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Alt 31.10.2006, 22:32   #1   Druckbare Version zeigen
amaru weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 109
mehrprotonige Säuretitration

Wie kann man durch die Titrationskurve einer mehrprotonigen Säure die Konzentration der Säure bestimmen?Wie kann man aus der Kurve den Verbrauch von Natronlauge erkennen/an welchen Punkt kann man das ablesen. Bei einer zweiprotonigen Säure haben wir zwei Äquivalentspunkte und der Punkt zwischen den beiden Punkten entspricht dem pKs1- Wert. Aber wie kann ich nun den Verbrauch ablesen?
amaru ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2006, 23:11   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: mehrprotonige Säuretitration

An der Titrationskurve (pH gegen Volumen) erkennt man einen Wendepunkt da wo die erste Protolysstufe der Säure vollständig mit Base reagiert hat :

H2A + NaOH = H2O + NaHA

Die verbrauchte Stoffmenge NaOH an diesem ersten EP ist gleich mit der Stoffmenge der vorgelegten Säure.

Nach der Henderson-Hasselbalch Gleichung entspricht der pH Wert am Halbäquivalenzpunkt dem pKs der ersten Protolysestufe. Auch das kann man an der Kurve ablesen.

Der zweite EP entpricht der vollständigen "Neutralisation" der zweiten Protolysestufe

NaHA + NaOH = H2O + Na2A

Die verbrauchte Stoffmenge Lauge an diesem Punkt ist also das doppelte der Stoffmenge der vorgelegten Säure.

lg
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Alt 01.11.2006, 08:24   #3   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: mehrprotonige Säuretitration

Das ist manchmal nicht so einfach. Siehe http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=4905&highlight=oxals%E4ure.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.11.2006, 09:56   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: mehrprotonige Säuretitration

Kann den Einwand nicht ganz nachvollziehen : die Endpunkterkennung und die Berechnung der Säurekonzentration sind auch bei Oxalsäure nicht anders vorzunehmen als bei anderen Säuren (ob stark, schwach, mittelschwach oder was auch immer) auch. Allein die Bestimmung der pKs anhand von Titrationskurven stellt bei mittelschwachen Säuren ein Problem dar. Dazu muss man sagen, dass pKs Werte ja nur im Schulunterricht so "gemessen" werden - und meist ist es einfach nur Glück, wenn man zumindest mal die richtige Grössenordnung rausbekommt. Vernünftige Messungen des Dissoziationsgrades sind nur konduktometrisch machbar an einer Verdünnungsreihe, oder aber man berechnet sie aufgrund thermodynamischer Daten.

lg
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