Allgemeine Chemie
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Alt 21.03.2002, 19:24   #1   Druckbare Version zeigen
hippie Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5.283
Natronlauge und Filtrierpapier

Hallo,
ich arbeite im Moment im wesentlichen mit reaktionen im mehr oder weniger stark alkalischen Loesungen. Da unsere Schule leider keine Nutsche/Wasserstrahlpumpe hat muss ich "normal" abfiltrieren. Leider verstehen sich die Natronlauge und das filtrierpapier nicht sonderlich gut, und ich habe immer wieder gerissene oder sehr langsam laufende Filter. Mit Baumwollstoff habe ich es auch schon versucht, aber der wird hart und laeuft nach einer weile nicht mehr. Neutralisieren geht nicht, dann bekomme ich laestige Niederschlaege und verduennen laesst zwar die filter besser laufen und nicht mehr reissen aber im endeffekt braucht es genauso viel zeit da das Volumen groesser ist. Da es mir um den Filterrueckstand geht, nicht das Filtrat, ist glaswolle auch recht ungeeignet, weil ich ansonsten erhebliche Ausbeuteverluste habe.

Kennt irgendjemand einen Trick, der das ganze vereinfachen wuerde?

Gruss aus dem schneesturm,
hippie
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hippie
Erwin kann mit seinem Psi/kalkulieren wie noch nie/doch wird jeder leicht einsehn/Psi lässt sich nicht recht verstehn -- E. Hückel
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Alt 21.03.2002, 19:36   #2   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.540
Hi Hippie,
schreib' mal bitte, was Du überhaupt machst, dann ist es sicherlich einfacher zu antworten.

Allgemein:
Anderes Filterpapier (grobporigeres) verwenden, damit es schneller geht. Vielleicht ein Faltenfilter ausprobieren.


Gruß,
Sebastian
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 21.03.2002, 19:36   #3   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
Nimm eine Fritte, allerdings dürfte das auch recht lange dauern ohne Vakuum.

Aber eine Wasserstrahlpumpe wird sich doch auftreiben lassen.
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Alt 21.03.2002, 19:46   #4   Druckbare Version zeigen
hippie Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5.283
Deacetylierung von Zuckern (Die reakton laeuft analog einer esterhydrolyse), mit 40-55% NaOH, die abzufiltrierenden Partikel sind zwischen 0,1 und 2 mm gross.

An eine fritte habe ich noch gar nicht gedacht, gute idee! ich hoffe ich kann hier eine auftreiben. Ja, das fehlen eines Vakuum ist etwas bloed, es gibt hier zwar eine drehschieberpumpe (in der Physik), aber ich habe noch keine passenden Laborgeraete entdeckt...

danke,
hippie
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hippie
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Alt 21.03.2002, 19:49   #5   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.540
Ich bin etwas skeptisch, ob so 'ne Fritte die Natronlauge aushält.

Hippie, was hast Du bisher für 'n Filterpapier verwendet (Blauband, Schwarzband ?)
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.03.2002, 20:02   #6   Druckbare Version zeigen
PB  
Mitglied
Beiträge: 102
Wieso sollte eine Glassfritte keine Natronlauge abkönnen?
Genau für diese Zwecke sind Fritten doch gedacht...
PB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.03.2002, 22:51   #7   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
nein :

alle Gläser sind mehr oder weniger alkaliempfindlich (auch Keramiken, Emaille..)

nur so ne Idee : Cellulosische Materialien kann man mit Laugen quellen (mercerisieren heisst das auch). Nicht so Kunstfasern, wie z.B Polyethylen. Also ein Tuch aus PE mit geeigneter Porenweite, nicht kleiner als nötig, und die Sache sollte laufen.

Vielleicht geht auch Perlon/Nylon : Schneide Deiner Mutter/Schwester einfach ein Loch in die Strumpfhose (hinten, wo man es nicht sieht.)

Sag aber nicht, dass das mein Vorschlag war.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2002, 18:00   #8   Druckbare Version zeigen
hippie Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5.283
Also wenn das mit der Fritte nicht so gut ist, lass ich das lieber, wenn ich schon fritten versaue, dann warte ich lieber, bis ich wieder bei meinen eigenen bin...

Das Filterpapier ist eine amerikanische Marke, ich kann nachschauen wie sie genau heisst, es ist qualitatives Filterpapier, kein quantitatives.

Die Nylonidee ist auch nicht schlecht, vielleicht versuche ich es mal in die richtung.

Achja, u.U. kommt auch noch konz. NH3 dran.
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hippie
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Alt 22.03.2002, 18:04   #9   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
Also bis konz. Natronlauge ne Fritte auflöst... Man lagert die Natronlauge ja nicht in der Fritte, sondern saugt nur eben ab. Ich seh da kein Problem.
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Alt 22.03.2002, 18:18   #10   Druckbare Version zeigen
Adam Männlich
Moderator
Beiträge: 8.039
Apropo Vakuumpumpe...

Hat da einer einen Pln zum selberbauen, so schwer kann das ja nicht sein...
Naja eine Plan wird man vielleicht nicht brauchen aber eine Beschreibung...

Hippie das wär doch was für Dich
__________________
Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung des Problems beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems.
Adam ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2002, 18:22   #11   Druckbare Version zeigen
mp67  
Mitglied
Beiträge: 1.082
Re: nein :

Zitat:
Originalnachricht erstellt von bm
...z.B Polyethylen. Also ein Tuch aus PE mit geeigneter Porenweite, nicht kleiner als nötig, und die Sache sollte laufen.

Vielleicht geht auch Perlon/Nylon : Schneide Deiner Mutter/Schwester einfach ein Loch in die Strumpfhose ...
PE oder auch PP ist o.k., aber Nylon und 40%NaOH?? , wird da nicht das Amid angenagt? Partikel >0.1mm sollten sich auch mit Edelstahlgewebe (Kraftstofffilter?) fitrieren lassen, vielleicht ist Zentrifugieren drin.

M.
mp67 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2002, 18:45   #12   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Zitat:
wird da nicht das Amid angenagt?
kalt geht, kurzfristig.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2002, 23:38   #13   Druckbare Version zeigen
PB  
Mitglied
Beiträge: 102
@LotS: Wie schon gesagt sehe ich da auch kein Problem, zumal man ja wirklich nur schnell durchsaugt, da hat die Natronlauge max. nen paar Minuten Zeit, was rauszulösen. (Außderdem das Filtrat wird doch ohnehin verworfen, oder?)

Ich weis jetzt nicht wie der Niederschlag beschaffen ist (flockig,welche Menge an NS,usw.) aber wie sieht's denn mit Zentrifugieren aus?
(Oder auch verdünnen und Dekantieren?)

PB
PB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2002, 23:36   #14   Druckbare Version zeigen
hippie Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5.283
Zitat:
Originalnachricht erstellt von Adam
Apropos Vakuumpumpe...

Hat da einer einen Plan zum selberbauen, so schwer kann das ja nicht sein...
Naja eine Plan wird man vielleicht nicht brauchen aber eine Beschreibung...

Hippie das wär doch was für Dich
eine Wasserstrahlpumpe sollte machbar sein, (das ganze würde zudem noch wunderbar in den Rahmen meiner Physikfacharbeit passen: Bernoulli Gleichung, Venturi Effekt ) Ich glaube im Ortganikum (oder wars im JaBla?) gibt es eine Anleitung, Meine eigene habe ich leider in Deutschland liegen.

Also wenn ich eine Fritte auftreiben kann würde ich es damit versuchen, denn verdünnen und dekantieren dauert zu lange, eine Zentrifuge haben wir zwar aber sie ist für μl reaktionsgefäße und das ist bei etwa 4-5 ccm NS kein Spaß, vielleicht finde ich aber auch ein Metallnetz.

Nylon scheidet wohl auch aus, denn bis zum abkühlen will ich nicht warten und Natronlauge um 100° will ich am Nylon dann nicht unbedingt ausprobieren...
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hippie
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Alt 25.03.2002, 13:33   #15   Druckbare Version zeigen
DirtyHarry  
Mitglied
Beiträge: 397
Grinsen Filtrieren ganz ohne Fritte...

z.B. mit nem Glasfaservlies als Filtrierpapier, gibts in Baumärkten bzw. im Autozubehör zum reparieren durchgerosteter Karosserien...guck mal unter "auto body repair". Oder bestell dir gleich n richtiges Glasfaserfilter, z.B. von der Firma Whatman, gibts als Rundfilter, Faltenfilter etc....allerdings nicht ganz so billig!
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Dirty Harry

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