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Alt 16.01.2006, 17:02   #1   Druckbare Version zeigen
eben-anders weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 12
Jules Verne und die Herstellung von Schwefelsäure

Also,ich habe folgendes Problem. Wir haben als HA aufbekommen Vernes Textauszug zur Herstellung von Schwefelsäure zu lesen und dazu 3 Fragen zu beantworten.

1) Weshalb kann Pyrit ("Schwefeleisen") einerseits zu Eisenherstellung, andererseits zur Schwefelsäureherstellung dienen?
2)Welche Abfolge von Reaktionen wollen die Abenteurer durchführen, um Schwefelsäure zu gewinnen?
3)Warum bemühen sich die Kolonisten so sehr darum, Schwefelsäure zu gewinnen?




Dicht hinter den Kaminen wählte Cyrus Smith einen ebenen, sorgfältig gereinigten Platz. Auf diesem schichtete er aus Zweigen und gespaltenem Holz einen Haufen auf und bedeckte ihn lose mit großen Stücken von Toneisenstein; das Ganze erhielt noch eine Decke von etwa nussgroß zerschlagenen Stückchen desselben Minerals. Dann setzte man den Haufen in Brand; die Hitze ging auf den Toneisenstein über, der sich wegen seines Gehaltes an Kohle und Schwefel selbst entzündete. Nun wurden immer neue Schichten des Letzteren aufgelegt, woraus eine große Halde entstand, die nach Aussparung einiger Zuglöcher mit Erde und Gesträuch verschlossen wurde, wie es bei den Meilern geschieht, wenn man Holzkohle erzeugen will.
Hierauf ließ man die Umwandlung ungestört vor sich gehen und nach zehn bis zwölf Tagen waren aus dem Schwefeleisen und der Tonerde schwefelsaures Eisen und schwefelsaure Tonerde, das heißt zwei lösliche Substanzen, entstanden, gegenüber den unlöslichen Bestandteilen des Haufens, nämlich der Kieselerde, der halbverbrannten Kohle und der Asche.

In der Zwischenzeit stellen die" Kolonisten " aus plastischem Ton feuerbeständige Gefäße her und erbauen aus Tonmauersteinen einen Ofen, der zur Destillation des zu gewinnenden Eisensalzes dienen soll.
Als nun der Toneisensteinhaufen durch das Feuer völlig umgewandelt war, wurde sein Inhalt, der aus schwefelsaurem Eisenoxid, schwefelsaurer Tonerde, Kieselerde und Resten von Kohlen und Aschen bestand, in ein großes Bassin mit Wasser geschüttet. Dieses Gemisch rührte man kräftig um, ließ es sich dann setzen und erhielt zuletzt eine klare Flüssigkeit, die das Eisen und die Tonerde in Lösung hielt, während die anderen unlöslichen Mineralien sich abgesetzt hatten. Als die Lösung dann teilweise verdampft wurde, entstanden zuerst die Eisenkristalle; in der Mutterlauge dagegen blieb die schwefelsaure Tonerde zurück und wurde mit ihr als nutzlos weggeworfen.
Cyrus Smith hatte nun eine genügende Menge Eisensalz, sogenanntes Eisenvitriol, zur Verfügung, aus dem die Schwefelsäure gezogen werden sollte. Der hierbei nötige Prozess beschränkt sich auf eine einzige Operation. Die Kristalle von schwefelsaurem Eisen müssen in geschlossenen Gefäßen erhitzt werden, wobei die rauchende Schwefelsäure überdestilliert, die man durch Abkühlung der Dämpfe gewinnt. Hierzu sollten eben die feuerbeständigen Gefäße angewendet werden. Alles gelang nach Wunsch.

Erläuterungen: Schwefelsaures Eisen: Eisensulfat (FeS0). Schwefelsaure Tonerde: Aluminiumsulfat Al2(SO4)3 Eisenvitriol: FeS04 7H20


irgendwie versteh ich noch nciht mal den ganzen text und die ganzen reaktionen...
falls mir jmd helfen könnte wäre ich sehr dankbar!
__________________
MfG eben-anders

immer da wo's peng macht
eben-anders ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2006, 17:06   #2   Druckbare Version zeigen
C2H5OH Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.851
AW: Jules Verne und die Herstellung von Schwefelsäure

Versuch mal was über die Schwefelsäuregewinnung und die Eisengewinnung im einzelnen rauszufinden. Wikipedia ist sicherlich hilfreich.
__________________
Gruß,
the Hero


Man(n) ist nur dann ein Superheld, wenn man(n) sich selbst für super hält.
C2H5OH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2006, 17:24   #3   Druckbare Version zeigen
Edgar Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
AW: Jules Verne und die Herstellung von Schwefelsäure

Sulfide kann man verbrennen (Technisch: "Rösten"). dabei entsteht primär SO2.
Als Säureanhydrid kann dieses SO2 sich mit basischen Stoffen zu Salzen verbinden. Durch zusätzlichen Luftsauerstoff entstehen letztendlich Sulfate - so wird Rauchgas "entschwefelt".
Die gebildeten Salze wurden durch Umkristallisieren gereinigt, eine gängige Methode.
Als letztes wurde das Sulfat durch die Hitze aufgespalten: das flüchtige Anhydrid des Schwefelsäure (SO3) destillierte ab und löste sich in Wasser zu H2SO4 bzw destillierte mit dem Kristallwasser als H2SO4 über während Eisenoxid übrigblieb. Auch dies war früher eine gängige Methode der Schwefelsäureherstellung.

Der Grund für die Herstellung ist nicht ersichtlich.
Edgar ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 16.01.2006, 17:51   #4   Druckbare Version zeigen
eben-anders weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 12
vielen dank,das hat mir schon was weitergeholfen.

die sind da ja mit nem ballon abgestürzt,könnte das was damit zu tun haben? weil das is ja die einzige info die wir mitbekommen haben
__________________
MfG eben-anders

immer da wo's peng macht
eben-anders ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2006, 18:05   #5   Druckbare Version zeigen
Edgar Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
AW: Jules Verne und die Herstellung von Schwefelsäure

Mit was (ausser heisser Luft) werden Ballons denn üblicherweise gefüllt? helium fällt aus, bleibt noch
Und wie stellt man am einfachsten her?
Edgar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2006, 18:21   #6   Druckbare Version zeigen
eben-anders weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 12
AW: Jules Verne und die Herstellung von Schwefelsäure

Zitat:
Zitat von Edgar
Mit was (ausser heisser Luft) werden Ballons denn üblicherweise gefüllt? helium fällt aus, bleibt noch
Und wie stellt man am einfachsten her?
dann bleibt noch wasserstoff und den bekommt man wenn man die schwefelsäure mit nem unedlen metall reagieren lässt... kann man dann das eisen nehmen was beim destillieren übriggeblieben ist?
__________________
MfG eben-anders

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