Allgemeine Chemie
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Alt 26.08.2000, 17:44   #1   Druckbare Version zeigen
buba Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 18.460
Frage

Vor langer Zeit habe ich mal im Fernsehen gesehen, dass es eine "Atemflüssigkeit" gibt, unter der man atmen kann. Dabei soll es sich um Perflourcarbone handeln. War das nur ein Sci-Fi-Film oder ist da wirklich was dran?


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buba
Moderator
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Alt 26.08.2000, 17:50   #2   Druckbare Version zeigen
Cyberlink  
Mitglied
Beiträge: 545
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nein das war kein sci-fi die flüssigkeit gibts tatsächlich...ich habe das ding mal in anwendung gesehen..es ist unglaublich aber wahr die ratte konnte tatsächlich darin atmen (nach dem ersten schock)

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Michael Pfister
Moderator
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Alt 26.08.2000, 17:57   #3   Druckbare Version zeigen
buba Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 18.460
Beitrag

Wow! Kannst du mir mehr darüber berichten oder kennst du eine Internetsite zu diesem Thema?

PS: Per ICQ hat's nicht geklappt, aber ist schon in Ordnung (was du zuletzt gefragt hast...)

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buba
Moderator

[This message has been edited by buba (edited 26-08-2000).]
buba ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2000, 19:38   #4   Druckbare Version zeigen
Fabio  
Mitglied
Beiträge: 233
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Hi...
das ist ja unglaublich!
Wie soll das gehen? Das würde mich schon interessieren!

@BuBa
Wenn du näheres zu diesem Thema weißt, dann kannst du dich ja bei mir melden! (Kennst ja meine ICQ-Nummer!)

MfG

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Moderator
Fabio
fabio.chemiepsycho@gmx.de
http://www.fabios-chemiepage.de
Fabio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2000, 22:09   #5   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
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Beiträge: n/a
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was heißt denn "nach dem ersten Schock"?
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Alt 27.08.2000, 08:56   #6   Druckbare Version zeigen
Cyberlink  
Mitglied
Beiträge: 545
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nun ich denke auch ne ratte kriegt nen shock, wenn sie auf einmal wasser atmen soll...oder könntest du dich etwa dazu überwinden, dass zeugs zu atmen??


Hier noch ein kleiner Bericht darüber:

Durchatmen mit Flüssigkeiten
Wenn die Lunge kollabiert, ist auch im Zeitalter der Intensivmedizin höchste Gefahr im Verzug. Zusammenfallenden Lungenbläschen folgt meist der Tod. Aber, so fragten Wissenschaftler weltweit, könnte man nicht die Lunge mit einer Flüssigkeit aufpumpen und so wieder in Betrieb nehmen?

Seit einigen Jahren wird auf diesem Gebiet geforscht. In den USA wurden bereits rund 120 Patienten mit Flüssigkeit beatmet. Aber die Flüssigkeitsbeatmung ist noch ein junges Feld der Intensivmedizin.
Das Prinzip ist einfach: Man nehme eine Flüssigkeit, die keine Körpergewebe angreift, Sauerstoff und Kohlendioxid gut transportiert und beide Gase in den Lungenbläschen abgeben beziehungsweise aufnehmen kann. Diese Flüssigkeit wird nun in die Lunge gepumpt. Der Mensch atmet jetzt keine Luft mehr, die Flüssigkeit ist das lebensspendende Elixier. Wenn in der kranken Lunge Wasser oder Schleim atmen unmöglich macht, dann soll die schwere Atemflüssigkeit den Schleim verdrängen. Außerdem soll sie die Lunge in ihre gesunde Form auseinanderdrücken.
Geeignet für die Flüssigkeitsbeatmung sind Perfluorcarbone. Das bekannteste Mitglied dieser Chemikalienfamilie ist Teflon. Flüssige Perfluorcarbone sind ungiftig und lösen Sauerstoff und Kohlendioxid sehr gut. Erfunden wurden sie vor 25 Jahren als Kunstblutkandidaten. Jetzt sollen die öligen Flüssigkeiten schwer Lungenkranken helfen.
“Die Lunge voll mit Flüssigkeit - das geht natürlich nur unter Betäubung” erklärt Michael Quintel vom Klinikum Mannheim. “Andernfalls würde man den Hustenreiz nicht aushalten”. Quintel erforscht in Mannheim am Tiermodell, wie sich die Flüssigkeiten in der Lunge verteilen und wie die Atemflüssigkeit am besten in die Lunge und aus der Lunge heraus gespült wird.
Noch können die Ärzte die Flüssigkeitsbeatmung nicht im klinischen Alltag verwenden. Noch sind die Risiken zu groß. Aber die Patienten, die von Forschungserfolgen profitieren könnten, sind oft Frühgeborene, deren Lungen noch nicht richtig ausgebildet sind oder Erwachsene mit schwersten Lungenödemen oder Lungenentzündungen, die bisher fast sicher sterben müssen.


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Michael Pfister
Moderator

Geändert von buba (22.12.2001 um 19:24 Uhr)
Cyberlink ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.08.2000, 09:10   #7   Druckbare Version zeigen
CO-Mertens Männlich
ChemieOnline Team
Beiträge: 7.138
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Das Thema wurde auch mal in einem Sci-Fi-Film aufgegriffen. Der hieß Abyss. Dort verwendeten die Taucher in über 1000m Tiefe auch eine Flüssigkeit zumn Atmen.

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Sascha Mertens
Administrator

CO-Mertens ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.08.2000, 09:30   #8   Druckbare Version zeigen
Cyberlink  
Mitglied
Beiträge: 545
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ja den Film kenne ich...ungefähr so wie der typ dort hat sich auch die ratte verhalten

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Michael Pfister
Moderator
Cyberlink ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.08.2000, 12:49   #9   Druckbare Version zeigen
buba Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 18.460
Frage

PTFE ist eine Flüssigkeit? Sprechen wir auch vom selben Stoff, Teflon bzw. Polytetrafluorethylen?
Das ist doch auch ziemlich teuer...

Welche Perfluorocarbone gibt es denn noch (bzw. PFC, die sich als "Atemflüssigkeit" eignen)?

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buba
Moderator
buba ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.08.2000, 13:04   #10   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
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Hallo Buba!
Es hängt vom Polymerisierungsgrad ab, ob das PTFE flüssig oder fest ist.
Niedriger Polymerisierungsgrad --> Kleine Moleküle --> Niedrigerer Fp/Kp.

Moritz
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Alt 27.08.2000, 15:36   #11   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
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Beiträge: n/a
Ich arbeite zur Zeit auch mit verschiedenen Polyfluorcarbonen. Es gibt zum Beispiel noch FEP und PFA.

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Sascha Mertens
Administrator

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Alt 27.08.2000, 15:45   #12   Druckbare Version zeigen
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Habe in einem Buch die Zusammensetzung gefunden.

1. Perfluortributylamin ( 11-13 mol )
2. polymerer Emulgator ( 2,3-2,7 g )
3. Hydroxyethylstärke ( 2,5-3,2 g )
4. Natriumchlorid ( 54 mg )
5. Kaliumchlorid ( 32 mg )
6. Magnesiumchlorid ( 7 mg )
7. Calciumchlorid ( 10 mg )
8. Natriumhydrogenphosphat ( 9,6 mg )
9. Natriumcarbonat (zum Einstellen pH 7,44 )

mit Wasser auf 100 mL auffüllen.
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Alt 27.08.2000, 20:47   #13   Druckbare Version zeigen
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Frage

Hallo Mesogen!
In welchem Buch hast du denn die Zusammensetzung gefunden?
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Alt 27.08.2000, 20:59   #14   Druckbare Version zeigen
buba Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 18.460
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Das würde mich auch interessieren!
buba ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2000, 20:45   #15   Druckbare Version zeigen
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Cool

Das Buch ist von Harold Hart, "Organische Chemie - Ein kurzes Lehrbuch", ISBN 3-527-26480-9; S.172

MfG. Mesogen
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