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Alt 27.04.2006, 11:51   #1   Druckbare Version zeigen
TommeDePerre weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 8
Kaustisch gebrannter Magnesit als "Leim"?

Hier eine Frage von jemand, der keine Chemie studiert hat (also nicht laut lachen oder die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ):
Wir würden gern Schalen für den Verkauf von Lebensmitteln herstellen. Um die zu verleimen, haben wir uns schon die verrücktesten Ideen durch den Kopf gehen lassen - alles soll nämlich biologisch abbaubar und natürlich ungefährlich sein.
Eine Idee ist es, als "Leim" und wohl auch Stützgerüst kaustisch gebrannten Magnesit (oder geht es mit Magnesia? ich nehme an, nur mit kaustisch gebranntem Magnesit) zu verwenden, denn wie auf Wikipedia zu lesen war (unter "Magnesiumoxid), reagiert der mit Wasser und darin gelösten Magnesiumsalzen zu einer steinhart werdenden Masse.
Also Wasser + Magnesiumsalze + kaustisch gebrannter Magnesit... sind damit Salze gemeint, die im Leitungswasser sowieso schon drin sind, oder muss man die noch dazu geben?

Geändert von TommeDePerre (27.04.2006 um 12:05 Uhr)
TommeDePerre ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2006, 12:24   #2   Druckbare Version zeigen
Godwael Männlich
Moderator
Beiträge: 12.173
Blog-Einträge: 12
AW: Kaustisch gebrannter Magnesit als "Leim"?

Moin.

Ich bezweifle, dass du tatsächlich für Sachen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, einfach nehmen darfst was dir grad so einfällt. Es dürfte allerdings genug kommerzielle Produkte geben, die dein Anforderungsprofil erfüllen und rechtlich unproblematisch sind. Du bist ja nicht der erste, der sowas macht. Wo ist das Problem mit z.B. Stärkekleister?
__________________
Gruß,
Fischer


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Alt 27.04.2006, 14:52   #3   Druckbare Version zeigen
TommeDePerre weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 8
AW: Kaustisch gebrannter Magnesit als "Leim"?

Stärkekleister ist auch auf unserer Liste. Das Problem damit ist aber, dass er aufquillt und "schleimig" wird, wenn er nach dem Verkleistern wieder mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, und möglicherweise gehen die Verpackungen ja im schlimmsten Fall "aus dem Leim".
Naja, wir laufen schon nicht einfach drauflos. Aber als Chemielaie muss man sich eben in manchen Dingen erst schlaumachen.
TommeDePerre ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2006, 17:39   #4   Druckbare Version zeigen
Godwael Männlich
Moderator
Beiträge: 12.173
Blog-Einträge: 12
AW: Kaustisch gebrannter Magnesit als "Leim"?

Ach so. Naja, ich bin auf dem Gebiet nicht so der Experte, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Magnesit-Idee funktioniert. I Im ernstfall: Probier's aus. Magnesit ist ja die Grundlage für Estrich, wenn ich mich recht erinnere.
__________________
Gruß,
Fischer


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Alt 27.04.2006, 17:51   #5   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.813
AW: Kaustisch gebrannter Magnesit als "Leim"?

Sollte man den Gesundheitsamt bzw. einem Lebensmittelchemiker vorlegen. Bevor man damit anfängt.

Am Ende macht man sich Mühe, findet was tolles, es wird dann aber nicht zugelassen. Muss ja nicht sein...
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2006, 18:07   #6   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: Kaustisch gebrannter Magnesit als "Leim"?

Von dem Magnesia-Leim habe ich zwar schon gehört (soll funktionieren), aber ich habe keinerlei Erfahrung damit gemacht. Selbst ist der Mann/die Frau! Wenn's bei mir was mineralisch zu verkleben gab, habe ich immer Wasserglas benutzt. Das ist eine in der Drogerie oder der Apotheke erhältliche Lösung von Natriumsilicat, die beim Trocknen sehr fest wird. Gegebenenfalls erhitzen (hält irre hohe Temperaturen aus). Wasserglas wird zum Haltbarmachen von Eiern verwendet und ist daher lebensmittelzugelassen - denk ich mal.
__________________
Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
Tino71 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2006, 18:56   #7   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Kaustisch gebrannter Magnesit als "Leim"?

Magnesiazement besteht aus einer konzentrierten Lösung von Magnesiumchlorid und aus Magnesiumoxid (= Magnesia = gebrannter Magnesit).
Ist sehr hart, aber auch feuchtigkeitsempfindlich.

Und woraus bestehen die Schalen?

Gruß,
Franz
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FK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2006, 11:02   #8   Druckbare Version zeigen
TommeDePerre weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 8
AW: Kaustisch gebrannter Magnesit als "Leim"?

Mein Chef würde es nicht so gern sehen, wenn ich zuviel über das Ganze sage ...
Aber noch mal zur Frage vom Anfang zurück: Muss man die Magnesiumsalze selber ins Wasser mischen, oder sind die in normalem Leitungswasser schon drin?
Nebenbei: Wo bekomme ich den Stoff eigentlich? Ich habe es vor Ort beim Chemikaliengroßhändler und bei der Futtermittelindustrie versucht, aber ergebnislos.
TommeDePerre ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2006, 11:11   #9   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Kaustisch gebrannter Magnesit als "Leim"?

Zitat:
Zitat von TommeDePerre
Aber noch mal zur Frage vom Anfang zurück: Muss man die Magnesiumsalze selber ins Wasser mischen, oder sind die in normalem Leitungswasser schon drin?
Wenn Du ne Wasserleitung hast, aus der konzentrierte Magnesiumchloridlösung fließt...

Gruß,
Franz
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