Allgemeine Chemie
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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 26.03.2006, 16:39   #1   Druckbare Version zeigen
leany  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
das salz einer fettsäure

hallo!
wir reden gerade im bio-chemie unterricht im zusammenhang mit ester über fette und fettsäuren. als deifinition für eine fettsäure haben wir nur gesagt, dass es eine carbonsäure ohne aminogruppe ist und das sie mind. 10 C-Atome haben muss.jetzt sollen wir sagen wie das salz einer fettsäure aufgebaut sein muss..?! könnt ihr mir helfen? danke schonmal.. lg
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Alt 26.03.2006, 17:23   #2   Druckbare Version zeigen
BU Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.504
AW: das salz einer fettsäure

CH3-(CH2)n-COO- Na+

http://www.fbv.fh-frankfurt.de/mhwww/OCH-Vorlesung/Images/carbonsaeure-na-salz.gif

http://www.tgs-chemie.de/fette.44.gif

Geändert von BU (26.03.2006 um 17:29 Uhr)
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Alt 26.03.2006, 18:08   #3   Druckbare Version zeigen
Allchemist Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.129
AW: das salz einer fettsäure


Der Begriff "Fettsäure" wurde in früheren Zeiten als Synonym für Monokarbonsäuren (Alkansäuren) benutzt, so dass nach dieser Definition auch Ameisensäure eine Fettsäure wäre. (n. Bayer "Lehrbuch der org.Chemie 1954". Im Brockhaus ABC Chemie von 1971 steht dann schon, dass einige Vertreter der Monokarbonsäuren, Fettsäuren genannt werden.

Bei Wikipedia ist Buttersäure (Butansäure, C3H9COOH) als einfachste Fettsäure genannt.

Die höheren Fettsäure ab C10 bis C22 sind Bestandteil der tierischen und pflanzlichen Fette und bilden Salze der o.g Form, die auch Seifen genannt werden.


Grüße Allchemist
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Alt 26.03.2006, 18:11   #4   Druckbare Version zeigen
leany  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: das salz einer fettsäure

danke, nur wie kommt man hierauf:

CH3-(CH2)n-COO- Na+
leany ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2006, 18:23   #5   Druckbare Version zeigen
BU Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.504
AW: das salz einer fettsäure

Das ergibt sich aus dieser Abbildung:
http://www.tgs-chemie.de/fette.44.gif

Fett (Ester von Glycerin + 3 Fettsäuren) + 3 Natronlauge
-----> Glycerin + 3 Fettsäuresalz (=Seife)

Diese Reaktion nennt man Verseifung.

Salze disoziieren in Ionen (Kation + Anion),
harte Kernseife enthält Na+, weiche Schmierseife K+.
Das Anion der Fettsäure ist CH3-(CH2)n-COO-
BU ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2006, 18:23   #6   Druckbare Version zeigen
Allchemist Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.129
AW: das salz einer fettsäure

Zitat:
Zitat von leany
danke, nur wie kommt man hierauf:

CH3-(CH2)n-COO- Na+
Die allgemeine Formel einer Säure lautet nach der herkömmlichen Definition:

RH mit R-=Säurerest (Anion)

bei einer Neutralisation reagiert die Säure mit einer Base und gibt dabei das Proton (H+ ab:


RH +NaOH -->Na+R- + H2O

Die allgemeine Formel der Alkansäuren lautet:

CnH2n-1COOH - Das Letzte H wird bei der Neutralisation abgegeben und durch das Kation der Base ersetzt.


Grüße Allchemist
Allchemist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2006, 18:27   #7   Druckbare Version zeigen
Allchemist Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.129
AW: das salz einer fettsäure

Zitat:
Zitat von BU
Das ergibt sich aus dieser Abbildung:
http://www.tgs-chemie.de/fette.44.gif

Fett (Ester von Glycerin + 3 Fettsäuren) + 3 Natronlauge
-----> Glycerin + 3 Fettsäuresalz (=Seife)

Diese Reaktion nennt man Verseifung.


Die reine Fettsäure reagiert natürlich auch mit Natronlauge...
Wird allerdings hergestellt in dem man Fette verseift, wie BU hier ausführt, und die Seife dann mit Mineralsäure (Salzsäure, SChwefelsäure, Phosphorsäure) spaltet.

Grüße Allchemist
Allchemist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2006, 19:11   #8   Druckbare Version zeigen
veroveraar Männlich
Mitglied
Beiträge: 748
AW: das salz einer fettsäure

Zitat:
harte Kernseife enthält Na+, weiche Schmierseife K+.
Das Anion der Fettsäure ist CH3-(CH2)n-COO-
wurde schon in einem Thread von mir besprochen aber ohne Resultat. Frage deswegen noch mal: Gibt es eine plausible Erklärung dafür, dass K-Seifen "flüssiger" sind als Na-Seifen?
veroveraar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2006, 19:50   #9   Druckbare Version zeigen
BU Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.504
AW: das salz einer fettsäure

Das K-Kation (138 bis 151 pm) ist größer als das Na-Kation (98 bis 102 pm).
Die Daten schwanken je nach Quelle sehr.

http://www.vs-c.de/vsengine/media/vsc/de/ch/4/cm/bindung/bilder/ionenradien.gif

Dieses beansprucht mehr Raum, wenn es sich bewegt (Translation, Rotation).
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Alt 26.03.2006, 23:40   #10   Druckbare Version zeigen
veroveraar Männlich
Mitglied
Beiträge: 748
AW: das salz einer fettsäure

Zitat:
Dieses beansprucht mehr Raum, wenn es sich bewegt
Kann man das auf andere Na- bzw. K-Salze übertragen?
veroveraar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.03.2006, 00:08   #11   Druckbare Version zeigen
BU Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.504
AW: das salz einer fettsäure

Kaum, vergleicht man z.B. die Schmelzpunkte von Na- und K- und Ammonium-Salzen
schmelzen die Kaliumsalze bei höheren Temperaturen
Die Eigenschaften sind ähnlich: farblos, leicht löslich,...

F. Li Na K NH4+
OH 471°C 319°C 410°C gelöst
CO3 720°C 854°C 900°C Zersetzung
Cl 614°C 800°C 900°C 337,8°C (sublimiert)

Schmelzpunkte von Seifen (Gemenge) sind kaum bekannt.

Lithiumseifen sind hart, werden aber als Schmiermittelzusatz verwendet.

Ein Effekt könnte noch Viskosität sein (Na-Seifen hart,
K-Seifen weich) oder der Kristallaufbau sein.

Die Textilhilfsmittel-Lit. gibt nur an, dass K-"Schmierseife"
als sog. Leimseife aus dem Seifensud isoliert wird.
Eine Isolierung als feste Seife sei wegen der leichten Löslichkeit
in Wasser nicht möglich.
Feste Kaliseife kann nur durch Ausalzen mit Kaliumacetat und/oder
Trocknung über heißen Walzen gewonnen werden.
Kaliseifen sind für höhere Temperaturen ungeignet, die
Waschwirkung sinkt mit steigender Temperatur.
Nur ungesättigte Kalium-Fettsäureseifen (Kaliumoleat) sind
auch bei höheren Temperaturen noch verwendbar.

Geändert von BU (27.03.2006 um 00:21 Uhr)
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