Allgemeine Chemie
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Alt 17.05.2002, 23:17   #1   Druckbare Version zeigen
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Halogenide + Edelgase gasförmig..warum ?

Hallo,

wie begründet ihr eigentlich die Tatsache das die Halogenide und die Edelgase niedrigere Siedepunkte haben als andere Elemente im periodensystem ?

Da gibts bestimmt auch eine Erklärung mit den Bildungsenthalpien...

Gruss Andreas
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Alt 17.05.2002, 23:29   #2   Druckbare Version zeigen
Tomboy Männlich
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Beiträge: 1.555
Soweit ich weiß sind einfach die Wechselwirkungen zwischen den Molekülen/Atomen wesentlich kleiner als bei den festen und flüssigen Elementen...
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Alt 17.05.2002, 23:33   #3   Druckbare Version zeigen
kleinerChemiker Männlich
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Beiträge: 4.044
Halogenide bringst Du mit dem Begriff des Elements im PSE in Verbindung!! *würg*

Wie oft sollen sich die Chmiker noch im Grabe umdrehen, ist ja anstrengend! *schwitz*




Ich nehm mal an, es sind die Halogene gemeint!




Bei den Edelgasen ist es deswegen, da sie monomelekular sind und nicht bimolekular, wie die Halogene zB oder Stickstoff und Sauerstoff!

Im Vergleich zum Arsen zB könnte man das so begründen, dass Arsen mehr metallischen Charakter hat als Edelgas, welche nur nichtmetallischen Charakter haben! Arsen bildet somit ein metallisches Kristallgitter! Zumindest zum Teil ein Kristallgitter, weil sie ja noch keine Metalle sind!

Bei Halogenen ist der gleiche Grund in Bezug auf metallischen Charakter und so, würd ich mal sagen!



Gruß, Peter!
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Alt 17.05.2002, 23:34   #4   Druckbare Version zeigen
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Re: Halogenide + Edelgase gasförmig..warum ?

Edelgase haben vollständig besetzte Valenzschalen, also kein besonderes Interesse chemische Bindungen einzugehen. Es existieren zwischen den Atomen also nur schwache Van-der-Waals-Kräfte. Um daraus einen Atomkristall hinzukriegen, muß es dem entsprechend "kühl" sein.
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Alt 17.05.2002, 23:35   #5   Druckbare Version zeigen
Tomboy Männlich
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Beiträge: 1.555
Hups, da hab ich aber auch nich richtig aufgepasst...
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Alt 17.05.2002, 23:50   #6   Druckbare Version zeigen
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Hui...ein dicker fehler...da ich doch gleich mal fröhlich mit

Hast aber recht


Die Antwort von Lots war schon die Richtung die ich hier erwartet hatte.

Und wie könnte man z.B. begründen das Kohlenstoff als element fest ist und stickstoff gasförmig ?

Gruss Andreas
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Alt 17.05.2002, 23:52   #7   Druckbare Version zeigen
Tomboy Männlich
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Beiträge: 1.555
Kohlenstoff bildet bekanntlich größere Moleküle...
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Alt 17.05.2002, 23:54   #8   Druckbare Version zeigen
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@ tomboy
es geht ja hier nur ums element und nicht um seine verbindungen mit anderen elementen
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Alt 17.05.2002, 23:56   #9   Druckbare Version zeigen
kleinerChemiker Männlich
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Beiträge: 4.044
Ich würd mal sagen:

C ist vierbindig und geht somit mit anderen C-Atomen eine tetraedische kovalente Atombindung ein! Die C-Atome bilden ein unendlich langes Schichtgitter!

Somit ist dann die Molmasse genau genommen nicht 12, weil ja keine einzelnen C-Atome vorliegen, sondern 12*n, wobei n eine sehr sehr große Anzahl der C-Atome ist, weil ja die C-Atome verknüpft sind!!


N ist dreibindig! Es hat eine Dreifachbindung zwischen seinen beiden N-Atomen und kommt somit bimolekular vor!




Gruß, Peter!
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Alt 18.05.2002, 00:05   #10   Druckbare Version zeigen
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Zitat:
Originalnachricht erstellt von AV
Und wie könnte man z.B. begründen das Kohlenstoff als element fest ist und stickstoff gasförmig ?
Kohlenstoff nimmt quasi eine Sonderstellung ein, weil die Anzahl der Valenzelektronen und -orbitale und die maximale Koordinationszahl gleich sind. Daher hat er eine ausgeprägte Neigung zur Ketten- und Ringbildung.

Zitat:
C ist vierbindig und geht somit mit anderen C-Atomen eine tetraedische kovalente Atombindung ein! Die C-Atome bilden ein unendlich langes Schichtgitter!
Differenziere etwas sauberer. Im Diamant ist Kohlenstoff tetraedrisch koodiniert, im Graphit, in Fullerenen und in Nanoröhren jedoch trigonal.
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Alt 18.05.2002, 00:13   #11   Druckbare Version zeigen
kleinerChemiker Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
Zitat:
Originalnachricht erstellt von Last of the Sane

Differenziere etwas sauberer. Im Diamant ist Kohlenstoff tetraedrisch koodiniert, im Graphit, in Fullerenen und in Nanoröhren jedoch trigonal.
Wenn ichs gewusst hätte, hätte ich es sicher getan!




Gruß, Peter!


PS: ist interessant, dass im Graphit C auch als Fulleren vorkommt! Dachte immer, das bildet richtige Schichten und keine Runden Dinger! Arg!
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Alt 18.05.2002, 00:26   #12   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
okidoki

Wenn ich also im Kolloqium gefragt werde warum die meisten Nichtmetalle unter Standardbedingungen gasförmig sind antworte ich einfach das die Elektronenkonfiguration diese zu Niedermolekularen Verbindungen zwingt zwischen denen nur schwache van der waals kräfte herrschen.

Die Metalle hingegen können durch ihre Elektronenkonfiguration sehr stabile Metallgitter aufbauen und haben somit auch höhere Siedepunkte.

Alles richtig ?


Wenn ja dann würde mich nur noch interessieren warum in der regel Elemente mit mehr Valenzelektronen eher niedermolekulare verbindungen eingehen und Elemente mit wenigen aussenelektronen stabile gitter bilden ?
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Alt 18.05.2002, 00:45   #13   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
@AV: Kennst Du das Kapitel zum metallischen Zustand im Riedel? Mit Energiebändermodell usw.?

@Kleiner Chemiker: Ja, kann ja mal vorkommen, dass im Graphit mal ein Fulleren drin ist, aber in der Regel sind das schon Schichten. Im Ruß der ausm Auspuff kommt, sollen teilwese Fullerene drin sein.
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Alt 18.05.2002, 01:02   #14   Druckbare Version zeigen
Adam Männlich
Moderator
Beiträge: 8.039
Re: C

Kohlenstoff besitzt vergleichbare Affinitäten zu elektropsitiven und -negativen Elmenten. Diese Fähigkeiten sind bei den Nachbarelemnetn viel weniger ausgeprägt. -> Sonderstellung C.

Zitat:
Wenn ich also im Kolloqium gefragt werde warum die meisten Nichtmetalle unter Standardbedingungen gasförmig sind antworte ich einfach das die Elektronenkonfiguration diese zu Niedermolekularen Verbindungen zwingt zwischen denen nur schwache van der waals kräfte herrschen.

Ist ok. Vielleicht noch Dipole erwähnen. Schau Dir mal die Dipole H2O, H2S, H2Se an.


.
__________________
Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung des Problems beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems.
Adam ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.05.2002, 01:11   #15   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Sind das Elemente?

Zitat:
Schau Dir mal die Dipole H2O, H2S, H2Se an
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