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Alt 11.06.2006, 17:43   #1   Druckbare Version zeigen
tschülli weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 94
Hybridisierung S in Sulfonsäure

Hallo!

Also entweder steh ich grad auf dem Schlauch?... Warum ist in der Sulfonsäure der Schwefel sp3d2 hybridisiert? Ich persönlich bin ja eher für sp3?
Also Schwefel hat doch 6 Valenzelektronen. Eines ist im s Orbital, 3 im p Orbital und 2 im d Orbital. In der Sulfonsäure hat der Schwefel 2 Doppelbindungen(bzw. pi Bindungen) zu 2 Sauerstoffatomen und sonst noch 2 Einfachbindungen (bzw. noch die sigma in der Doppelbindung). Wenn er jetz sp3d2 hybridisiert wäre, dann hätte er doch nur die Möglichkeit sechs Einfachbindungen auszuführen? Er braucht doch 2 unhybridisierte d orbitale um die Doppelbindung zu bilden?

lg
Julia
tschülli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2006, 18:27   #2   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Hybridisierung S in Sulfonsäure

nunja.. der Schwefel erfüllt hier ingesamt 6 Bindungen.
bei sp3 wären es ja nur vier.
Durch Hybridisierung (Mischung) von den üblichen 4 sp3-Orbitalen mit 2 d-Orbitalen entstehen 6 gleichwertige d2s93-Orbitale, zu sehen u.a. auf http://winter.group.shef.ac.uk/orbitron/AO-hybrids/d2sp3/index.html

sollte dir das nicht weiterhelfen, formuliere was genau du daran nicht verstehst.

lg
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Alt 11.06.2006, 18:32   #3   Druckbare Version zeigen
tschülli weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 94
AW: Hybridisierung S in Sulfonsäure

ja schon... aber bei ein alkin z. B. ist ja auch sp hypridisiert und besitzt noch 2 unhypridisierte orbitale für die pi bindungen. wo sind dann beim schwefel die unhypridisierten. Die unhypridisierten d orbitale sind ja dann alle leer?
tschülli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2006, 18:38   #4   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Hybridisierung S in Sulfonsäure

Du nimmst ein s-Orbital, drei p-Orbitale, mittelts mathematisch und bekommst vier Mischorbitale sp3.

Wieviel Bindungen kann man mit 4 Orbitalen machen?
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2006, 18:40   #5   Druckbare Version zeigen
tschülli weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 94
AW: Hybridisierung S in Sulfonsäure

nur 4.... ich hab doch gesagt, dass ich auf dem schlauch stehe... aber wo sind die unhybridisierten?
tschülli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2006, 18:53   #6   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Hybridisierung S in Sulfonsäure

Für sechs Bindungungen brauchen wir 6 AO :

1 s, 3 p, 2 d -> 6 sp3d2

3 d bleiben wie gehabt (und in diesem Fall leer).
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Alt 11.06.2006, 19:00   #7   Druckbare Version zeigen
tschülli weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 94
AW: Hybridisierung S in Sulfonsäure

ich will ja nicht nerven , aber an meinem lieblingsbeispiel alkin: insgesamt 4 Bindungen aber nur sp hybridisiert. Ich versteh einfach nicht wie bei sp3d2 Hybridisierung der Schwefel zwei Doppelbindungen ausbilden kann... Beim Schwefelhexafluorid ist mir klar, dass der Schwefel sp3d2 hybridisiert sein muss, aber hier nicht...
tschülli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2006, 19:02   #8   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Hybridisierung S in Sulfonsäure

Alkin kannst Du in diesem Zusammenhang vergessen (Oktettregel).

Wie soll denn der Schwefel die sechs Bindungen aufbauen?
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Alt 11.06.2006, 19:06   #9   Druckbare Version zeigen
tschülli weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 94
AW: Hybridisierung S in Sulfonsäure

Ok stimmt....
also sp3 liefern die Einfachbindungen und 2 einfach besetzte d orbitale die pi Bindungen der Doppelbindungen....aber die müssten dafür ja unhypridisiert sein...? aber da liegt wahrscheinlich mein Gedankenfehler...den ich aber noch nicht gecheckt habe...
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Alt 11.06.2006, 19:10   #10   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Hybridisierung S in Sulfonsäure

Zitat:
also sp3 liefern die Einfachbindungen und 2 einfach besetzte d orbitale die pi Bindungen der Doppelbindungen....
Das wäre ein durchaus denkbares Modell. In der Realität sieht es aber nach 6 d2sp3-Mischorbitalen aus, von denen vier die Einfachbindungen ergeben (sigma-Bindungen) und zwei andere die Doppelbindungen (pi-Bidungen. Aber das ist auch nur ein Modell, das die Realtät beschreiben soll.
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Alt 11.06.2006, 19:13   #11   Druckbare Version zeigen
tschülli weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 94
AW: Hybridisierung S in Sulfonsäure

ok... dann nehm ich das mal so an... DANKESCHÖN !Läuft das dann außerhalb der Oktettregel immer so ab? Gesamtzahl der Bindungen=Gesamtzahl Orbitale, unabhängig davon, welche Art von Bindung vorliegen?
tschülli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2006, 19:16   #12   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Hybridisierung S in Sulfonsäure

Bei kovalenten Verbindungen, eher ja.
Bei koordinativen Bindungen, eher nein.

Aber da soll sich mal ein Theorektiker zu äussern.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
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