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Alt 15.09.2006, 17:37   #1   Druckbare Version zeigen
wetzi weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 8
Elektrolyse

Hallo.

Man kann unter anderem in Büchern lesen, dass sich bei Elektrolysen an der Kathode zunächst das Metall mit dem höchsten Potential abscheidet. Also z.B. Cu vor Zn. Aber wie ist es, wenn ich eine sehr hohe Spannung anlege; sagen wir 10 V. Müssten sich dann nicht auch Zinkionen zeitgleich abscheiden.
wetzi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2006, 17:40   #2   Druckbare Version zeigen
Bully Männlich
Mitglied
Beiträge: 270
AW: Elektrolyse

ich würde sagen, dass sich trotz hoher spannung immernoch Cu besser abscheidet. Zn wird in kleinen Mengen sicherlich auch abgeschieden. Ob das stimmt weis ich nicht, wäre jetzt eine Vermutung von mir.
Bully ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 15.09.2006, 17:45   #3   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.816
AW: Elektrolyse

"Hohe Spannung" ist relativ. Egal ob du 1, 10, 100 oder noch mehr Volt hast...es geht um das Potential.
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2006, 18:04   #4   Druckbare Version zeigen
Natriumthiosulfat weiblich 
Mitglied
Beiträge: 312
AW: Elektrolyse

ist das bei Cu nicht eine Galvanische Zelle? Das Potenzial ist doch positiv??Oder hab ich das falsch verstanden?
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Natriumthiosulfat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2006, 18:13   #5   Druckbare Version zeigen
Natriumthiosulfat weiblich 
Mitglied
Beiträge: 312
AW: Elektrolyse

Naja, ich dachte bloß, wenn das Potenzial positiv ist, dann braucht man doch eigentlich gar keinen Strom anlegen. Es geht ja von selbst? War aber wohl falsch gedacht
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Natriumthiosulfat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2006, 18:13   #6   Druckbare Version zeigen
wetzi weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 8
AW: Elektrolyse

Erstmal Danke für die schnellen Antworten.


Zitat:
"Hohe Spannung" ist relativ. Egal ob du 1, 10, 100 oder noch mehr Volt hast...es geht um das Potential.
Aber bedeutet eine hohe Spannung nicht auch ein hohes Potential.

Zitat:
ich würde sagen, dass sich trotz hoher spannung immernoch Cu besser abscheidet. Zn wird in kleinen Mengen sicherlich auch abgeschieden.
Okay. Also wird Cu immer noch schneller abgeschieden. Aber auch Zn! Das heißt es würde keinen Sinn machen die beiden Ionen bei einem sehr hohen Potential analytisch trennen zu wollen.
wetzi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2006, 18:16   #7   Druckbare Version zeigen
Natriumthiosulfat weiblich 
Mitglied
Beiträge: 312
AW: Elektrolyse

Zitat:
Zitat von wetzi
Aber bedeutet eine hohe Spannung nicht auch ein hohes Potential.
Ich glaube, das Potenzial hat nichts mit der angelegten Spannung zu tun. Es geht um den Unterschied des Reduktionsvermögens im Vergleich zur Wasswrstoff elektrode
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Natriumthiosulfat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2006, 18:20   #8   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.816
AW: Elektrolyse

Erfasst. Das Potential "geht vom Kupfer aus".
Zitat:
Naja, ich dachte bloß, wenn das Potenzial positiv ist, dann braucht man doch eigentlich gar keinen Strom anlegen. Es geht ja von selbst? War aber wohl falsch gedacht
Du meinst eine Galvanische Zelle. Wir sprechen hier aber von einer Elektrolyse. Prominentes Beispiel: Zersetzung von Wasser in Wasser und Sauerstoff mittels Hoffmannschem Zersetzungsapparat.
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2006, 19:02   #9   Druckbare Version zeigen
wetzi weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 8
AW: Elektrolyse

Und woher weiß ich wie hoch das Potential ist, wenn die Spannung z.B. auf 3 V festgelegt wird?
wetzi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2006, 19:13   #10   Druckbare Version zeigen
zweiPhotonen  
Mitglied
Beiträge: 7.407
Blog-Einträge: 122
AW: Elektrolyse

Zitat:
Zitat von wetzi
Aber wie ist es, wenn ich eine sehr hohe Spannung anlege; sagen wir 10 V.
Nur weil Du eine Klemmspannung von 10 V anlegst heisst das nicht automatisch, dass das Potential an den beiden Elektroden auch diesen Wert erreicht.
Die Lösung besitzt eine Innenwiderstand, der besonders bei hohen Strömen = grossen Umsatzraten an den Elektroden ins Gewicht fällt: Der Spannungsabfall innerhalb der Lösung kann sehr gross sein.
Wenn Du hohe Abscheidungsraten hast, weil aufgrund der hohen angelegten Spannung auch hohe Ströme fliessen, dann verarmt die Schicht an der Elektrode an den abgeschiedenen Kupferionen. Es 'entsteht' eine Diffusionsüberspannung, die nichts zum Stoffumsatz beiträgt.

Wolfgang
__________________
Wenn es einfach wäre, hätte es schon jemand gemacht!

I said I never had much use for it. Never said I didn't know how to use it.(M. Quigley)
You can't rush science, Gibbs! You can yell at it and scream at it, but you can't rush it.(A. Sciuto)

Wer durch diese Antwort nicht zufriedengestellt ist, der möge sich bitte den Text "Über mich" in meinem Profil durchlesen und erst dann meckern.
zweiPhotonen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2006, 19:50   #11   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.816
AW: Elektrolyse

Bei der Elektrolyse kommts auch mehr auf Stromstärke als auf Spannung an. Beispiel Schmelzflusselektrolyse: 4-5 Volt und bis zu 300000 Ampere.
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
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