Allgemeine Chemie
Buchtipp
Arbeitsbuch Chemie für Mediziner und Biologen
D. Röbke, U. Wolfgramm
25,00 €

Buchcover

Anzeige
Stichwortwolke
forum

Zurück   ChemieOnline Forum > Naturwissenschaften > Chemie > Allgemeine Chemie

Hinweise

Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

Anzeige

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 28.08.2006, 16:54   #1   Druckbare Version zeigen
Bademeister Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5
Tipps zur Elektronenschreibweise

Ich hab erhebliche Probleme bei der Darstellung von Eisen(II)-oxid und Eisen(II,III)-oxid mit Hilfe der Elektroneschreibweise.

Z.B.:Wieviele Elektronen darf Sauerstoff bzw. Eisen maximal besitzen?

Wär nett, wenn ihr mir helfen könntet und evtl ein paar Tipps abgibt, worauf man bei der Elektronenschreibweise achten muss.

MfG Bademeister
Bademeister ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2006, 21:21   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Tipps zur Elektronenschreibweise

Hallo und willkommen,

ich verstehe nicht ganz, worauf deine Frage abzielt (Darstellung bedeutet soviel wie Synthese, Herstellung, aber darum geht es ja hier ersichtlich nicht).

Eisen(III)oxid ist eine ionische Verbindung, bei der Eisen in Form von Fe3+ Ionen vorliegt, das sind Eisenatome die 3 Elektronen abgegeben haben und Sauerstoff ist in der Verbindung als Oxidion O2-, also ein Sauerstoffatom, welches 2 Elektronen hinzugewonnen hat, vorhanden. Demnach lautet die Formel Fe2O3, so dass in einer Formeleinheit genausoviele positive wie negative Ladungen vorhanden sind.

Das Eisen(II)oxid ist einfacher aufgebaut : FeO=Fe2+O2-

Dann sprichst du noch die gemischt-valente Verbindung Fe3O4 an. Das kannst du als eine äquimolare "Mischung" aus FeO und Fe2O3 auffassen. Das heisst, dass darin 1/3 der Eisenionen als Fe2+ vorliegen und die übrigen 2/3 sind Fe3+

Hilft das ein bisschen ?
lg
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2006, 20:35   #3   Druckbare Version zeigen
Bademeister Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5
AW: Tipps zur Elektronenschreibweise

Danke für deine Antwort.

Die Strukturformel vo Eisen(III)oxid und Eisen(II,III)oxid ist mir soweit schon bekannt. Meine Frage zielte drauf ab, wie ich diese in Elektronenschreibweise darstelle.

Eisen(II)oxid würde ich zum Beispiel so schreiben:
_ (<-- ich bekomm den strich einfach nicht übers Sauerstoff )
Fe=O|

Bei Eisen(III)oxid und Eisen(II,III)oxid komme ich einfach nicht auf die richtige Schreibweise. Deshalb frage ich hier nach Tipps, die mir dabei helfen können auf kompliziertere Moleküle per Elektronenschreibweise darzustellen.

MfG
Bademeister ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2006, 20:42   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Tipps zur Elektronenschreibweise

Die Sache liegt so, dass es für beide Stoffe keine "strukturformeln" gibt, in dem Sinne, wie du sie angibst. FeO und Fe2O3 bzw Fe3O4 sind keine molekularen Verbindungen wie z.B. H2O oder CH4. In den Eisenoxiden hast du Ionengitter von riesengrosser Ausdehnung, in denen die Fe2+ bzw Fe3+ sowie die Oxidionen auf in einer bestimmten geometrischen Anordnung sitzen. Es gibt keine Eisenoxidmoleküle mit solchen kovalenten Bindungen (Elektronenpaarbindungen) wie du sie zeichnen willst. Gleiches gilt für alle ionischen Verbindungen, zu denen neben den Metalloxiden vor allem die Salze, wie NaCl zählen. NaCl besteht ebensowenig aus Molekülen, sondern aus Ionengittern in denen Na+ und Cl- nebeneinander angeordnet sind. Die Wechselwirkung zwischen den Ionen im Kristall ist rein elektrostatischer Natur (Coulomgkräfte zwischen geladenen Teilchen) und somit viel stärker als in den kovalenten Bindungen. Allein deshalb kann man beides eigentlich nicht vergleichen.

Wenn du Abi machst, müsstet Ihr das eigentlich längst in der Schule durchgenommen haben. Schau mal in deinen Büchern nach !

lg
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige
Alt 29.08.2006, 21:53   #5   Druckbare Version zeigen
Bademeister Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5
AW: Tipps zur Elektronenschreibweise

Eisenoxide sind keine molekularen Verbindungen??! Wirken die Elektronengase nicht wie konvalente Bindungen zwischen den einzelnen Eisen bzw. Sauerstoffatomen?
Und warum lässt sich Rost dann nicht in Wasser lösen, wenn es keine Molekulare Verbndung ist?

PS: Gott sei Dank hab ich nur Grundkurs Chemie
Bademeister ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2006, 22:12   #6   Druckbare Version zeigen
Murmeltier Männlich
Mitglied
Beiträge: 257
AW: Tipps zur Elektronenschreibweise

Vorerst mal: Die Wasserlöslichkeit hat herzlich wenig mit molekular oder nicht molekular zu tun: CaF2 beispielsweise löst sich sehr schlecht in Wasser, und das ist ein Salz.
Das Bild mit den Elektronengasen verwechselst du- es sind Metalle, die zwischen den Atomrümpfen delokalisierte Elektronen haben, nicht Ionen. Bei Molekülen gibt es sowas nur bei Aromaten wie z.B. Benzol, da haben aber die Moleküle untereinander kein Elektronengas.
__________________
Es grüßt das Murmeltier
Murmeltier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2006, 22:28   #7   Druckbare Version zeigen
Bademeister Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5
AW: Tipps zur Elektronenschreibweise

Gehört Eisenoxid noch zu den Metalen? oder zu was sind die zu zählen?
Was mich eigentlich interessiert ist die theoretische Elektronekonfiguration bei diesen zwei molekülen.(Eisen(III)oxid und Eisen(II,III)oxid)

Um Missverständnisse auszuräumen, mit Elektroneschreibweise meine ich, wie die einzelnen atome miteinander verbunden sind (mit einfachbindungen, doppelbindungen usw.)

MfG
Bademeister ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2006, 12:21   #8   Druckbare Version zeigen
DocKarsten Männlich
Mitglied
Beiträge: 47
AW: Tipps zur Elektronenschreibweise

Zitat:
Zitat von Bademeister
Gehört Eisenoxid noch zu den Metalen? oder zu was sind die zu zählen?
Eisen = Metall
Eisenoxid = Metalloxid

Es gibt Metalloxide mit metallischem Charakter, aber als Metalle per se werden eben nur die chemischen Elemente bezeichnet, deren
Atome sind durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet sind:
* Die Zahl der Elektronen in der äußeren Schale ist gering und
kleiner als die Koordinationszahl
* Die Ionisierungsenergie ist klein (< etwa 10 eV)
Metalle sind also Chemische Elemente, Metalloxide sind Verbindungen. Auch Metalllegierungen sind Verbindungen.

Zitat:
Zitat von Bademeister
Um Missverständnisse auszuräumen, mit Elektroneschreibweise meine ich, wie die einzelnen atome miteinander verbunden sind (mit einfachbindungen, doppelbindungen usw.)
Also wenn ich das richtig verstanden habe (und soweit ich mich noch an meine Schulzeit erinnern kann), meinst Du das so?:
_ _
|Fe=O FeO
- -
_ _ _ _ _
O=Fe-O-Fe=O Fe2O3
- - - - -
wobei wir die LEP's (lonesome electron pairs) am äusseren Sauerstoff gewinkelt eingezeichnet haben.

Fe3O4 ist eigentlich die Summenformel für Eisen(II,III)-oxid FeO•Fe2O3


...naja, hab schon gesehen,so richtig klappt das icht mit der Darstellung!
DocKarsten ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2006, 13:17   #9   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Tipps zur Elektronenschreibweise

Zitat:
Zitat von Bademeister
Um Missverständnisse auszuräumen, mit Elektroneschreibweise meine ich, wie die einzelnen atome miteinander verbunden sind (mit einfachbindungen, doppelbindungen usw.)
Wie ich dir bereits sagte (in meinem obigen Post) : es gibt in den Eisenoxiden keine Bindungen die man so darstellen könnte. Es handelt sich um individuelle Teilchen (die Ionen), die gitterartig umeinander herum angeordnet sind. Also keine Moleküle, und wo keine Moleküle, da keine "Elektronenschreibweise" in deinem Sinn.

Und die Strukturen, die DocKarsten unten in seinem Beitrag gezeichnet hat, halte ich im Fall ionischer Verbindungen für völlig fehl am Platze, da sie nicht die Wirklichkeit widerspiegeln. (Ich weiss natürlich durchaus, dass der Übergang zwischen ionischer und kovalenter Bindung fliessend ist, und dass es auch Stoffe gibt, die in der Gasphase molekular vorliegen auch wenn die entsprechenden Festkörper ionisch aufgebaut sind (Bsp MgCl2) aber das sind Finessen, die auf diesem Niveau nur Verwirrung stiften. Ob es irgendwo molekulare Eisenoxide gibt, wage ich übrigens stark anzuzweifeln)
lg
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige


Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Qualitative Analyse - Tipps zur Identi? libellchen Analytik: Quali. und Quant. Analyse 4 01.11.2008 14:05
Dringend Tipps zur Kationennachweise Jady Analytik: Quali. und Quant. Analyse 5 20.12.2007 02:41
Tipps zur RAM-Aufrüstung Imperator Computer & Internet 7 16.01.2007 00:32
Frage zur Elektronenschreibweise der Alkane königsblau Organische Chemie 6 26.09.2005 21:22
Brauche Tipps zur Chemie-Ausbildung Schaggy Schule/Ausbildungs- & Studienwahl 26 18.03.2002 17:27


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 05:01 Uhr.



Anzeige