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Alt 27.03.2006, 13:08   #1   Druckbare Version zeigen
Atömchen weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 7
Frage Koordination des Tetraamminkupfer(II)-Komplexes

Guten Morgen an alle!

Ich sitze hier an der Ergebnisformulierung meiner Facharbeit und habe ein Problem:

Ich habe den Tetraamminkupfer(II)-Komplex mit der Methode der molaren Verhältnisse photometrisch untersucht, und (oh, wie könnte es anders sein) herausgefunden, dass die Liganden sich um das Zentral-Ion im Verhältnis 4 : 1 anordnen. Jetzt wollte ich auf die räumliche Struktur eingehen und habe zwei Ansätze im Internet gefunden:

1. tetraedrische Anornung (erkläre ich mir mit dem Verhältnis (s.o.))
2. oktaedrisch, wenn man zwei Wassermoleküle berücksichtigt (kann ich mir noch nicht so klar machen; wie soll man hier argumentieren?)

Also mit dem zweiten habe ich Probleme...Und kann ich beide Ansätze als "gleichberechtigt" übernehmen / bestehen die nebeneinander?

Danke schon mal im Voraus....Habe gerade echt ein Brett vorm Kopf

Ciao, Atömchen
Atömchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.03.2006, 13:15   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Koordination des Tetraamminkupfer(II)-Komplexes

Die Photometrie allein erlaubt dir nur eine Zuordnung der Koordinationszahl : auf jedes Cu2+ entfallen 4 NH3 Liganden.

Bezüglich der geometrie des Komplexes lässt sich erst eine Aussage aufgrund der Messung der magnetischen Eigenschaften machen. Im Falle des Kupfertetramminkomplexes ist es in der Tat ein stark verzerrt (siehe Jahn-Teller Effekt) oktaedrischer Komplex [Cu(NH3)4(H2O)2]2+, wobei es durchaus umstritten ist, ob man das zweite Wassermolekül nicht soweit vom Zentralion entfernt ist, dass man es eigentlich nicht mehr als zum Komplex zugehörig betrachten kann.

EDIT Die Formulierung als [Cu(NH3)4H2O]2+] ist vermutlich realistischer, da es selbst in flüssigem Ammoniak nur den fünffachkoordinierten Komplex gibt.

lg
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)

Geändert von ricinus (27.03.2006 um 13:20 Uhr)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.03.2006, 13:24   #3   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Koordination des Tetraamminkupfer(II)-Komplexes

Zitat:
Zitat von ricinus
[Cu(NH3)4H2O]2+] ist vermutlich realistischer, da es selbst in flüssigem Ammoniak nur den fünffachkoordinierten Komplex gibt.
Quelle?

Der Riedel spricht von 6-fach koordinierten Komplexen.
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Alt 27.03.2006, 21:42   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Koordination des Tetraamminkupfer(II)-Komplexes

^^ Da muss ich dich enttäuschen, ich hab das so im Kopf gehabt...es kann durchaus sein, dass mein Wissen überholt ist. Den Riedel allerdings würde ich auch nicht gerade als allerhöchste Autorität in solchen Fragen ansehen...das ist ja auch bloss ein Lehrbuch.

lg
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ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.03.2006, 21:50   #5   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Koordination des Tetraamminkupfer(II)-Komplexes



O.K. scheint, als ob ich Dir und deinem Riedel Recht geben muss :

D. Nicholls schreibt dazu in Complexes and First Row Transition Elements, dass der Hexamminkomplex in wasserfreien Medien ohne weiteres erhalten wird; Cotton & Wilkinson im Kupferkapitel behaupten sogar "addition of the fifth NH3 can occur in aqueous solution, but the sixth occurs only in liquid ammonia" und geben dafür folgende Quelle : M. Sano et al. Inorg. Chem., 1984, 23, 4466.

Es muss wohl dieser Cotton Paragraph gewesen sein, der mir falsch in Erinnerung geblieben ist...

lg
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ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.03.2006, 21:54   #6   Druckbare Version zeigen
BU Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.504
AW: Koordination des Tetraamminkupfer(II)-Komplexes

Cotton/Wilkinson , Anorganische Chemie , Verlag Chemie

schreibt: "Tatsächlich kann das sechste NH3-Molekül in wäßrigem Medium nicht in merklichen Ausmaß addiert werden, sondern nur in
flüssigem Ammoniak."

Der Komplex [Cu(NH3)5(H2O)]2+ hat
die größte molare Absorptionsbande um 15000 cm-1.

[Cu(NH3)4(H2O)2]2+
hat ein kleineres Maximum bei 17000 cm-1 (in wäßriger
Lösung)

Bei [Cu(H2O)6]2+
liegt das (breite) Maximum bei 12500 cm-1.
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