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Alt 26.04.2006, 17:16   #1   Druckbare Version zeigen
Wave1 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 11
Achtung Urtitersubstanz?

Was ist eine Urtitersubstanz??

mfg Manuel
Wave1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.04.2006, 17:20   #2   Druckbare Version zeigen
DaWoocha Männlich
Mitglied
Beiträge: 136
AW: Urtitersubstanz?

Also Wikipedia sagt dazu fogendes:

"Eine Urtitersubstanz ist eine gut wägbare Reinstsubstanz (das heißt unbegrenzt haltbar, nicht hygroskopisch, grosse Molmasse), die in Wasser leicht löslich ist und sich zur Herstellung von Lösungen mit genau bekanntem Gehalt (Urtiterlösungen) eignet. Diese Lösungen dienen dann dazu, den Gehalt der bei der Maßanalyse verwendeten Normallösung (= Maßlösungen) zu bestimmen."

Klar soweit?
Du musst ja die Konzentration deiner Maßlösung möglichst genau kennen. Is diese aber z.B. flüchtig, oder zersetzt sich an der Luft, stimmmt die Konzentration nach einiger Zeit nicht mehr.
Deshalb ist es oft besser die Konzentration einer Maßlösung erst durch eine andere Lösung durch Titration genau zu bestimmen. Und das macht man mit ner Urtitersubstanz, die sich eben sehr gut hält und somit die Konz. sehr konstant ist und bleibt
DaWoocha ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 26.04.2006, 17:21   #3   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.824
AW: Urtitersubstanz?

Guck mal da:
http://de.wikipedia.org/wiki/Urtitersubstanz
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2006, 09:57   #4   Druckbare Version zeigen
sarai357 weiblich 
Mitglied
Beiträge: 135
AW: Urtitersubstanz?

ist die maßlösung das, was man in die bürette gibt oder das was man bestimmen will? so ganz versteh ich das noch nciht...
also soweit ich das verstanden habe, ist die maßlösung das was man bestimmen will, sprich was im erlmeyerkolben ist. aber wieso nimmt man dann nciht von vornerein die urtitersubstanz, wenn die auch die konzentration bestimmen kann??
lg
sarai357 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2006, 10:27   #5   Druckbare Version zeigen
Edgar Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
AW: Urtitersubstanz?

Zitat:
Zitat von sarai357
ist die maßlösung das, was man in die bürette gibt oder das was man bestimmen will? so ganz versteh ich das noch nciht...
also soweit ich das verstanden habe, ist die maßlösung das was man bestimmen will, sprich was im erlmeyerkolben ist. aber wieso nimmt man dann nciht von vornerein die urtitersubstanz, wenn die auch die konzentration bestimmen kann??
lg
Die Maßlösung ist das, dessen Gehalt du genau kennst. Es spielt keine Rolle ob es in der Bürette oder dem Erlenmeyer ist.

Es wäre schön wenn es für jeden Zweck Urtiter gäbe, doch leider gibt es z. B. keine starke Base die die Kriterien erfüllt: NaOH u. KOH sind hygroskopisch und nehmen CO2 aus der Luft auf, Ammoniak ist flüchtig...
Deshalb behilft man sich in diesem Fall mit Na-Carbonat oder stellt eine NaOH-Lösung mit einer genau bekannten Säure ein - wobei man das gleiche Problem hat: HCl, H2SO4, HNO3, H3PO4, HClO4 sind alles keine Urtiter! Man muss auf organische Säuren wie Benzoe- oder Oxalsäure ausweichen...

Die Wiki-Definition möchte ich übrigens nicht ganz akzeptieren: Ein Urtiter muss keineswegs gut wasserlöslich sein!
Ich verwende für Ca-Standards z. B. zur Einwaage Ca-Carbonat: Es ist nicht hygroskopisch (Wie auch, es ist ja nicht mal wasserlöslich) und reagiert auch nicht mit irgendwas aus der Luft. Kristallwasser kann es auch nicht abgeben.
Also wiege ich CaCO3 ein und löse es dann in HCl! Das CO2 sprudelt weg, und ich erhalte eine äusserst genaue CaCl2-Lösung!

Dieser kleine Trick funktioniert auch gut mit anderen sachen, z. B. Hg, für das ich das sehr stabile HgO einwiege und dann in HNO3 löse.
Edgar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2006, 10:51   #6   Druckbare Version zeigen
sarai357 weiblich 
Mitglied
Beiträge: 135
AW: Urtitersubstanz?

achso...also verwendet man eine urtitersubstanz dann, wenn die analyse wirklich exakt sein muss??
ZITAT:"Deshalb behilft man sich in diesem Fall mit Na-Carbonat oder stellt eine NaOH-Lösung mit einer genau bekannten Säure ein - wobei man das gleiche Problem hat: HCl, H2SO4, HNO3, H3PO4, HClO4 sind alles keine Urtiter! Man muss auf organische Säuren wie Benzoe- oder Oxalsäure ausweichen..."
aber wenn NaOH doch CO2 aus der luft aufnimmt, dann bringt es doch nichts sie mit einer bekannten säure einzustellen...nach dem einstellen reagiert sie doch immer ncoh mit CO2 aus der luft..?
lg
sarai357 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2006, 11:05   #7   Druckbare Version zeigen
Edgar Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
AW: Urtitersubstanz?

Zitat:
Zitat von sarai357
...
aber wenn NaOH doch CO2 aus der luft aufnimmt, dann bringt es doch nichts sie mit einer bekannten säure einzustellen...nach dem einstellen reagiert sie doch immer ncoh mit CO2 aus der luft..?
lg
Ja, deshalb muss vor jeder Analyse der Titer neu bestimmt werden und als Faktor in die Berechnung einfliessen.

Besonders extrem ist es allerdings bei der Herstellung: Da stehen die NaOH-Plätzchen womöglich schon jahrelang im Schrank, sind von einer dicken Schicht Na2CO3 überzogen - Die Einwaage wird zu Glücksspiel.
Deshalb kann man hier von Haus aus etwas mehr einwiegen und evtl. nach einer orientierenden Titerbestimmung auch noch zugeben, damit man wenigstens in die Nähe dee beabsichtigten Konzentration kommt.

EDIT: Übrigens: Analysen sollten IMMER exakt sein...
Edgar ist offline   Mit Zitat antworten
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