilt allerdings nur statistisch für eine große Zahl von Atomkernen.
aus http://de.wikipedia.org/wiki/Halbwertszeit
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2006, 23:30   #3   Druckbare Version zeigen
DasIstMeinNick Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 141
AW: Kurze Frage zur Halbwerts- und Strahlungszeit

Danke, auch wenn mir das schon klar war.

Meine Frage war aber nicht, was die Halbwertszeit ist, sondern wie sie mit der Strahlungszeit von Atommüll zusammenhängt.

Das ist ja nicht dasselbe. Oder?
DasIstMeinNick ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2006, 00:08   #4   Druckbare Version zeigen
N00b Männlich
Mitglied
Beiträge: 504
AW: Kurze Frage zur Halbwerts- und Strahlungszeit

Nach Ablauf der Halbwertszeit des Atommülls strahlt er nur noch halb so stark (wenn man mal annimmt die folgende Zerfallsreihe ist entweder sehr viel schneller als der 1. Zerfall oder es entsteht sofort ein stabiles Nuklid).

Genauer: Nach Ablauf der Halbwertszeit des Atommülls ist die Hälfte der ursprünglichen Strahler zerfallen. Es entstehen aber im folgenden oft wieder radioaktive Isotope, deren Strahlung dann wieder zur Gesamtstrahlung beiträgt.

Ich hoffe das war nun richtig, bin da selber nicht so zu Hause.
N00b ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2006, 11:21   #5   Druckbare Version zeigen
Kohlenstoffkarbid Männlich
Mitglied
Beiträge: 279
AW: Kurze Frage zur Halbwerts- und Strahlungszeit

Hallo,
Atommüll aus Kernkraftwerken besteht i.d.R aus vielen verschiedenen Komponenten mit verschiedenen Halbwertzeiten und Zerfallsprodukten, so dass eine "reguläre" halbwertzeit nicht gelten kann.

(Bsp, ein Gemsich aus Stoff 1 5 Min, Soff 2 10 Tage, Soff 3 2 Jahre, Stoff 4 50.000 Jahre.... eine echte HWZ ist nicht ermittelbar wie man hier an den einzelnen HWZ ablesen kann)
Gruß
Kohlenstoffkarbid
Kohlenstoffkarbid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2006, 11:34   #6   Druckbare Version zeigen
Edgar Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
AW: Kurze Frage zur Halbwerts- und Strahlungszeit

Nützlich ist folgende einfache Regel:
Schwach radioaktiver Müll > Lange HWZ, lange bis sehr lange Lagerung nötig
Stark radioaktiver Müll > Kurze HWZ, relativ kurze Lagerzeiten.

Das Nuklidgemisch im Nuklearabfall bewirkt, dass die Strahlungskurve ausgeprägter wird: Sehr starker Strahlungsrückgang zu Beginn
(Das beginnt im Reaktor, wo nach dem Abschalten schon in Sekunden eine sehr merkliche Verminderung einsetzt, setzt sich fort im Brennelementlager, wo die Stäbe am Anfang noch kochen wie Tauchsieder, dann jedoch nur noch wenig Kühlung benötigen)

und geringere Reststrahlung über sehr lange Zeiträume, die Kuve läuft also flacher aus als bei einem Reinnuklid.
Edgar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2006, 13:43   #7   Druckbare Version zeigen
DasIstMeinNick Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 141
AW: Kurze Frage zur Halbwerts- und Strahlungszeit

Ich habe vor Kurzem gelesen, dass man als Faustregel das 10-fache der HWZ nehmen kann. Stimmt das zumindest grob?
DasIstMeinNick ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 06.11.2006, 14:12   #8   Druckbare Version zeigen
Edgar Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
AW: Kurze Frage zur Halbwerts- und Strahlungszeit

Zitat:
Zitat von DasIstMeinNick Beitrag anzeigen
Ich habe vor Kurzem gelesen, dass man als Faustregel das 10-fache der HWZ nehmen kann. Stimmt das zumindest grob?
Ja, für ein einzelnes Nuklid kann man das oft grob so sagen, z. B. für die abklingzeit von Radioiod in der medizinischen Anwendung. Es bedeutet ja schlicht, dass die Strahlung auf 1/1000 (2^10) zurückgeht.
Für Nuklearabfälle aus der Energiewirtschaft kannst du allerdings so nicht rechnen, vor allem, da (s. O.) gar keine fixe HWZ existiert.

Zur Verdeutlichung: In einem aktiven Reaktor entsteht 10% der Energie nicht durch die Kernspaltung, sondern durch den Zerfall kurzlebiger Nuklide. Die meisten davon sind in ein paar Minuten so gut wie weg, haben also schon den Zyklus von 10 x HWZ hinter sich. Würdest du deshalb sagen, die Aktivität des Brennstabs sei abgeklungen?
Edgar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2006, 18:44   #9   Druckbare Version zeigen
DasIstMeinNick Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 141
AW: Kurze Frage zur Halbwerts- und Strahlungszeit

Komplett abgeklungen ist sie natürlich nicht, aber stark.

Ok, jetzt ist alles klar, dankeschön.
DasIstMeinNick ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2010, 16:51   #10   Druckbare Version zeigen
Arian Männlich
Mitglied
Beiträge: 3
AW: Kurze Frage zur Halbwerts- und Strahlungszeit

Ich hab auch ne frage zu Halbwertszeiten!
Was sind Anwendungen für Halbwertzeiten?


Thx für alle Antworten im Voraus
Arian ist offline   Mit Zitat antworten
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