Allgemeine Chemie
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Alt 11.06.2006, 11:50   #1   Druckbare Version zeigen
WarriorSoul26  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 86
Rasterelektronenmikroskop Funktionsweise

Hi,

ich würde gerne wissen, wie ein Niedervakuum-REM funktioniert! Warum muß da die Probe nicht beschichtet werden?

Ich habe auch ein EDX-Spektrum mir angeschaut, dort ist die Beschleunigungsspannung (x-Achse, in keV) und "Full Scale Counts" auf der y-Achse angegeben (Skala geht von 0 bis 8000). Ich würde gerne wissen, was das bedeutet (also das mit den Counts).

´gruß

ws
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Alt 11.06.2006, 17:12   #2   Druckbare Version zeigen
Verstrahlt Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.398
AW: Rasterelektronenmikroskop Funktionsweise

schon mal bei wikipedia gesucht da steht einiges über REM
__________________
Gruss
Matthaeus

Zwei Dinge sind unendlich das Universum und die Dummheit des Menschen. Bei dem Universum bin ich mir allerdings noch nicht sicher. (Albert Einstein)

Und noch ein kleiner Tipp an alle Experimentierfreudigen:

Es ist besser erst Fragen zu stellen und dann zu handeln, als erst zu Handeln und sich die Fragen dann im Krankenhaus stellen zu müssen.
Verstrahlt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.06.2006, 10:47   #3   Druckbare Version zeigen
kat1 Männlich
Moderator
Beiträge: 4.404
AW: Rasterelektronenmikroskop Funktionsweise

Meinst Du wirklich ein Niedervakuum-REM? Oder doch lieber ein Niederspannungs-REM (low voltage SEM)?

Der Unterdruck in der Probenkammer muss immer so groß sein, dass die Elektronenbahnen nicht durch Kollisionen mit Luftmolekülen verändert werden (freie Weglänge).

Bei einem low-voltage SEM ist eine Beschichtung der Probe teilweise unnötig, da die Oberfläche nicht so stark aufgeladen wird. Das variiert aber von Probe zu Probe und außerdem auch mit der Vergrößerung, welche man wählt.
__________________
Mfg Uwe

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Alt 12.06.2006, 20:10   #4   Druckbare Version zeigen
Marten Männlich
Mitglied
Beiträge: 4
AW: Rasterelektronenmikroskop Funktionsweise

Low Vac REMs gibts auch. Da lässt man gewollt Atmosphäre rein.
Variable pressure bis zu 3000 Pa. Man benutzt dieses Feature für Proben, die nicht hochvakuumtauglich sind, sehr strak gasende Proben oder sehr feuchte Proben.

Man hat dann allerdings einen sog. "Skirt-effect", der durch die verminderte freie Weglänge der Elektronen hervorgerufen wird. Bei mir ist im Zeiss EVO 60 ein sog. VPSE-Detektor vorhanden (variable pressure secondary electron detector). Funktioniert sehr gut bei der Betrachtung von verölten Proben.

Der Vorteil ist dabei, wie schon oben genannt, dass man die Proben nicht bedampfen muss weil durch die vorhandene Atmosphäre ein Ladungsausgleich zwischen Probe und Umgebung vor sich geht, sprich, die Probe läd sich nicht auf und leuchtet wie ein Weihnachtsbaum bevor sie in einer schwarzen Elektronenwolke verschwindet.

Die counts sind die Röntgenquanten, die der EDX-Detektor aufnimmt. Bei langsamen Detektoren liegt die Regel so bei 2 - 3 kcps, wenn mehr reinlaufen, bekommt man sogenannte "Totzeiten", die den Detektor lahmlegen. Moderne Detektoren (Xflash von Roentec u.ä) können allerdings sehr viel höhere kcps-rates verarbeiten, ich liege bei 20 keV meist so zwischen 30 - 80 kcps und bekomme recht schnell auch vernünftige Mappings hin. Linescans und spot-Analysen gehen sowieso megafix damit.

Gruss

Marten
__________________
Fahre nie schneller als Dein Schutzengel fliegen kann

Geändert von Marten (12.06.2006 um 20:15 Uhr)
Marten ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2006, 18:36   #5   Druckbare Version zeigen
WarriorSoul26  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 86
AW: Rasterelektronenmikroskop Funktionsweise

kann jemand nicht noch mehr information zu niedervakuum-Rem geben? ich brauch die genaue funktionsweise! also ich weiß nur das ein Elektronenstrahl die Oberfläche abrastert und die rückgestreuten elektronen detektiert werden. aber was GENAU passiert, nachdem der elektronenstrahl die Oberfläche trifft?
Was passiert im hochvac REM, was im Lowvac REM nicht passiert?

Nochmal zum EDX-SPektrum: auf der y-achse sind die gezählten Röntgenquanten; auf der x-achse jedoch NICHT die beschleunigungsspannung. diese ist bei meinem gerät konstant 27 kV. Bei dem EDX-Spektrum sind auf der x-Achse WErte von 0 bis ca. 10 keV angegeben, aber woher kommen diese Werte, bzw. wie hat man sie zu verstehen??
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