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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 24.03.2006, 18:08   #1   Druckbare Version zeigen
Der neue Chemie lehrer Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 1
Frage beeindruckende Schülerversuche

Hallo, ich muss in der Schule einen versuch machen mit dem ich Schüler der 5. jahrgangsstufe beeindrucken und für den Chemieunterricht begeistern kann.
Ich habe da an etwas explosives gedacht aber kann mich nicht entscheiden da dies alles experimente sind die keine große wirkung auf ältere schüler zeigen und das ist mein problem. Wenn jemand einen versuch kennt der auch ältere schüler in staunen versetzt dann sagt es doch bitte.

MFG

Der neue Chemie lehrer
Der neue Chemie lehrer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2006, 18:16   #2   Druckbare Version zeigen
Lenchen weiblich 
Mitglied
Beiträge: 1.215
AW: beeindruckende Schülerversuche

http://chemieonline.de/forum/showthread.php?t=58785&highlight=versuche+spannend
und noch einige weitere zu dem thema findet man mit unserer such funktion
__________________
I'll do it my way!
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Lenchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2006, 18:44   #3   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: beeindruckende Schülerversuche

Willkommen hier!

Muss es denn immer knallen? Farbspielereien beeindrucken oft mehr :

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3527294260/303-5561171-0229817

siehe auch :

http://www.chemlin.de/chemie/experimente.htm
bm ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 24.03.2006, 20:08   #4   Druckbare Version zeigen
van der vanes Männlich
Mitglied
Beiträge: 10
AW: beeindruckende Schülerversuche

Guten Abend!
Bin selber Schüler der 13. Klasse und hab im letzten Jahr im Rahmen des "Tags der offenen Türe" oder wie man es halt nennen mag, wenn kleine Grundschüler mit ihren Eltern die voraussichtlichen Schulen besuchen, eine "Chemie-Show" mit vielerlei schönen Experimenten durchgeführt.
Zitat:
bestenfalls ein Strohfeuer an Schülerbegeisterung
Was daran so schlecht ist, kann ich nicht nachvollziehen! Natürlich wird selbst der Chemiestoff sehr schnell theoretisch und trocken, doch ein euphorische vergnügter Ansatz, der selbst die kleine Großen ins Stauen versetzt, zum Grübeln und Hinterfragen anregt und als Grundstimmung in die wunderbare Dimension dessen "was die Welt im Innersten zusammenhält" hineinzieht, kann meiner Meinung nach mit der richtigen Einstellung nicht in "Enttäuschung" abbrechen.

Wir hatten einige schöne und hauptsächlich einfache Versuche.
  • Brennbare Gase in einer Seifenblase anzünden.
  • Diverse Farbumschlagsversuche.
  • Flüssigen Stickstoff (Rose).
  • Spektakulärer Luminiszenz-versuch mit Luminol (sehr schöner Versuch! Hat selbst meine Mitschüler bei einer "GFS" zum Thema Tiefsee und Bioluminiszenz in Staunen versetzt)
  • Knallgasprobe.
  • usw.

Das ganze wurde von uns Schüler vorgetragen und in kleine erzählende Geschichten verpackt. Es kam bei den meisten sehr gut an, obwohl einige Versuche in die Hose gingen!

Mir hat es zudem viel Spaß gemacht und sogar meine persönliche Beziehung zur Chemie wesentlich verändert!

Mit freundlichem Gruß, johannes
van der vanes ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2006, 22:12   #5   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: beeindruckende Schülerversuche

Beitrag zuvor gelöscht. Verstoss gegen die Forumsregeln.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2006, 22:52   #6   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: beeindruckende Schülerversuche

Eine sinnlose Aneinanderreihung von Showversuchen hat im Unterricht nichts verloren, soweit kann ich FKS zustimmen. Wenn es aber beeindruckende Versuche gibt, die den zu vermittelnden Stoff sehr schön veraunschaulichen, warum dann darauf verzichten ? Ich habe Chemie auch durch die tollen Versuche lieben gelernt, und sehe nicht ein, was daran falsch sein soll. Schon mal daran gedacht, dass nicht bloss die Schüler Freude daran haben können, sondern auch der Lehrer selbst ? Reine "Theorie-" stunden hasse ich, viel lieber zieh ich den Kittel an und zeige ein bisschen was.

Gerade bei älteren Schülern lohnen sich die Schauversuche, da diese in der Schule schon sehr viel "trockenen" Unterricht abzusitzen haben und zudem in der Lage sind, die komplexen Erklärungen zu den Versuchen nachzuvollziehen. Fehl am Platze sind Knallerei und Farbenspiele bei den jüngeren - da vermittelt man eigentlich nur das Gefühl, Chemie sei eine Art lustige Kochkunst; für die Interpretation der Versuche haben die Schüler dann oft keine Geduld mehr und warten nur auf den nächsten Kracher...

Zum Glück hab ich nur höhere Jahrgänge, und beispielsweise jetzt Redox, Kinetik und Gleichgewichte durchgenommen : da darf meiner Meinung nach zum Abschluss nicht die BZ Reaktion fehlen !

So gibt es eigentlich zu jedem Unterrichtsthema anspruchsvolle und beeindruckende Versuche, die nicht fehlen dürfen. Ich zähle nur mal ein paar meiner Lieblinge auf :

a) Darstellung von HNO3 durch Luftverbrennung im Lichtbogen,
b) Reduktion von Wasser mit Graphit, ebenfalls im Lichtbogen.
c) Selbstentzündlichkeit von feinverteiltem weissen P auf Papier - wenn man das Element P durchnimmt.
d) Thermitreaktion von Eisen(III)oxid und/oder Kupferoxid (äusserste Vorsicht bei letzterem Versuch)
e) Das schlagende Quecksilberherz (Elektrochemie)
f) Aufheben der Passivierung von Aluminium durch Amalgamierung,
g) alles mit Alkalimetallen !
h) Springbrunnenversuch zur Veranschaulichung der Löslichkeit von HCl und/oder NH3
i) Landoldt- und Alt-Nassau Reaktionen zur Einführung in die Kinetik
j) Chlorknallgas
h) Knallgasorgel usw

ich könnte noch stundenlang aufzählen, der Fundus an faszinierenden und zugleich lehrreichen Experimenten ist doch enorm ! Selbst theoretische Stunden (Atombau) lassen sich gut experimentell ausbauen (Das Feldemissionsmikroskop ist doch spektakulär wenn man erst mal begreift, was man da sieht ! Ich stelle regelmässig dabei fest, dass ganze Klassen in andächtiges Schweigen verfallen sobald sie das gespenstische Bild auf dem Fluoreszenzschirm begriffen haben !).

lg
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2006, 13:48   #7   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.540
AW: beeindruckende Schülerversuche

Ich denke, es macht einen riesengroßen Unterschied, wie man sog. "Showversuche" im Unterricht einsetzt:

Ich würde FKS insofern zustimmen, dass es sicherlich nicht sinnvoll ist, in einer der ersten Chemie-Stunden großartige Showversuche zu machen und damit ein Bild von Chemie zu vermitteln, was schon in den nächsten Chemie-Stunden nicht mehr aufrecht erhalten werden kann.
Aber zum Ende des Schuljahres könnte man ruhig mal eine Chemie-Show mit mehreren eindrucksvollen Versuchen machen, sofern man selbst daran Spaß hat. Hierbei finde ich persönlich es schöner, wenn man eine kleine Geschichte erzählt, die man mit Versuchen untermalt und nicht stumpf irgendwas an einander reiht.

Was ricinus angesprochen hat, ist aber etwas ganz anderes:
Wenn sich ein bestimmter Versuch dazu eignet, einen Sachverhalt besser klarzumachen, ist es doch absolut legitim, ihn auch einzusetzen. Das hat dann auch in meinen Augen nichts mit "angeberhaftem" Verhalten zu tun.
Habe z.B. selbst schon in Vorträgen, wo es um Methoden mit Chemolumineszenz und Fluoreszenz ging (z.B. Immunfluoreszenz, kinetische Mikroskopie mit fluoreszierenden Proteinen wie eGFP, Westernblots, ATP-Bestimmung...) entsprechende "Show-Versuche" eingesetzt und das ist immer gut angekommen. Wenn man bei so einem Vortrag einen großen Erlenmeyerkolben zum Leuchten bringt, haben die Zuhörer einfach eher Interesse zu erfahren, was dabei passiert, als wenn ich eine Reaktionsgleichung präsentiere und sage "bei der Reaktion wird Energie in Form von Licht freigesetzt".

Gruß,
Zarathustra
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2006, 22:46   #8   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: beeindruckende Schülerversuche

Zitat:
Zitat von zarathustra
Was ricinus angesprochen hat, ist aber etwas ganz anderes:
Wenn sich ein bestimmter Versuch dazu eignet, einen Sachverhalt besser klarzumachen, ist es doch absolut legitim, ihn auch einzusetzen. Das hat dann auch in meinen Augen nichts mit "angeberhaftem" Verhalten zu tun.
Eben - was würde die Angeberei auch bringen ? Weder ich, noch das Publikum hätten etwas davon. Übrigens kann man, wenn man das nötig hat, auch mit Theorie ganz schön angeben : man braucht nur Tafel um Tafel voller schöner Integrale hinzuschreiben die kein Mensch versteht - also bewusst über die Köpfe der Leute hinwegreden, um Eindruck zu schinden - gelernt hat dabei niemand was, also hat man den Leuten die Zeit gestohlen !

Dass es auch umgekehrt geht, habe ich aus meiner Studienzeit in Erinnerung : auf Einladung der Fachschaft war mal ein gewisser Dr Nicholls zu Besuch (Uni Leeds, wenn ich mich recht erinnere), der eine "lustige" Vorlesung zum Thema "Fun and Games with Liquid Air" geben sollte. Dennoch habe ich in der Veranstaltung zum ersten Mal das MO Diagramm von O2 einprägsam dargestellt bekommen, nachdem er ein Reagenz voll flüssigen Sauerstoffs an einem Pendel aufgehängt hatte und mit einem riesigen Hufeisenmagnet ran ging ! Sowas vergisst man nie wieder (ebensowenig wie die glühenden Titanspäne, die er in eine Schüssel voll flüssigen Sauerstoffs schmiss, oder den Labormantel, den er mit Sauerstoff tränkte und dann seine Zigarette drauf warf...
Eine Spielzeugdampfmaschine, deren Kessel mit flüssigem Stickstoff gefüllt wird, ist auch äusserst beeindruckend - und wirft ein neues Licht auf die Enthalpie und Entropie, wenn man solche Versuche nur richtig mit der Theorie zu verbinden weiss.

Das sind pädagogische Sternstunden, für Lehrer wie für Schüler.

lg
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
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