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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 04.01.2006, 22:29   #1   Druckbare Version zeigen
Nadine127 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 2
Hausaufgaben

Hallo,
ich hoffe es gibt da draußen jemanden der mir helfen kann. Ich sitze schon seit Stunden an meinen Hausaufgaben, die ich irgendwie nicht lösen kann, obwohl sie nicht schwer sind, ich glaube ich hab sowas wie'ne Blockade Aber ich brauche das trotzdem dringend... Hoffe auf schnelle Hilfe, danke
*völlig verzweifelte* Nadine

1. Erläutern Sie am Beispiel von a.) Stickstoff und b.) Ammoniak den Zusammenhang zwischen Bau, Eigenschaften und Verwendung der Stoffe.

2. a.) Vergleiche Eigenschaften und Verwendung von Stickstoff und Sauerstoff.

b.) Leite alle Aussagen über den Atombau von Stickstoff aus seiner Stellung im Periodensystem der Elemente ab.

c.) Stickstoff und Sauerstoff können pneumatisch aufgefangen werden, Kohlenstoffdioxid dagegen nicht. Erläutere dieses Verhalten der drei Gase.
d.)Vergleiche Molekülbau und chemische Bindung von Stickstoff, Sauerstoff und Wasserstoff.

3.) a.) Definiere die Begriffe Säure und Base und nenne Eigenschaften von sauren, neutralen und alkalischen Lösungen.

b.) Beschreibe den Bau eines Ammoniakmoleküls und die chemische Bindung in dem Molekül.

c.) Vergleiche das Ammoniakmolekül mit dem Wassermolekül und begründe ihre Dipoleigenschaften.

d.) Eine wässrige Ammoniaklösung leitet den elektrischen Strom und färbt Universalindikator blau. Flüssiges Ammoniak besitzt diese Eigenschaft nicht. Erkläre das unterschiedliche Verhalten.


Herzlichen Dank an alle, die versuchen mir zu helfen...
Nadine127 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.01.2006, 23:14   #2   Druckbare Version zeigen
rettich Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.308
Blog-Einträge: 1
AW: Hausaufgaben

Hallo und willkommen im Forum,
nun berichte uns doch erstmal Deine Lösungsvorschläge.
Mit der Anmeldung hast Du die Regeln im Forum anerkannt.
Hast Du sie auch gelesen?
mfg : rettich
__________________
mfg: rettich

Man kann gar nicht so dämlich denken wie
andere Handeln.
Speziell im Strassenverkehr und im Labor.

Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens.
rettich ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 04.01.2006, 23:47   #3   Druckbare Version zeigen
Kryolith Männlich
Mitglied
Beiträge: 531
AW: Hausaufgaben

Zitat:
Zitat von rettich
Mit der Anmeldung hast Du die Regeln im Forum anerkannt.
Hast Du sie auch gelesen?
Du meinst wohl die Etikette. Ansonsten stimme ich dir zu.

@Nadine127 "Fragenkataloge" sind nicht so gerne gesehen, siehe Link.

Gruß
Kryolith
Kryolith ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.01.2006, 23:54   #4   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Hausaufgaben

Neue Mitglieder begrüsst man freundlich! Steht auch irgendwo.

Fangen wir mal also an :

Zitat:
1. Erläutern Sie am Beispiel von a.) Stickstoff und b.) Ammoniak den Zusammenhang zwischen Bau, Eigenschaften und Verwendung der Stoffe.
Stickstoff = N2, Dreifachbindung zwischen zwei Stickstoffatomen, sehr schwer zu brechen, also recht inert.

Ammoniak : NH3, Stickstoff mit drei einfach gebundenen Wasserstoffen und einem verfügbaren freien Elektronenpaar. An dieses kann sich H+ anlagern. Es reagiert also basisch :

NH3 + H2O -> NH4+ + OH-

Bitte weiter. Danke.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2006, 00:19   #5   Druckbare Version zeigen
Kryolith Männlich
Mitglied
Beiträge: 531
AW: Hausaufgaben

Zitat:
Zitat von bm
Neue Mitglieder begrüsst man freundlich! Steht auch irgendwo.
War denn jemand unfreundlich?

Zitat:
Zitat von bm
Bitte weiter. Danke.
Aber gerne doch! zu 2a:

Stickstoff:

Wie bm schon sagte sehr inert (=reaktionsträge). Daher verwendet man ihn bei den verschiedensten Synthesen als Schutzgas (wenn Edukte z.B. leicht durch Sauerstoff angegriffen werden).

Zur Kühlung wird sehr häufig flüssiger Stickstoff eingesetzt.

Eine äußerst wichtige Anwendung ist die Synthese von Ammoniak (-->Haber-Bosch-Verfahren) aus dem Düngemittel, Cyanide etc. gewonnen werden.

Sauerstoff:

Sauerstoff ist (im Grundzustand) paramagnetisch, d.h. das Molekül ist eigentlich als Diradikal aufzufassen, daher die hohe Reaktivität.

Er dient meistens als Oxidationsmittel. Beispiele: Verhüttung von diversen Erzen, Herstellung von Salpetersäure, Schwefelsäure, Ethylenoxid usw.

Nicht zu vergessen ist, dass aus Sauerstoff Ozon entstehen kann, das sowohl in der Atmosphäre, als auch in der synthetischen Chemie eine große Rolle spielt.

Die wohl wichtigste "Verwendung" liegt wohl in seiner biochemischen Bedeutung, die ich hier wohl nicht weiter ausführen muss.

Mehr fällt mir jetzt auf die Schnelle auch nicht ein...

@bm your turn

Gruß
Kryolith
Kryolith ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2006, 00:29   #6   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Hausaufgaben

Zitat:
Sauerstoff ist (im Grundzustand) paramagnetisch, d.h. das Molekül ist eigentlich als Diradikal aufzufassen, daher die hohe Reaktivität.
Ist richtig, aber die Reaktivität könnte höher sein (Singulett-Sauerstoff).

Zitat:
c.) Stickstoff und Sauerstoff können pneumatisch aufgefangen werden, Kohlenstoffdioxid dagegen nicht. Erläutere dieses Verhalten der drei Gase.
N2 und O2 lösen sich nur physikalisch in Wasser. CO2 in Wasser zwar (fast) nur auch, aber in Alkalien kann es gemäss

CO2 + OH- -> HCO3-

chemisch gebunden werden.

btw.: Man achte auf das Benutzerprofil http://www.chemieonline.de/forum/member.php?u=25667

Die Schülerin wird mit "paramagnetisch" etc. wenig anfangen können.

The next please!
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2006, 00:31   #7   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Hausaufgaben

Zitat:
Zitat von bm
Bitte weiter. Danke.
Hallo und herzlichst willkommen im forum!

dann mal zu 2b:

Stickstoff steht im periodensystem in der 5. hauptgruppe. d.h., dass es 5 außenelektronen hat.
es hat die ordnungszahl 7. d.h., dass im atomkern 7 protonen vorhanden sind.
das atom wiegt insgesamt 14,0067u. da 99,99% der masse im atomkern vereinigt ist und protonen und neutronen ungefähr gleichschwer sind, kann man von der gesamtmasse die masse der 7 protonen abziehen. ein proton wiegt 1u ==> 14u - 7u = 7u. es bleiben 7u übrig. d.h., dass es noch 7 neutronen im kern geben muss. der atomradius beträgt 0,75 x 10-10m.

hab ich was vergessen?

und weiter gehts...
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Alt 05.01.2006, 00:46   #8   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Hausaufgaben

Zitat:
Zitat von Nadine127
3.) a.) Definiere die Begriffe Säure und Base und nenne Eigenschaften von sauren, neutralen und alkalischen Lösungen.
säuren sind die gegenstücke zu basen. eine säure ist ein protonendonator. d.h. eine säure hat die fähigkeit und eigentschaft, protonen (wasserstoffkerne) abzugeben.
demnach ist eine base ein protonenakzeptor, was bedeutet, dass eine base die eigenschaft und die fähigkeit hat, die von einer säure abgegebenen protonen aufzunehmen.

in sauren lösungen sind H3O+-Ionen (=oxonium-ionen) im überschuss vorhanden.

in basischen lösungen sind OH--Ionen im überschuss vorhanden.

in neutralen lösungen ist weder noch im überschuss vorhanden.
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Alt 05.01.2006, 00:52   #9   Druckbare Version zeigen
Kryolith Männlich
Mitglied
Beiträge: 531
AW: Hausaufgaben

Zitat:
Zitat von bm
Die Schülerin wird mit "paramagnetisch" etc. wenig anfangen können. The next please!
Und wer hat nochmal Singulett-Sauerstoff erwähnt? hmmm...

@Nadine127 Der Paramagnetismus des Sauerstoff ist eine Folge, dass er wie gesagt als Diradikal vorliegt. Im VB-Modell ist das nicht so gut darzustellen (statt der Doppelbindung könnte man eine Einfachbindung und zwei "einzelne" Elektronen zeichen). Falls ihr die MO-Theorie schon hattet, hier ein Bild, indem du erkennen kannst, dass im {\pi}*-Orbital zwei ungepaarte Elektronen sind ---> Diradikal:



Zitat:
Zitat von db1sla
und weiter gehts...
kurz und knapp zu 2d:
H2 : 1x-Bindung
O2 : 2x-Bindung
N2 : 3x-Bindung

Die Bindungen ergeben sich aus der Stellung im Periodensystem. Alle drei Moleküle sind linear gebaut.

Gruß
Kryolith
Kryolith ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2006, 00:55   #10   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Hausaufgaben

Na da haben wir doch noch was anständiges zusammen gebracht. Habe morgen einen anstrengenden Tag vor mir (Urlaub). Gute Nacht!
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2006, 00:58   #11   Druckbare Version zeigen
Kryolith Männlich
Mitglied
Beiträge: 531
AW: Hausaufgaben

Zitat:
Zitat von bm
Na da haben wir doch noch was anständiges zusammen gebracht. Habe morgen einen anstrengenden Tag vor mir (Urlaub). Gute Nacht!
Ende des Urlaubs oder Beginn?
Falls Beginn: wohin geht's denn?

Gruß
Kryolith

P.S.
Sorry, nur ein kleines -Posting
Kryolith ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 05.01.2006, 01:24   #12   Druckbare Version zeigen
Doenertier86 Männlich
Mitglied
Beiträge: 126
AW: Hausaufgaben

zu 2c und 3d...
ammoniak reagiert in wasser zu NH4+ und OH-
das hat die folgen, dass der indikator ein alkalisches mileu anzeigt (OH-) und dass durch die vorhandenen ionen die elektrische leitfähigkeit zunimmt, in flüssigem ammoniak (NH3) hingegen liegen keine ionen vor

zu 2b und 3b)
wasser besteht ja bekannterweise aus einem sauerstoffatom, an den zwei wasserstoffe gebunden sind, der bindungswinkel beträgt 104,5°
ammoniak ist pyramidal aufgebaut, dabei sind an einem stickstoff drei wasserstoffe gebunden. beim ammoniak kann man eine pyramidale inversion (regenschirmeffekt) beobachten... (ne strukturskizze findst bestimmt, dann kannste dir das besser vorstellen) denn der stickstoff schwingt frei durch die trigonale ebene der wasserstoffe...

zum vergleich der dipolmomente: wasser ein zwei freie elektronenpaare, ammoniak eins, diese sitzen jeweils am elektronegativerem atom
beim wasser ist der sauerstoff partial negativ und die sauerstoffe partial positiv geladen, dadurch können sich wasserstoffbrückenbindungen ausbilden...
beim ammoniak ist es ebenso, allerdings sind die dipol-dipol-wechselwirkungen da schwächer...


zu der pyramidalen inversion hab ich ne frage...
kann man beim ammoniak nen bindungswinkel angeben? bzw. nen minimalen?(also höchste streckung des moleküls) oder hängt das nur von der temperatur ab?
Doenertier86 ist offline   Mit Zitat antworten
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