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Alt 01.03.2006, 16:50   #1   Druckbare Version zeigen
andreas87 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 26
Beeinflussung des chem. GG

Hi,

ich würde gerne wissen, ob meine Überlegungen richtig sind.

Also ich habe folgende Reaktion: Fe(+III) + 3 SCN(-) --> Fe(SCN)3
[alles natürlich gelöst]

Meine Idee war nun, dass wenn ich Fe(SCN)3 entnehme, dieses nachgebildet wird und sich das GG in richtung der Produkte verschiebt. Stimmt das, wenn nicht bitte mit Erklärung.

Danke
andreas87 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 01.03.2006, 16:53   #2   Druckbare Version zeigen
Matzi Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.463
AW: Beeinflussung des chem. GG

Stimmt so. Du entfernst das Produkt aus dem GG. Das stellt sich neu ein, dazu muss sich erneut Produkt bilden usw.
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Ego vero fateor me his studiis esse deditum.
(Cicero)
Matzi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.03.2006, 16:55   #3   Druckbare Version zeigen
andreas87 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 26
AW: Beeinflussung des chem. GG

Und das GG verschiebt sich tatsächlich in richtung der Produkte, da jemand zu mir meinte, es müsse sich in richtung der Edukte verschieben.

Was ist nun richtig?
andreas87 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.03.2006, 17:00   #4   Druckbare Version zeigen
NilsM Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.285
AW: Beeinflussung des chem. GG

MWG aufstellen.
Wenn du das Produkt (Zähler) entfernst, aber die GG-Konstante gleich bleibt, gibts nur die Möglichkeit, dass mehr Edukte umgesetzt werden und mehr Produkte entstehen.

Von daher verschiebt sich die Reaktion hin zu den Produkten, also in diesem Fall Fe(SCN)3
NilsM ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.03.2006, 17:00   #5   Druckbare Version zeigen
Matzi Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.463
AW: Beeinflussung des chem. GG

Stell' es dir bildlich vor: Auf beiden Seiten muss Stoff vorhanden sein (zumindest bei einer Reaktion, die nicht extrem gehemmt ist). Wie genau das Verhältnis ist, d.h. wieviel vom Stoff links und wieviel - im Vergleich dazu - rechts, erkennst du aus dem MWG. Wenn du jetzt rechts alles was da ist wegnimmst, muss da wieder etwas hin und zwar so, dass das Produkt/Edukt-Verhältnis wie zuvor (d.h. wie im MWG beschrieben) ist.
Das GG kann sich gar nicht nach links verschieben, wenn du das Produkt wegnimmst. Eine Linksverschiebung hieße ja, dass das Produkt wieder zerfällt. Nimmst du aber alles Produkt weg, was soll denn da wieder zerfallen? Ist ja nichts mehr da....
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(Cicero)
Matzi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.03.2006, 17:48   #6   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: Beeinflussung des chem. GG

Um die Sache unnötig zu verkomplizieren: Es bilden sich, je nach Thiocyanatkonzentration, eine ganze Menge verschiedener Komplexe:
[Fe(H2O)5(SCN)]2+,
[Fe(H2O)4(SCN)2]+,
[Fe(H2O)3(SCN)3]0,
[Fe(H2O)2(SCN)4]-,
[Fe(H2O)(SCN)5]2-,
[Fe(SCN)6]3-,
und für jeden gibts ein eigenes Komplexbildungsgleichgewicht. Du entfernst selektiv das ungeladene [Fe(H2O)3(SCN)3], und alle Gleichgewichte werden zugunsten dessen Nachbildung verschoben - so lange, bis alles Eisen in diesen Komplex umgewandelt und extrahiert wurde.

Ach - fast vergessen: für den Verteilungskoeffizienten des Komplexes zwischen der ethererischen und der wäßrigen Phase gibts natürlich auch noch für jeden einzelnen Komplex ein eigenes Gleichgewicht. Das liegt dann nur für den ungeladenen Komplex deutlich auf der Ether-Seite. Deswegen tut der Spaß ja.
__________________
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